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05.07.2017 | Verwaltungsmanagement | Nachricht | Onlineartikel

"Zusammenarbeit statt Kirchturmdenken"

Autor:
Anja Schüür-Langkau
Interviewt wurde:
Annika Popp

ist Bürgermeisterin der Gemeinde Leupoldsgrün im Landkreis Hof.

Annika Popp zählt zu den jüngsten Bürgermeistern in Deutschland. Im Interview erzählt sie, was sie anders macht und welche Rolle die digitalen Medien in ihrer beruflichen und persönlichen Kommunikation spielen.

Seit 2014 sind Sie Bürgermeisterin von Leupoldsgrün. Das Amt haben Sie mit 26 Jahren  übernommen. Wie lautet Ihr Resümee bezogen auf Ihre ersten Jahre in diesem Amt?

Annika Popp: Das Bürgermeisteramt macht noch mehr Freude, als ich erwartet habe. Natürlich sind es oft lange und stressige Tage und es gibt schwierige, manchmal sogar unlösbare Aufgaben und auch unzufriedene Bürger, aber größtenteils ist es eine sehr ehrenvolle und positive Arbeit, die ich im Dienste der Leupoldsgrüner Bevölkerung machen darf. Durch neue und erfolgreiche Projekte, Tatendrang und mit meiner offenen Art konnte ich auch als junge Frau manch skeptischen Bürger überzeugen. Und auch mit Firmen, Kollegen, Mitarbeitern usw. konnte ich ein gutes und vertrauensvolles Verhältnis aufbauen. In den letzten drei Jahren konnte ich in Leupoldsgrün bereits viel bewegen und auf den Weg bringen. Die Bürger ziehen mit mir an einem Strang und man bekommt ganz oft positives Feedback und Dank entgegengebracht. Das ist die beste Belohnung, die ich mir vorstellen kann.

Viele öffentliche Verwaltungen haben Nachwuchsprobleme. Was muss getan werden, um junge Menschen für die Verwaltung oder auch für ein politisches Amt zu begeistern?

Die Politik und die Verwaltungen müssen sich öffnen. Flexibel, transparent, unkompliziert, bürgernah und modern ist die ideale Kommunalverwaltung inklusive Bürgermeister/in. Bis dahin ist es aber ein langer Weg und es kostet viel Überzeugungsarbeit. Man muss als junge Führungskraft unbedingt mit gutem Beispiel vorangehen und durch Taten und Erfolge beweisen, dass „Modernisierung“ für alle Vorteile bringen kann.

Als eine der wenigen Frauen in einer männlich geprägten Domäne haben Sie für viele junge Frauen eine Vorbildfunktion. Was raten Sie jungen Frauen, die eine Karriere in der Verwaltung oder in der Politik anstreben? 

Den Frauen rate ich, nicht darüber nachzudenken, dass sie Frauen sind, sondern die Ideen und Aufgaben anzupacken und umzusetzen. Sachorientierung und Erfolge sind wichtig. Zudem müssen Frauen selbstbewusst auftreten und sich mehr zutrauen. Männer haben dabei oft weniger Probleme, obwohl sie auch nicht mehr können. Ergänzend kann man als Frau Eigenschaften wie Empathie oder eine gute Kommunikations- und Organisationsfähigkeit auch sehr gut zum Vorteil nutzen und den Männern einen Schritt voraus sein. Also: Keine falsche Bescheidenheit der Frau und loslegen statt zögern.

 Lesen Sie das vollständige Interview mit Annika Popp in der innovativen Verwaltung, Ausgabe 6/2017

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