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05.12.2017 | Verwaltungsmanagement | Nachricht | Onlineartikel

Bundesweiter Schutz vor Cyber-Angriffen

Autor:
Hergen H. Riedel

Weit vernetzte IT-Systeme der öffentlichen Hand sind nur so sicher wie das schwächste Glied in der Kette. Eine neue generelle Prüf-Software soll Schwächen der gesamten Bundes-IT entdecken und sie widerstandsfähiger machen.

Die Vernetzung im E-Government nimmt zu und mit ihr die Zahl der Endgeräte. Dadurch steigt auch die Gefahr durch Cyber-Kriminelle, denn sie nutzen das schwächste System als Einfallstor. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nutzt daher künftig ein digitales Schwachstellen-Management, um Sicherheitslücken in der gesamten Infrastruktur eines Netzwerks auszumachen. Es soll gegen Missbrauch schützen, bevor ein Angriff erfolgt.

Automatische Schwachstellen-Prüfung

Dabei setzt die Prüf-Software nicht nur am zentralen Server an, sondern führt Sicherheits-Checks der Einzelsysteme im Netzwerk durch – flächendeckend, regelmäßig und tagesaktuell. Dank des automatischen Security-Updates ist der Schutz sensibel für schnell auftauchende neue Schadsoftware. Das Ziel ist, die einzelnen Schwachstellen zu beheben, um das gesamte Netz zu härten. Ein Schwachstellen-Scanner durchläuft dazu das Netzwerk, erkennt die Einzel-Systeme und checkt diese mit tagesaktuellen Prüfmodulen. Warnmeldungen zeigen die Sicherheitslücken. Ein Schwachstellen-Management stellt die Prüfergebnisse zusammen, bevor die IT Cyber-Attacken ausgesetzt ist.

Schutz für öffentliche Institutionen und Bürger

Dazu wurde jetzt ein Vertrag mit dem Unternehmen Greenbone geschlossen. Der Schutz gilt bundesweit für die Bundesbehörden und darüber hinaus für staatliche Institutionen wie Gerichte, Verfassungsorgane und Zuwendungsempfänger des Bundes, Fraktionen des Bundestages, Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen mit mehr als 50 Prozent Bundesanteil. Dirk Schrader von Greenbone Networks Osnabrück: "Wir sind sicher, dass mit der Greenbone Schwachstellen-Management-Lösung die IT-Systeme der öffentlichen Hand deutlich widerstandsfähiger gegen Cyber-Angriffe werden – und damit die Daten der Bürger besser geschützt sind."

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