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21.04.2020 | Verwaltungsmanagement | Nachricht | Online-Artikel

Chancen und Risiken der Künstlichen Intelligenz

verfasst von: Alexander Ebert

1:30 Min. Lesedauer
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Künstliche Intelligenz bietet die Chance, Verwaltungsprozesse von morgen grundlegend zu revolutionieren, so das Ergebnis einer aktuellen Studie. 

Technologien der Künstlichen Intelligenz (KI) bieten viele Anwendungsmöglichkeiten –  auch für Städte und Gemeinden. Beispielsweise lässt sich der Verkehr optimieren, ohne teure neue Straßen bauen zu müssen. Straßenschäden können via automatisierten Bilderkennungsverfahrens kostensparend für die öffentliche Hand gesichtet werden. Aber bei Auskünften, Antragstellungen oder Beschwerden spart der KI-Einsatz kostbare Arbeitszeit von Mitarbeitern. 

Praxisnaher Überblick

Wie öffentliche Verwaltungen KI sinnvoll nutzen können und wie der Einstieg gelingt, zeigen das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) sowie die Zeppelin Universität Friedrichshafen in der Studie "Künstliche Intelligenz in der öffentlichen Verwaltung", die im Auftrag der Digitalakademie Baden-Württemberg erstellt wurde.  Sie liefert einen praxisnahen Überblick über die Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken von KI im öffentlichen Sektor. Die Studie basiert unter anderem auf Workshops von KI-Experten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus zehn Kommunal- und Landesverwaltungen sowie Wissenschaftlern Baden-Württembergs.

Digitale Assistenz

Zu den möglichen Anwendungsbeispielen, die in der Studie vorgestellt werden, zählen zum Beispiel Chatbots und persönliche Sprachassistenten, Service-Roboter als digitale Assistenten, sichere und dennoch einfache Methoden, was den persönlichen Zugang zu verschiedenen Systemen angeht ("Identitätsmanagement") oder Anwendungen fürs Backoffice. Neben Anwendungsbeispielen werden in der Studie auch Verfahren und Prozesse vorgestellt, Stärken und Schwächen analysiert und konkrete Empfehlungen für die Umsetzung gegeben. Die Studie bietet zudem zu folgenden drei Zukunftsszenarien Handlungsempfehlungen an Politik, Wirtschaft und Wissenschaft: 

  • Von KI-Systemen dominierte Verwaltung
  • KI-gestützter Überwachungsstaat 
  • Konstruktive Kombination von menschlicher und künstlicher Intelligenz 

Wichtig beim Einsatz von KI sei es zudem, ethische, politische und sicherheitsrelevante Aspekte sehr ernst zu nehmen und auf ein "ausgewogenes Verhältnis zwischen technischer Expertise, rechtlichem Sachverstand sowie Expertise aus der Verwaltungspraxis zu achten", so die Studie. 

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2019 | OriginalPaper | Buchkapitel

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Status Quo und zukünftige Entwicklungen
Quelle:
Handbuch E-Government

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