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29.07.2019 | Verwaltungsmanagement | Nachricht | Onlineartikel

Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel im öffentlichen Sektor

Autor:
Anja Schüür-Langkau
1:30 Min. Lesedauer

Im öffentliche Dienst geht es voran. Fast alle Kommunen haben inzwischen aktive Maßnahmen gegen den demografischen Wandel eingeleitet, so eine aktuelle Studie. 

Schon heute klagen in viele Bereiche im öffentlichen Dienstes über Personalnot. "Gut 40 Prozent der derzeit im öffentlichen Dienst Beschäftigten erreichen in den nächsten 15 Jahren das pensionsfähige Alter. Dabei fehlt es schon jetzt vor allem im IT-Bereich, in den Ingenieurstudiengängen und in der Berufsgruppe der Erzieherinnen und Erzieher an Fachkräften."

Diese Aussagen basieren auf einer aktuelle Studie des Innovators Club des Deutschen Städte und Gemeindebundes (DStGB) und der Berliner Unternehmensberatung Publecon. Dafür wurden bundesweit rund 500 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Personalverantwortliche aus Städten und Gemeinden befragt. Die Ergebnisse haben die Initiatoren in der Publikation "Demografieorientiertes Personalmanagement im öffentlichen Dienst – Öffentliche Arbeitgeber im Spannungsfeld von demografischem Wandel und Digitalisierung", zusammengefasst.

Demzufolge zählen gehören die Digitalisierung von Verwaltungsleistungen und der Ausbau der digitalen Infrastruktur neben dem demografischen Wandel und der aufgabengerechten Finanzausstattung zu den größten Aufgaben der Kommunen.

Positive Entwicklung

Die Studie bescheinigt den Kommunen in einigen Bereichen eine positive Entwicklung. So sei der Anteil derer, die aktiv Maßnahmen gegen den demografischen Wandel ergreifen, im Vergleich zur Vorgängerstudie aus dem Jahr 2012 gestiegen. "Fast alle Kommunen haben mittlerweile damit begonnen, die Hebel in die richtige Richtung umzulegen. Fast jede dritte der befragten Behörden bildet über Bedarf aus", so die Erkenntnis. 

Arbeitgebermarke aufbauen

Auch werden Maßnahmen, wie flexible Arbeitszeiten, Aus- und Weiterbildung, Vorgesetzten-Mitarbeiter-Gespräche, leistungsorientierte Entlohnung oder Sabbaticals immer häufiger genutzt. Die wichtigste strategische Ausrichtung sehen die meisten Befragten jedoch darin, die Kommune als attraktiven Arbeitgeber darzustellen. Im Mittelpunkt stünden dabei die eigenen Beschäftigten als Markenbotschafter. 

Auch hinsichtlich der Digitalisierung bescheinigt die Studie den Städten und Gemeinden eine positive Entwicklung. Die Kommunen hätten die Herausforderung erkannt und beginnen damit "ihre Verwaltungen entsprechend auszurichten", kommentiert Gerd Lansberg, Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes.

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