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05.11.2019 | Verwaltungsmanagement | Im Fokus | Onlineartikel

Hamburg ist die smarteste deutsche Stadt

Autor:
Anja Schüür-Langkau

Deutschlands Großstädte setzen beim Thema Smart City unterschiedliche Schwerpunkte. Hamburg, Karlsruhe und Stuttgart haben die Nase vorn. Doch vielen Städten gibt es Nachholbedarf, so das Ergebnis des aktuellen Smart-City-Index. 

   

Unter Smart City werden ganzheitliche Konzepte verstanden, die das Ziel haben, Städte digitaler, effizienter, technologisch fortschrittlicher, grüner und sozial inklusiver zu gestalten. Die Hansestadt Hamburg scheint dabei auf einem guten Weg zu sein. Das bescheinigt ihr zumindest der Digitalverband Bitkom im diesjährigen "Smart City Index". Dort liegt Hamburg mit 79,5 von 100 Punkten in der Gesamtbetrachtung auf Platz eins des Rankings. Danach folgen Karlsruhe (69 Punkte), Stuttgart (68.6 Punkte), Berlin (68,1 Punkte) und München mit 67, 7 Punkten.

Für die Analyse haben die Experten von Bitkom Research alle 81 Städte mit mindestens 100.000 Einwohnern in den fünf Themenbereichen Verwaltung, IT- und Telekommunikations-Infrastruktur, Energie und Umwelt, Mobilität sowie Gesellschaft. Für diese Bereiche wurden insgesamt 35 Indikatoren bewertet, die wiederum aus 96 Parametern bestehen – von Online-Bürger-Services über Sharing-Angebote für Mobilität und intelligente Mülltonnen bis zur Breitbandverfügbarkeit.

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Unterschiedliche Schwerpunkte

Hamburg punktet vor allem in Gesellschafts- und Umweltfragen, während Karlsruhe vor allem im Bereich Mobilität mit innovativen Verkehrskonzepten reüssiert. Auch in Stuttgart steht das Thema Mobilität ganz oben auf der Agenda, beispielsweise mit Online-Infos über freie Parkplätze und Sharing-Angeboten.  Berlin wiederum treibt digitale Bürgerservices verstärkt voran, hat einen Chatbot und eine übergreifende Mobilitäts-App auf den Markt gebracht. München ist in den Bereichen Infrastruktur und Mobilität besonders smart und bietet ein öffentliches W-Lan und schnelles Internet.

Vorbild Arnsberg

Doch längst nicht nur Großstädte haben sich inzwischen auf den Weg zur Smart City gemacht. So hat beispielsweise Arnsberg, eine Stadt 74.600 Einwohnern, schon 2015 eine digitale Agenda mit acht Handlungsfeldern auf den Weg gebracht und konsequent umgesetzt. Die Handlungsfelder, zu denen unter anderem ein leistungsstarkes Breitband, freies W-Lan, digitale Bürgerservices, Unterstützung der digitalen Wirtschaft, digitale Bildung und digitale Souveränität zählen, haben Hans-Joseph Vogel, Karlheinz Weiser und Wolf D. Hartmann im Buchkapitel "Arnsberg will digitalen Ansprüchen seiner Bürger genügen", näher beschrieben (Seite  20 ff.).

Stadtwerke als Treiber

Das sich solche smarten Anwendungen und Projekte für Städte wirklich lohnen und die Effizienz steigern, haben andere Analysen schon gezeigt. "Im Smart City Business Case für Brüssel erzielen allein Smart-Energy-Anwendungen bereits eine Relation zwischen Nutzen und Investitionen von 6:1 bei einer Amortisation von elf Jahren, Smart-Environment-Anwendungen sogar eine Nutzen-Investitions-Relation von 14:1 bei vier Jahren Amortisation", schreiben die Springer-Autoren Bernhard Schumacher und Martin Selchert im Buchkapitel "Smart Citizenship – Stadtwerke als Smart-City-Entwicklungsträger für, mit und in Städten" auf Seite 643. Den Autoren zufolge sollten Städte vor allem die Stadtwerke "als Umsetzer von Smart Cities" nutzen. Sie seien "als zentrale Entwicklungsträger für die Transformation zur Smart City über die ganze Breite gut positioniert." Stadtwerke hätten zudem viel Erfahrung im Design, Bau, Betrieb und Wartung ausfallsicherer kommunaler Netzwerke und integrieren schon heute Ansätze der Smart Energy oder Smart Infrastructure zur Effizienzsteigerung ihrer Anlagen (Seite 646).

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