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23.03.2017 | Verwaltungsmanagement | Nachricht | Onlineartikel

Wie sicher sind E-Mails?

Autor:
Anja Schüür-Langkau
1:30 Min. Lesedauer

Die meisten Bürger halten E-Mails für unsicher und wollen wichtige Informationen nicht elektronisch erhalten, so das Ergebnis einer Studie. 

E-Mails sind in der geschäftlichen und privaten Kommunikation des am meisten genutzte Medium. Statista zufolge nutzen 83 Prozent der Deutschen das Internet, um E-Mail zu empfangen oder zu versenden. Dabei hat die E-Mail als sicheres Kommunikationsmittel nicht den besten Ruf. 

Eine Studie des Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) stellte 2015 in einer Studie fest, dass 81 Prozent der Unternehmen die Sicherheit von E-Mails als stark verbesserungswürdig ansehen. Dabei setzt jedes zweite Unternehmen technische Lösungen ein, um gefälschte E-Mails zu erkennen. Auch den  Bürgern fehlt das Vertrauen in dieser Sicherheit der E-Mail-Kommunikation –  vor allem, wenn es um wichtige  Dokumente und Informationen geht. 

Bürger wollen von Behörden keine E-Mails erhalten 

So finden es 54 Prozent schlecht, wenn Unternehmen oder Behörden Informationen per E-Mail verschicken oder im Online-Postfach zustellen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Institut Dimap im Auftrag des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit (Divisi). Befragt wurden Anfang März diesen Jahres 1.000 Personen in Deutschland ab 14 Jahren. 

Dabei gilt: Je jünger die Befragten, desto geringer die Skepsis. Während 62 Prozent der 14- bis 34-Jährigen die elektronische Zustellung von Dokumenten gut finden, bewerten alle anderen Altersgruppen dies mehrheitlich als schlecht. Bei den über 65-Jährigen sind sogar zwei Drittel gegen E-Mails von Behörden. 

Ängste der Bürger im Blick behalten

Insgesamt äußern 63 Prozent der Befragten Sicherheitsbedenken. Dabei geben im Einzelnen 25 Prozent der Befragten an, sehr besorgt zu sein, 38 Prozent zeigen sich eher besorgt, 24 Prozent eher nicht besorgt und acht Prozent gar nicht besorgt. Bei allen Digitalisierungsbestrebungen gelte deshalb, "die Interessen der Kunden und Bürger nicht aus den Augen zu verlieren und ihre Besorgnisse ernst zu nehmen", rät Matthias Kammer, Direktor des Divisi.

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