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17.09.2019 | Verwaltungsmanagement | Nachricht | Onlineartikel

Wie die Deutschen die Digitalisierung sehen

Autor:
Alexander Ebert

Gut die Hälfte der Bundesbürger glaubt, der digitale Wandel bringe den Menschen sowohl Vor- als auch Nachteile. Mehr Vorteile sehen unter anderem Jüngere und gut Gebildete, so eine neue Studie.

Im Prinzip stehen die Deutschen der Digitalisierung aufgeschlossen gegenüber. So erwarten 81 Prozent, dass der technischen Wandel ihnen die Arbeit erleichtert. Allerdings finden 83 Prozent, dass die Politik die Bevölkerung zu wenig auf das digitale Zeitalter vorbereitet habe. Zweiter Kritikpunkt: Die digitale Infrastruktur lasse zu wünschen übrig. Häufig klagten die Nutzer von Smartphone, Tablet und Co. über schlechte Netzabdeckungen oder langsames Netz-Tempo auf dem Land.   

So lauten einige Ergebnisse des neuen "Digitalisierungsmonitors 2019", den die FDP-Bundestagsfraktion bei Forsa in Auftrag gegeben hatte. Für die Untersuchung wurden im Juni 2019 insgesamt 1.007 Bürger per systematischem Zufallsverfahren telefonisch befragt. 

Fokus auf Bildung und Mobilität

Die Befragung rückt vor allem die Themen digitale Bildung und digitale Mobilität in den Fokus. Die größten Fortschritte durch die Digitalisierung erwarteten die Bürger in den Bereichen Bildung (81 Prozent), Wissenschaft und Forschung (74 Prozent) sowie in der Arbeitswelt (64 Prozent).

Besonders häufig meinen die Befragten der Studie zufolge, "dass sich Lehrer zu digitalen Themen und Methoden regelmäßig fortbilden sollten (97 Prozent) beziehungsweise dass digitale Medienkompetenz verpflichtend im Lehrplan aufgenommen werden sollte (94 Prozent )." Vier von fünf Befragten (78 Prozent) glauben zudem, dass intelligente Software wie ein E-Klassenbuch die Lehrkräfte entlaste und "dass sie mehr Zeit für ihre Schüler haben".

Arbeitsalltag profitiert

Etwa die Hälfte der Befragten sieht große Veränderungsmöglichkeiten in der Arbeitswelt. So geben 44 Prozent der Erwerbstätigen an, "dass sie durch digitale Anwendungen ihre Arbeit ortsungebunden, also zum Beispiel von zu Hause aus, erledigen können." Bei 54 Prozent wäre das nicht möglich. 81 Prozent der Erwerbstätigen sind zudem der Meinung, dass die Digitalisierung von Arbeitsschritten Vorteile für ihren Arbeitsalltag mit sich bringt – 17 Prozent sehen das laut Studie anders.

App macht mobil

Mit Blick auf die Mobilität können sich 71 Prozent der Befragten vorstellen, einem Nachbarn etwas per App Bestelltes aus dem Supermarkt mitzubringen, 30 Prozent würden fremde Privat-Pkw per App anmieten und 46 Prozent ÖPNV-Flatrates nutzen, deren Nutzungspaket öffentliche Verkehrsmitteln, Carsharing und Mietfahrräder einschließt.

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