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02.04.2019 | Verwaltungsmanagement | Nachricht | Onlineartikel

Digitalisierungstrends im weltweiten Vergleich

Autor:
Alexander Ebert

Welche Prioritäten Länder im Bereich der Digitalisierung und neuer Technologien setzen, zeigt eine aktuelle Studie. Sie beleuchtet die Zukunftsthemen von 35 Staaten rund um den Globus.

Von Asien über Amerika bis nach Europa: Rund um den Globus setzen viele Staaten auf Digitalisierung – mit unterschiedlichen Zielen und Erfolgen. Germany Trade & Invest (GTAI), die Außenwirtschaftsagentur der Bundesrepublik Deutschland, beleuchtete die Strategien der Digitalisierungswirtschaft in 35 Ländern sowie deren Stärken und Schwächen.  Die Studie basiert auf eigenen Untersuchungen zu Themen wie Künstliche Intelligenz (KI) und E-Government und wurde Anfang März 2019 veröffentlicht. 

US-Städte investieren in Smart Cities

Beispiel USA: Die Vereinigten Staaten verfolgen zwar keine ausgeprägte KI-Strategie; dafür verfügen US-Technologiekonzerne über große Potenziale und investieren massiv "in selbstlernende Algorithmen sowie in den Ausbau von Speicherkapazitäten und Energieressourcen", so die Studie. Allerdings investieren US-Städte enorme Summen in die öffentliche Sicherheit und Infrastruktur. Auch die Telemedizin könnte sich zu einem Steckenpferd der USA entwickeln; zudem will Amerika beim Mobilfunkstandard 5G Weltmarktführer werden.

China versteht Daten als Treibstoff

Beispiel China: Das Reich der Mitte versteht Daten als Treibstoff für die KI-Forschung. KI-Firmen werden durch die Regierung uneingeschränkt unterstützt. China könnte bei der digitalen Mobilität mit Konzepten wie autonom fahrenden Autos und Busflotten weltweit punkten. Insgesamt ist China weltweit auf der Überholspur, so die GTAI- Studie.

Südkorea führt bald G 5 ein

Auch anderswo in Asien setzt man auf die digitale Zukunft: Japan treibt die Entwicklung zur "Society 5.0" voran und will bei der KI vorn dabei sein. In zehn bis zwanzig Jahren könnten fast 50 Prozent der Arbeitskräfte durch Roboter oder KI ersetzt werden. In Südkorea wird in Kürze voraussichtlich eines der ersten 5G-Netze weltweit eingeführt; auch im E-Government gilt das Land als weltweit führend.

Russland investiert 20 Milliarden Euro

Zurück nach Europa. Hier zählen Dänemark und Finnland zur Weltspitze in Sachen Digitalisierung. Dahin will auch Frankreich: Die Regierung setzt auf KI-Lösungen und fördert Teilbereiche der Digitalisierung wie Industrie 4.0, Autonomes Fahren oder Cybersicherheit. Rumänien geht bei der Digitalisierung jetzt an den Start. Ungarn will das schnelle Internet und bereitet Gesellschaft und Unternehmen auf den digitalen Wandel vor. Russland plant laut GTAI bis 2024 Investitionen von über 20 Milliarden Euro in die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft und legt viel Wert auf einheimische Technologien. In Großbritannien will die Regierung die stagnierende Produktivität steigern und setzt auf (digitale) Start-ups.

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