Skip to main content
main-content

11.02.2019 | Verwaltungsmanagement | Nachricht | Onlineartikel

Gemeinsame Standards für Servicekonten schaffen

Autor:
Alexander Ebert

Servicekonten und -postfächer gelten als die Treiber zukünftiger E-Government-Dienste. Die digitale Schnittstelle braucht gemeinsame Standards wie in der Industrie üblich, so ein neues Positionspapier.

Der Zeitplan gilt als ambitioniert: Bis 2022 müssen laut Onlinezugangsgesetz die Verwaltungsleistungen von Bund, Ländern und Gemeinden auch elektronisch angeboten werden – über Verwaltungsportale. Diese werden in einem Portalverbund technisch und logisch verknüpft, damit Nutzer auf allen Ebenen einen einheitlichen Zugang zu den gewünschten Verwaltungsleistungen finden. Verwaltungen, Bürger und Unternehmen greifen auf Leistungen über Nutzerkonten zu. 

Wie die E-Government-Dienste ein Erfolg werden, dazu hat die Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunalen IT-Dienstleister, Vitako, jetzt ein Positionspapier veröffentlicht. Es versteht sich als fachliche Empfehlung an den IT-Planungsrat.

Vorreiter nicht bestrafen

Danach begrüßt Vitako die Umsetzung des Online-Zugangsgesetzes, gut sei auch die Schaffung des Portalverbunds. Allerdings müssten die vorhandenen Lösungen aus dem kommunalen Raum in den Portalverbund integriert werden: Vorreiter der Digitalisierung dürften nicht durch neue Konzepte von Servicekonten bestraft werden – was im Übrigen hohe Investitionen zunichte machen würde. 

Zwischenschritte bis zum Ziel

Da vor Ort unterschiedliche IT-Architekturen nicht kompatibel seien, schlägt Vitako zwei Schritte auf dem Weg zur notwendigen Interoperabilität vor: In einem ersten Schritt soll ein Rechte- und Rollenkonzept umgesetzt werden – basierend auf den Rollen "Administrator" und "(fachlicher) Benutzer". Dann sollte die Abbildung von Rechten und Rollen beziehungsweise Vertreterregelungen im Portalverbund nochmals explizit untersucht werden, "damit praktikable Lösungen erarbeitet werden können."

Wettbewerb der Ideen

Unerlässlich sei es, die IT-Strukturen bei Bund, Ländern und Gemeinden anzugleichen. Diese Interoperabilität löse einen Wettbewerb der Ideen um gute Lösungen zwischen den Anbietern von Servicekonten aus. Ziel müsse es sein, gemeinsame Standards analog zu Industriestandards wie SAML und eDelivery zu kommen, so das Vitako-Positionspapier "Interoperabel Postfächer und Servicekonten" aus Januar 2019.

Servicekonto inklusive Postfach

Zudem spricht Vitako dafür aus, dass jedes Servicekonto mit einer Postfach-Funktion ausgestattet wird, "nicht zuletzt aufgrund des Kommunikationsbedürfnisses, das oft mit der Nutzung von Verwaltungsleistungen einhergeht." Obendrein regt Vitako an, die EU-Erkenntnisse für einen interoperablen Postfach-Basisdienst zu nutzen (etwa das "4-Corner-Model").

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

Das könnte Sie auch interessieren

03.09.2018 | Verwaltungsmanagement | Nachricht | Onlineartikel

Was Bürger unter E-Government verstehen

29.01.2018 | Verwaltungsmanagement | Nachricht | Onlineartikel

TÜV für E-Government

Bildnachweise