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13.09.2017 | Verwaltungsmanagement | Nachricht | Onlineartikel

Ethische Fragen zum digitalen Wandel klären

Autor:
Hergen H. Riedel

​​​​​​​Technologisch eröffnet die Digitalisierung viele Möglichkeiten. Damit auch gesellschaftliche Implikationen nicht aus dem Blick geraten, will die Initiative D21 Grundlagen zur digitalen Ethik definieren.

In technologischer Hinsicht erreicht die Digitalisierung viele Lebensbereiche. Doch die ethische Reflexion kommt bisher zu kurz, so die Einschätzung der erst Anfang 2017 gegründete Arbeitsgruppe "AG Ethik" der Initiative D21. Derzufolge ist hat die Digitalisierung eine Dimension erreicht, "die neue Formen der Datifizierung (Datenerhebung, -auswertung, -interpretation), der Automatisierung (zum Beispiel über Algorithmen), der Virtualisierung und Vernetzung sowie der Mensch-Maschine-Interaktion zulassen". 

Viele dieser Möglichkeiten werden heute schon genutzt. Deshalb sei "hinsichtlich ihrer ethischen Einordnung Dringlichkeit geboten".  Die AG Ethik hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, nun auch human-ethische Aspekte – jenseits der technischen Transformation – zu beleuchten. 

Werte und Haltungen definieren

Die jetzt dazu erstellte Studie, mit der die AG ihre Diskurse zur Digitalisierung eröffnet, trägt daher den programmatischen Untertitel: "Eine normative Orientierung in der vernetzten Welt." Dabei geht es um Werte und Haltung bei Datenerfassung (Sensorik), -auswertung (Big Data) und Interpretation (Künstliche Intelligenz), Automatisierung und algorithmische Entscheidungsprozesse. 

"Mittlerweile ist vieles technologisch möglich, aber die Rahmenbedingungen, wie diese Möglichkeiten gestaltet werden sollen, sind noch nicht gesellschaftlich definiert", sagt Nicolai Andersen, D21-Vorstand und Leiter der Arbeitsgruppe. 

Orientierung bieten 

 Das Ziel der AG ist, eine Orientierung zu bieten, "mit dessen Hilfe der Digitalisierungsprozess freiheitsfördernd gestaltbar wird. Denn nur mit einem verlässlichen Koordinatensystem lassen sich die Chancen der vernetzten Welt zielgenau ansteuern."

Die AG versteht sich als Netzwerkknoten und besteht aus Vertretern von Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Netzpolitik und Ministerien, Verwaltungen. Sie diskutieren etwa am Beispiel autonomes Fahren, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf das Individuum hat.  Zu den weiteren Themen zählen die Digitalisierung im Gesundheits- und Pflegesektor, im Finanzmarkt und in der Landwirtschaft.  Thematisiert werden aber auch konkrete Sachverhalte zur Personifizierung von Online, zur verkürzten Kommunikation beispielsweise bei Shitstorms, Fake News  oder Cybermobbing. 

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