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26.03.2018 | Verwaltungsmanagement | Nachricht | Onlineartikel

Was Bürgermeister bewegt

Autor:
Hergen H. Riedel

Digitalisierung, Mobilität, Zuwanderung, Sicherheit und soziale Ungleichheit sind die neuen Themen in Rathäusern, so das Ergebnis der Umfrage "OB-Barometer".

Themen wie die Integration von Flüchtlingen (72 Prozent), Digitalisierung (63 Prozent) und Mobilität (44 Prozent) stehen oben auf der Agenda, wenn Oberbürgermeister nach den größten Herausforderungen für die deutschen Städte gefragt werden. 

Die aktuelle Herbst-Befragung von 113 "Stadtspitzen" signalisiert aber einen Bruch zwischen Bundesperspektive und Vor-Ort-Sicht.  Denn dort liegt die Integration bei der Hälfte der Befragten nach wie vor vorn auf der Relevanz-Liste, doch danach folgen Kernbereiche wie Wohnen und Finanzen. Zudem hat das Thema Zuwanderung im Vergleich zu 2016 an Brisanz (77 Prozent) verloren.

Im "OB-Barometer" befragt das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) seit 2015 jährlich (Ober-) Bürgermeister deutscher Städte ab 50.000 Einwohnern.  Im Kern geht es dabei um kommunale Handlungsfelder und deren Veränderungen.

Integration, Wohnen, Haushalt

In der Sicht auf die nächsten fünf Jahre rücken die großen Bundes-Themen indessen auch auf kommunaler Ebene in den Fokus: So werden Digitalisierung und Mobilität an Bedeutung gewinnen. Wohnen rangiert auf Platz fünf, Bildung auf sieben, Bürgerbeteiligung auf zehn. Das Thema soziale Gerechtigkeit steigt in der Wahrnehmung hingegen wieder an und erreicht Position sechs.

Haushalts-Rahmenbedingungen verbessern

Unverändert deutlich fordern die Städte veränderte Rahmenbedingungen, um die Haushalte zu stabilisieren. Zudem fordern sie mehr Unterstützung bei den Themen Verkehr, Bildung und Städtebau von der Europäischen Union, Bund und Ländern. 

Bei Wohnen und Verkehr zeigen sich sonst eher marginale Unterschiede mit Blick auf die Größe einer Stadt. Großstädten mit mehr als 20.000 Einwohnen brennen Wohnungsbau und Verkehrspolitik – Stichwort "Dieselgipfel" – auf den Nägeln.  In mittelgroßen Städten geht es eher um Integration und Haushalt.

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