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13.12.2017 | Verwaltungsmanagement | Nachgefragt | Onlineartikel | In Kooperation mit: Bund Deutscher Unternehmensberater e.V.

Genug Herausforderungen in der öffentlichen IT – Muss nun auch noch konsolidiert werden?

Autor:
Peter Krolle

Weniger Rechenzentren und IT-Lösungen, besser integrierte Systeme und klare Standards sind im Bereich der öffentlichen IT die wichtigsten strategischen Zielsetzungen für die nächsten Jahre.

Die neue Bundesregierung hat gewaltige Herausforderungen im eigenen Haus zu bewältigen:

  • Das Online-Zugangsgesetz, mit dem alle Behörden verpflichtet werden, ihre Leistungen online anzubieten,
  • muss in die Verwaltung hinein Wirkung zeigen. E-Akte, Workflow sowie automatisierte Ablagen und Archive schaffen die notwendigen Freiräume für die an menschliche Intelligenz gebundenen Aufgaben. 
  • Digitalisierung ist nicht nur Breitbandverkabelung, sondern auch intelligente Nutzung der Automatisierung. Einige wichtige Chancen der nächsten Jahre bieten Cloud-Dienste, Servicekonten, elektronische ID, Open und Big Data. Schlaue Anwendungen für das Internet der Dinge oder Robo-Government sind schon in Sicht. Die öffentliche Verwaltung muss den technologischen Fortschritt schneller als in der Vergangenheit für sich nutzen. 
  • Data Analytics oder künstliche Intelligenz sind zu wenig genutzte Technologien in der öffentlichen Verwaltung. Zum Beispiel müssten mehr als 50 Sicherheitsbehörden in Deutschland ihre Daten besser vernetzen. 
  • Die Sicherheitsanforderungen im Internet und in der DV steigen immens, weil Cyber-Kriminelle und Manipulatoren aufrüsten: Beeinflussung der öffentlichen Meinung und unserer demokratischen Wahlen, Manipulation der Versorgungs- und Sicherheitssysteme, selbst Fremdsteuerung von Fahr- und Flugzeugen sind nicht nur Fantasie von Krimi-Autoren, sondern bereits Realität.

Die Aufgaben der Zukunft

Reichen diese Aufgaben für die nächsten Jahre nicht aus? Müssen bewährte Systeme durch neue ersetzt werden? Müssen die in den Behörden angesiedelten Rechenzentren, die zwar klein, aber auch besonders wendig sind, die nah am Nutzer Anforderungen analysieren und erfüllen, in Supra-Behörden überführt werden? Müssen neue Standards und Richtlinien entwickelt werden und viele Nutzer in der Bundesverwaltung andere Oberflächen, Prozesse und Bezeichnungen lernen?

So unangenehm diese Aspekte einer Konsolidierung auch sind, die Antwort lautet: Ja, das muss sein. Die beschlossene Konsolidierung der Rechenzentren und IT-Lösungen macht die notwendige Modernisierung erst möglich. Denn auch die begrenzten Ressourcen müssen bedacht werden. Hinzu kommen Nachwuchssorgen im Bereich der IT. Die Gehälter der IT-Spezialisten haben längst Höhen erreicht, bei denen die öffentliche Verwaltung nicht mithalten kann. Diese Gründe erfordern eine Beschränkung in der Vielfalt. Die Konsolidierung auf wenige Systeme in großen Rechenzentren schont Aufwand und Personal und eröffnet neue Spielräume und Möglichkeiten.

Der Beitrag ist erschienen in der innovativen Verwaltung 12/2017.

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