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05.01.2017 | Verwaltungsmanagement | Nachricht | Onlineartikel

Baden-Württemberg fördert Zuwanderung ausländischer Fachkräfte

Autor:
Anja Schüür-Langkau

Welcome_Sprechblasen_mrPliskin © mrPliskin | Getty Images/iStockMit einer Geldspritze von 923.000 Euro und weiteren Initiativen will das Land mehr ausländische Fachkräfte anwerben und halten.   

„Baden-Württemberg hat als das Land mit der höchsten Industriedichte in Deutschland bereits heute einen Fachkräftemangel in den technischen Berufen, insbesondere aber auch in den Pflegeberufen. Diesen Fachkräftemangel werden wir nur abfedern können, wenn wir zum einen das inländische Fachkräftepotenzial verstärkt ausschöpfen, zum anderen internationale Fachkräfte durch verstärkte Bemühungen einer gezielten Zuwanderung gewinnen“, erläutert die Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut die Initiative.

Welcome Center ausbauen

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau plant, die überall in Baden-Württemberg angesiedelten Welcome Center für ausländische Fachkräfte im Jahr 2017 mit insgesamt 923.000 Euro zu fördern. Derzeit gibt es zehn Welcome Center. Sie sind zentrale Anlaufstellen für internationale Fachkräfte und mittelständische Betriebe und helfen zuwandernden Fachkräften und deren Familien bei der Integration. Sie bieten eine Erstberatung an und vermitteln Interessierte dann an die originär zuständigen Stellen. Themen sind beispielsweise Arbeitsuche, Aufenthaltsrecht, Arbeitsrecht, Spracherwerb, Berufsanerkennung, Bewerbung, Wohnen, Qualifizierung und Kinderbetreuung.

Das Land hätte im bundesweiten Vergleich mit heute zwölf Prozent den höchsten Beschäftigtenteil an ausländischen Fachkräften in den technischen Berufen. Diese Experten seien in den Schlüsselbranchen Automobilherstellung, Maschinenbau oder Elektrohandwerk unverzichtbar.

Internationale Hochschulabsolventen im Land halten

Zudem will die Ministerin internationale Studierende aus baden-württembergischen Hochschulen nach Abschluss ihres Studiums stärker als bisher als Fachkräfte im Land zu halten.  Dies sei "ein sehr effektiver und gezielter Weg zur Gewinnung internationaler Fachkräfte. Denn die Absolventen leben bereits in Baden-Württemberg, haben einen anerkannten inländischen Abschluss und sind vielfach mit den Anforderungen des Lebens sowie der Sprache hier vertraut."

Als Teile der Initiative sind unter anderem die gezielte Ansprache internationaler Studierender über die sozialen Medien, die Einrichtung von regionalen Bewerberplattformen und Informationsveranstaltungen für mittelständische Unternehmen geplant.

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