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12.10.2017 | Verwaltungsmanagement | Nachricht | Onlineartikel

Per Datenanalyse kostbare Schätze heben

Autor:
Alexander Ebert

Bessere Kriminalprävention, effizientere Steuererhebung, passgenaue Vermittlung von Sozialleistungen – Datenanalysen erzeugen Mehrwert in den öffentlichen Verwaltungen. Doch viele Behörden heben noch nicht ihre Schätze, zeigt eine neue Studie.

Die Datenflut nimmt zu, doch nach wie vor dominieren einfache Analysetools wie Excel oder Access in den meisten Verwaltungen. Dabei könnten komplexe Datenanalysen Risiken senken, Leistungsqualität erhöhen oder helfen, Ressourcen intelligenter einzusetzen. Zwar haben viele Verwaltungen das Potenzial von Big-Data-Technologien erkannt – darunter auch kleinere. Doch nicht einmal jede fünfte Behörde setzt diese Analysen ein. Große Bundesverwaltungen sind hier deutlich weiter als kleinere Einheiten.

Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie "Big Data, große Baustelle" der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG. Die Erkenntnisse basieren auf einer Befragung, die im Frühjahr 2017 telefonisch durchgeführt wurde. Kontaktiert wurden 103 Behörden- und Abteilungsleiter, aus Bund, Ländern und Kommunen unterschiedlicher Bereiche und Größen.

Behörden verschenken Chancen

Die strategische Bedeutung fortschrittlicher Datenanalysen ist laut Studie zwar in den meisten Köpfen der Entscheider des öffentlichen Sektors angekommen. Doch nur 18 Prozent der befragten Verwaltungen untersuchen Daten unterschiedlicher Herkunft und Struktur nach neuen Erkenntnissen und Zusammenhängen anhand komplexer Tools wie SAS, Hadoop oder Redshift. Anders gesagt: Je anspruchsvoller die Datenanalyse, desto weniger ist sie verbreitet. 

Damit verschenken die meisten Behörden Chancen, effizienter und bürgerfreundlicher zu wirtschaften. Denn mehr als 80 Prozent der Verwaltungen, die Big-Data-Lösungen einsetzen, können dadurch Risiken senken, Leistungsqualität erhöhen oder die Finanzlage verbessern – zum Teil sogar gleichzeitig, so die Studie weiter.

Datensicherheit als große Hürde 

Auf dem Weg zu mehr Effizienz sehen die befragten Entscheider die größten Hürden bei den Themen Datensicherheit (63 Prozent) und Datenschutz (62 Prozent). Auch ist nur ein Drittel der Meinung, über ausreichend qualifizierte Mitarbeiter zu verfügen, um die Organisation kontinuierlich mit Datenanalysen voranzutreiben. Unterstützung durch externe Expertisen oder Dienstleister wäre ein Ausweg; allerdings äußerte mehr als die Hälfte der Befragten hier Datenschutzprobleme, ermittelte die Studie.

Datenschutz klar regeln

Was sollte sich tun? Die KPMG-Studie empfiehlt der Politik, den Datenschutz klarer zu regeln. Verwaltungen sollten mehr externe Dienstleister hinzuziehen, eigene Big-Data-Spezialisten einstellen und ausbilden. Zudem müssten Behördenleiter in die nötigen Ressourcen investieren und bei den Mitarbeitern für mehr Wertschätzung in Bezug auf Datenanalysen sorgen.

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