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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Grundlagen des Controlling

Zusammenfassung
Sowohl in der betriebswirtschaftlichen Literatur als auch in der betrieblichen Praxis bestehen sehr unterschiedliche Auffassungen über den Controllingbegriff. Eine wichtige Ursache für diese Begriffsvielfalt ist der große Einfluss der Praxis auf die Entwicklung des Controlling. Die Wurzeln des Controlling liegen in der Unternehmenspraxis. Somit wird das jeweilige Verständnis von Controlling auch in erheblichem Umfang von den Praxiserfahrungen geprägt. Man spricht in diesem Zusammenhang von der Kontextabhängigkeit des Controlling. Darunter versteht man, dass der jeweilige Controllingbegriff stark von den konkreten Aufgabenfeldern des Controlling in den Unternehmen beeinflusst wird. Die Heterogenität der zu lösenden Probleme bzw. der vorgegebenen Aufgaben in den Unternehmen führt folglich zu unterschiedlichen Controllinginterpretationen. Diese Interpretationsvielfalt macht es den Unternehmen im Regelfall leichter, unternehmensspezifische Controllinglösungen zu entwickeln und umzusetzen.
Klaus Homann

2. Controlling für öffentliche Verwaltungen

Zusammenfassung
Unter dem Oberbegriff „Öffentliche Verwaltungen“ sind eine Vielzahl öffentlicher Institutionen unterschiedlichster Art zusammengefasst, die der Erfüllung öffentlicher Aufgaben dienen. Öffentliche Verwaltungen in der Bundesrepublik Deutschland sind die Verwaltungen der Gebietskörperschaften. Im Einzelnen handelt es um die Verwaltungen des Bundes (Bundesverwaltungen), der Bundesländer (Landesverwaltungen) und der Gemeindeverbände sowie der Gemeinden (Gemeindeverwaltungen). Aus ökonomischer Sicht sind öffentliche Verwaltungen Wirtschaftseinheiten, die wirtschaftliche Verfügungen über zu beschaffende, zu produzierende und abzugebende Güter im Sinne öffentlicher Ziele und auf der Grundlage öffentlichen Eigentums treffen (vgl. Eichhorn/Friedrich 1976, S. 56). Dieser Definition liegt ein weiter Verwaltungsbegriff zu Grunde, der sowohl die öffentlichen Verwaltung im engeren Sinne wie Ministerien, Ober- und Mittelbehörden sowie Gemeindeverwaltungen als auch die öffentlichen Verwaltungen im weiteren Sinne wie öffentliche Unternehmen des Bundes, der Länder und der Gemeinden umfasst (vgl. Eichhorn 1979, Sp. 2146).
Klaus Homann

3. Strategisches Controlling für öffentliche Verwaltungen

Zusammenfassung
Das strategische Verwaltungscontrolling unterstützt die Verwaltungsführung in den Bereichen strategische Planung, Kontrolle und Informationsversorgung. Es ist grundsätzlich langfristig ausgerichtet und hat zum Teil auch einen unbeschränkten Zeithorizont. Das strategische Verwaltungscontrolling ist primär umweltorientiert. Es soll Veränderungen in der Verwaltungsumwelt rechtzeitig erkennen, mögliche Auswirkungen auf die öffentlichen Verwaltungen analysieren und geeignete Maßnahmen zur Reaktion auf die betreffenden Veränderungen entwickeln. Es ist das vorrangige Ziel des strategischen Verwaltungscontrolling, eine dauerhafte Aufgabenerfüllung durch die öffentlichen Verwaltungen auf hohem Niveau zu gewährleisten. Folglich muss das strategische Verwaltungscontrolling für eine möglichst gute Anpassung des Verwaltungshandelns an neue Entwicklungen in der Verwaltungsumwelt sorgen, indem es die aktuellen Ziele, Strategien und Leistungsprogramme der öffentlichen Verwaltungen ständig überprüft und der Verwaltungsführung im Bedarfsfall Veränderungsvorschläge unterbreitet. Charakteristische für das strategische Verwaltungscontrolling ist vor allem die Frage: „Tun wir die richtigen Dinge?“
Klaus Homann

4. Operatives Controlling für öffentliche Verwaltungen

Zusammenfassung
Das operative Verwaltungscontrolling unterstützt die Verwaltungsführung bei ihren Führungsaufgaben in den Bereichen operative Planung, Kontrolle und Informationsversorgung. Die Controllingaktivitäten beziehen sich auf einen kurz-bis mittelfristigen Zeitraum und sind vor allem intern, d.h. auf die sich innerhalb der Verwaltung vollziehenden Prozesse, ausgerichtet. Das operative Verwaltungscontrolling zielt auf eine Verbesserung der Effektivität und Effizienz des Verwaltungshandelns unter Beachtung der vorgegebenen Oberziele und Strategien und im Rahmen der bestehenden Aufgaben- bzw. Tätigkeitsfelder der Verwaltung. Deshalb ist für das operative Verwaltungscontrolling vor allem die Frage relevant: „Tun wir die Dinge richtig?“
Klaus Homann

5. Ausgewählte Controllingbereiche für öffentliche Verwaltungen

Zusammenfassung
Das Investitionscontrolling nimmt Koordinationsaufgaben im Investitionsbereich wahr. Ausgehend von der üblichen Aufteilung des Investitionsprozesses in eine Planungs-, Realisierungs- und Kontrollphase kann eine phasenbezogene Gliederung der Aufgabenbereiche des Investitionscontrolling vorgenommen werden (vgl. Reichmann 2001, S. 289). Die Koordinationsleistungen des Investitionscontrolling beziehen sich somit auf die Investitionsplanung, die Investitionsrealisierung und die Investitionskontrolle und dienen zur Unterstützung des Managements bei seinen Investitionsentscheidungen in allen drei Phasen des Investitionsprozesses. Neben der Koordination innerhalb des Investitionsbereichs hat das Investitionscontrolling bereichsübergreifende Koordinationsaufgaben zu erfüllen. Dazu zählen vor allem die Abstimmung der Investitionsplanung mit der Planung in anderen Funktionsbereichen wie z.B. Produktion, Absatz und Finanzierung. Auch beim Investitionscontrolling kann zwischen einer strategischen und einer operativen Ebene unterschieden werden. So hat beispielsweise das strategische Investitionscontrolling dafür zu sorgen, das ein mit der strategischen Gesamtplanung abgestimmtes Konzept der langfristigen Investitionsplanung vorliegt (vgl. Reichmann 2001, S. 290).
Klaus Homann

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