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28.02.2018 | Verwaltungsmanagement | Interview | Onlineartikel

"Ein Projekt muss Chefsache sein"

Autor:
Anja Schüür-Langkau

​​​​​​​Seit fünf Jahren prämiert das Software-Unternehmen Axians Infoma innovative E-Government-Projekte. Drei Preisträger und Finalisten des Infoma-Innovationspreises 2017 erläutern ihre Projekte und ihre Erfolgsfaktoren.

Den Wettwerb gibt es nun seit fünf Jahren. Was hat sich seitdem verändert? 

Jens Weiß: Zum einen beteiligen sich deutlich mehr Kommunen als zu Beginn des Wettbewerbs und auch die Qualität der Einreichungen hat über die Jahre zugenommen. Mittlerweile stehen deutlich über zehn Projekte in der engeren Wahl.  

Oliver Couvigny: Während die Projekte zu Beginn des Wettbewerbs vor allem neue Formen der Steuerung aus den Bereichen Haushalts- und Berichtswesen  im Blick hatten, geht es heute zu mehr als 80 Prozent um die Digitalisierung von Arbeitsabläufen. Die ersten E-Government-Projekte hatten vor allem den Nutzen für den Bürger im Fokus. Innerhalb der Verwaltung brachte dies aber oft mehr Arbeit. Heute werden beide Aspekte berücksichtigt: effizientes Verwaltungshandeln plus mehr Service für die Bürger. Das bringt aus meiner Sicht den Durchbruch auf der kommunalen Ebene.

Was ist das Besondere an den diesjährigen Projekten? 

Weiß: Mit der Stadt Borgholzhausen haben wir zum einen bewusst auch eine kleine Verwaltung berücksichtigt, denn die Rahmenbedingungen sind deutlich anders als in einer großen Verwaltung. Meist kann sich eine kleine Kommune keine externe Unterstützung leisten und muss daher besonders effizient und kreativ an Projekte herangehen. Zum anderen wollten wir mit der Prämierung des Projekts Bauhof in der Stadt Marsberg zeigen, welche Chancen die Digitalisierung auch für nicht IT-affine Bereiche bietet. Das Projekt der Stadt Düren ist ein gutes Beispiel dafür, wie E-Government einen Mehrwert für Bürger mit der Verbesserung der Effizienz von Verwaltungsprozessen verbinden kann. Dabei sind alle Projekte sehr authentisch und eignen sich deshalb als Vorbilder. 

Wie bewerten Sie die Resonanz?

Steffen Schanz: Das Interesse ist nach der Veröffentlichung der Preisträger sehr groß. Wir bekommen viele Anfragen zu den Projektdokumentationen und Kontakten zu den Preisträgern. Das zeigt, dass viele unserer Kunden die gleichen Probleme haben. Alle wollen digitalisieren, neue Workflows einführen und ihre Prozesse effizient gestalten. Wir stellen deshalb die Projekte als Best Practices auf unseren Anwendertreffen vor. 

Couvigny: Mit dem Wettbewerb fördern wir die öffentliche Wahrnehmung von innovativen Ansätzen und setzen auch Impulse für eine Kulturveränderung. Unsere Erfahrung aus den vergangenen Jahren ist, dass unsere Kunden immer mehr die Chancen der Digitalisierung sowie die damit verbundenen Erleichterungen für die Verwaltungsarbeit erkennen.  

Die Vorstellung der einzelnen Projekte und die Diskussion lesen Sie im Beitrag "Ein Projekt muss Chefsache sein" in der innovativen Verwaltung, Ausgabe 1/2 2018. 

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

01.02.2018 | Strategie | Ausgabe 1-2/2018

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