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30.06.2020 | Verwaltungsmanagement | Interview | Onlineartikel

"IT ist ein Schlüsselfaktor in der Krise"

Autor:
Anja Schüür-Langkau
2 Min. Lesedauer
Interviewt wurde:
Kai Haake

ist Geschäftsführer und Syndikusanwalt des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU).

In der aktuellen Krisensituation treten die Defizite bei IT-Ausstattung und digitalisierten Prozessen im öffentlichen Sektor deutlich zutage, sagt Kai Haake, Geschäftsführer des BDU, im Interview.

Die Corona-Pandemie stellt alle vor Riesenherausforderungen. Wie haben sich die Consultingunternehmen auf diese Ausnahmesituation eingestellt? 

Kai Haake: Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben auch die Consultingbranche erreicht. Die Geschäftsklima­befragung Q1/2020 des BDU hat einen spürbaren Rückgang des Indexwertes um 29,9 Punkte auf 70,4 ergeben. Das ist der niedrigste Wert seit Beginn der Geschäftsklimaerhebung im Jahr 2006. Der überwiegende Teil der Unternehmensberater arbeitet zurzeit aus dem Home­office. Da, wo es möglich ist, werden die Beratungsprozesse auf digitalem beziehungsweise virtuellem Wege erbracht. Oft planen oder nutzen auch die Consultingfirmen – wie andere betroffene Branchen – die zur Verfügung stehenden Instrumente wie Kurzarbeitergeld oder Soforthilfeprogramme, um die gravierendsten Auswirkungen abzufedern.

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise sind derzeit noch nicht absehbar. Wie schätzen Ihre Mitglieder, die für die öffentliche Verwaltung tätig sind, die Situation ein?

In der Geschäftsklimabefragung, deren Ergebnisse wir am 20. April 2020 vorgestellt haben, gibt rund die Hälfte der Unternehmensberatungen an, dass ihre aktuelle Geschäftslage gut bis zufriedenstellend ist. Allerdings zeigen die Einschätzungen für die Geschäftsaussichten in den kommenden sechs Monaten auch Skepsis: Auf der einen Seite bleibt der Modernisierungsdruck unverändert hoch. Auf der anderen Seite werden die Ausgaben der öffentlichen Verwaltung in einer Post-Corona-Zeit möglicherweise besonderen Sparzwängen unterworfen sein.

Die Krise wird von vielen auch als Weckruf verstanden, um die Digitalisierung auch in der Verwaltung doch schneller voranzutreiben. Gibt es schon Anzeichen dafür?

Absolut, ich deutete es bereits an. Wir sehen an ganz vielen Stellen, dass der derzeitige Stand bei IT-Ausstattung und digitalisierten Prozessen in der öffentlichen Hand nicht ausreichend ist. In der momentanen Krisensituation wird es noch deutlicher, dass hier in den vergangenen Jahren zu wenig investiert worden ist: Wir hören etwa von immer noch händischer Bearbeitung der Beantragung zu Sofort-Zuschüssen und dementsprechend langen Bearbeitungszeiten.

Lesen Sie das ganze Interview in der innovativen Verwaltung 5-6 2020. 

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

2020 | OriginalPaper | Buchkapitel

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Von der IT-Strategie zur Digitalstrategie
Quelle:
IT-Controlling für die öffentliche Verwaltung kompakt

01.11.2018 | Strategie | Ausgabe 11/2018

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