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Kommunale Ideen für bedarfsgerechte Mobilität

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Zahlreiche Kommunen in Deutschland haben pfiffige Ansätze entwickelt, wie der Autoverkehr reduziert und Mobilität bürgerfreundlich angeboten werden kann. Die besten Ideen bekamen Preise.

Der Wettbewerb „Zu Hause unterwegs. Mobil in ländlichen Räumen“ prämierte pfiffige bedarfsgerechte Mobilitätskonzepte von Kommunen, die den Autoverkehr reduzieren. Sharing-Konzepte spielen dabei oft eine Rolle.


Auf dem Land muss für jeden Weg das eigene Auto herhalten? 20 Kommunen wissen, dass es anders geht, und zeigen, wie sie attraktive Alternativen zum eigenen Pkw in ihren Wohngebieten umgesetzt haben. Sie wurden im Wettbewerb "Zu Hause unterwegs. Mobil in ländlichen Räumen" des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) ausgezeichnet. Prämiert wurden Lösungen, die die Anbindung der Quartiere an Bus und Bahn verbessern, Sharing-Angebote enthalten und das Fuß- und Radwegenetz optimieren.

"Bitte wenden!"-Projekt in Pfaffenhofen

Pfaffenhofen in Bayern gehört neben Neunkirchen und Reutlingen mit "Bitte wenden!" zu den drei Gewinnerprojekten mit Sonderauszeichnung. Seit 2022 sorgt ein On-demand-Bus-Angebot dafür, dass Stadtgebiete und Ortsteile bedarfsgerecht mobil sind. Eine Sharing-Station verknüpft E-Bikes, Lastenräder und ein Sharing-E-Auto mit einer neu angelegten Haltestelle im bereits bestehenden Bedarfsverkehr. Mit Aktionen wie "Auto abgeben" animierte die Stadt die Bürgerinnen und Bürger, für einige Wochen auf den Pkw zu verzichten. Dafür erhielten die Teilnehmenden ein Mobilitätsbudget, um umweltfreundliche Fahrangebote zu testen und das eigene Mobilitätsverhalten zu hinterfragen.

Integrierte Mobilität in Neunkirchen

"Integrierte Mobilität denken, den Umweltverbund stärken!" heißt das Projekt der Stadt Neunkirchen in Nordrhein-Westfalen. Die Kommune machte Wege für den Fußverkehr mit Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger sicherer und attraktiver. Zudem verbindet eine neue Mobilstation im Stadtkern die Menschen vor Ort auf vielfältige Weise: Ob mit dem Rad, dem Bus oder zu Fuß – Mobilität soll hier für alle einfach und zugänglich sein. An Grundschulen wurden Hol- und Bringzonen eingerichtet, Gehwege verbreitert und Haltestellen verlegt, damit der Schulweg für alle sicherer wird.

Ideen für den ersten und letzten Kilometer

Der Landkreis Reutlingen in Baden-Württemberg erhielt einen Preis für das Projekt "LandMobil". Es kombiniert verschiedene Mobilitätslösungen, die an lokale Bedürfnisse angepasst werden. Erklärtes Ziel dabei ist, den ersten und letzten Kilometer zu überbrücken, um den öffentlichen Verkehr flexibel erreichbar zu machen. Geschaffen wurden dafür in zwei Pilotgemeinden ein E-Carsharing- und ein E-Scooter-System sowie eine moderne Fahrradabstell- und -Reparaturanlage. Jedes Angebot kann mit der jeweiligen App genutzt werden. Zusätzlich gibt es eine Mitfahrplattform.

Umwelt schützen und Lebensqualität verbessern

Der tiefere Sinn des Wettbewerbs laut BMWSB: Es gehe dabei um die Umwelt, um Lebensqualität und um gleichwertige Lebensverhältnisse sowie Teilhabe in Deutschland. Dazu brauche es gute Mobilitätsangebote, und zwar direkt am Wohnort. Die Mitwirkung von Bürgerinnen und Bürgern an innovativen Projekten habe sich bewährt und sei nachahmenswert. BMWSB und BBSR stellen die 20 Gewinnerprojekte im Online-Nachschlagewerk Mobilikon vor.

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

Modellierung des Mobilitätsverhaltens

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Bildnachweise
Car Sharing/© Chesky_W / Getty Images / iStock