Skip to main content
main-content

29.05.2018 | Verwaltungsmanagement | Interview | Onlineartikel

"Die Digitalisierung bietet eine Vielzahl von neuen Ansätzen"

Autor:
Anja Schüür-Langkau
3:30 Min. Lesedauer

Neue digitale Anwendungen, Diskussions- und Netzwerkplattform und ein Ideen-Pitch für kommunale Innovationen. Oliver Frese, Cebit-Vorstand bei der Deutschen Messe AG, stellt im Interview den neuen Bereich Digital Administration vor.

Herr Frese, wie trägt der neue Bereich "Digital Administration" den aktuellen Herausforderungen der öffentlichen Verwaltung Rechnung?

Oliver Frese: Die öffentliche Verwaltung steht ja vor vergleichbaren Herausforderungen wie viele, vor allem mittelständische Unternehmen. Es ist zum einen die Frage, wie bestehende Prozesse mithilfe neuer Anwendungen effizienter gestaltet werden können. Nach wie vor geht es in Behörden und eben auch in den Unternehmen um höchste Effizienz bei geringen Kosten. Da bietet die Digitalisierung eine Vielzahl von neuen Ansätzen, die auch alle auf der neuen Cebit präsentiert werden. Andererseits geht es um den verbesserten Service durch die digitale Transformation für den Bürger, also quasi dem "Kunden" der öffentlichen Verwaltung. Wir sind davon überzeugt, dass die Verwaltung von Unternehmen und die Unternehmen von der Verwaltung lernen können. Daher haben wir den Bereich Digital Administration in die Plattform d!conomy integriert. Mit einem eigenen Programm auf der d!talk-Bühne und dem dazugehörenden Bereich für das Netzwerken werden zudem der Wissensaustausch und die Vernetzung aller Akteure sichergestellt.

Welche kommunalen Themen werden auf der Cebit aufgegriffen?

Es geht auf den Ständen der Unternehmen, die sich auf Europas Business-Festival für Innovation und Digitalisierung präsentieren, um die Frage, wie sich Abläufe in Behörden effizienter gestalten lassen. Und natürlich um die Frage, welche Services für den Bürger mithilfe digitaler Anwendungen besser gestaltet werden können. Darüber diskutiert ja auch die neue Bundesregierung gerade sehr intensiv. Terminvereinbarungen bei den Behörden gehen heute schon spielend und sehr verlässlich online, aber wann kann der Bürger sich online ummelden oder einen neuen Personalausweis bestellen – und das vor allem rechtssicher?

Was erwartet die Besucher inhaltlich im Bereich "Digital Administration"?

Vor allem viele gute Beispiele von Kommunen und auch Anbietern, wie die Digitalisierung von Verwaltung in den unterschiedlichen Aufgabengebieten funktionieren kann. Digitalisierung heißt ja auch voneinander lernen. So werden beispielsweise der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB), die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) und kommune.digital am 15. Juni gemeinsam den Ideen-Pitch impulse.digital veranstalten. Gesucht und prämiert werden Ideen für den digitalen Wandel in Kommunen. Der Anbieter Materna wird über die Einführung von Chatbots in Rathäuser und Behörden informieren, die die Kommunikation zwischen Behörde und Bürger deutlich vereinfachen können. Die Mach AG präsentiert nicht nur einen Fitness-Check, sondern zeigt auch, wie sich Künstliche Intelligenz oder Virtual Reality in die Arbeit von Behörden einbauen lässt. Und natürlich geht es auch um die Finanzen, etwa bei dem Aussteller mps public solutions. Zusammenfassend: Die IT-Entscheider aus den Rathäusern und auch die Bürgermeister und Mitglieder in den Stadt- und Gemeinderäten sollten die Cebit besuche, um zu sehen, was heute möglich ist und morgen notwendig sein wird.

Wie ist das neue Konzept bei den Ausstellern angekommen?

Wir haben ja bereits im Spätsommer 2016 mit der Arbeit am neuen Konzept der Cebit begonnen und es im Rahmen der Veranstaltung im März 2017 öffentlich gemacht. Auch wenn wir die neue Cebit im engen Schulterschluss mit unseren Ausstellern entwickelt hatten, waren wir doch auf die Reaktionen des Marktes sehr gespannt. Tatsächlich war die Begeisterung der Digitalbranche sehr groß, und wir hatten in vielen Gesprächen im Anschluss das Gefühl, als sei eine Art Knoten geplatzt. Die Kreativität des neuen Konzepts, das ja Business mit Emotionen, Technologie mit Inszenierung und Networking mit Festival verbindet, hat viele Unternehmen animiert, ihre Auftritte auf der Cebit komplett umzubauen. Die Cebit 2018 wird sehr viel interaktiver für die Besucher, sie werden mehr Digitalisierung erleben und buchstäblich begreifen können als in den Vorjahren.

Lesen Sie das vollständige Interview in der innovativen Verwaltung 5/2018.

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

01.04.2018 | Steuerung | Ausgabe 4/2018

Was die Digitalisierung von Verwaltungsprozessen bringt

01.03.2018 | Strategie | Ausgabe 3/2018

Erfolgsfaktoren der kommunalen Digitalisierung

Das könnte Sie auch interessieren