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18.09.2017 | Verwaltungsmanagement | Infografik | Onlineartikel

Bürger fordern eine digitale Verwaltung

Autor:
Sven Eisenkrämer

Die Deutschen wünschen sich, Verwaltungsangelegenheiten online abwickeln zu können. Das Bürgerkonto als Schnittstelle zwischen Verwaltung und Bevölkerung stößt ebenfalls auf Zustimmung – sofern die Datensicherheit gewährleistet ist.

In Deutschland wünscht sich die große Mehrheit der Menschen einen digitalen Verwaltungsservice. Das hat eine repräsentative Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC (Pricewaterhouse Coopers) ergeben. 

91 Prozent der Bundesbürger wollen demnach Online-Angebote von Kommunal-, Landes- oder Bundesverwaltungen nutzen und beispielsweise Pässe, Kindergeld oder andere Leistungen per Rechner, Tablet oder Smartphone aus der Ferne beantragen. Auch die Zustimmung zu einem Bürgerkonto als Schnittstelle zwischen Kommune und Bevölkerung ist mit 81 Prozent eindeutig hoch. Unter denjenigen, die sowieso die digitale Verwaltung wünschen, würden sogar 90 Prozent die Nutzung eines Bürgerkontos befürworten, also einem Online-Account, über den die Nutzer mit ihren gespeicherten Daten die Kommunikation mit der Verwaltung betreiben und die meisten Angelegenheiten online bearbeiten können. 

Datensicherheit ist den Deutschen wichtig

Die Deutschen setzen für diese Angebote allerdings einen funktionierenden Datenschutz und hohe Datensicherheit voraus. Wie die PwC-Umfage ergab, vertrauen 82 Prozent der Deutschen der kommunalen Verwaltung in diesen Fragen – ihnen würden sie den Datenzugriff aufs Bürgerkonto bedenkenlos gewähren. Während 74 Prozent auch Sozialversicherungsträgern den Datenzugriff erlauben würden und 59 Prozent immerhin noch den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, sind nicht einmal die Hälfte der Deutschen bereit, ihr Bürgerkonto auch dem Finanzamt freizugeben.

Alfred Höhn, Leiter Öffentlicher Sektor bei PwC zieht als Fazit: "Die meisten Deutschen sind eindeutig für das digitale Bürgerkonto – allerdings nur, wenn die zu findende Lösung sicher ist und der Bürger die Hoheit über seine persönlichen Daten behält."

Die Umsetzung von E-Government in Deutschland läuft jedoch noch schleppend. Die Bundesländer sähen, "dass wir bei der Digitalisierung einen deutlichen Schritt nach vorne gehen müssen. Jeder weiß, wir haben kein Erkenntnis-, sondern ein reines Umsetzungsproblem", sagt Klaus Vitt, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern (BMI) und Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik, in einem Interview im Springer-Magazin "Innovative Verwaltung" (3/2017).  

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