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31.03.2021 | Verwaltungsmanagement | Nachricht | Onlineartikel

Musterkatalog gibt Überblick über offene kommunale Daten

Autor:
Alexander Ebert
1:30 Min. Lesedauer

Zahlreiche Kommunen stellen einen Teil ihrer Daten öffentlich zur Verfügung. Der neue Musterdatenkatalog der Bertelsmann Stiftung liefert nun erstmals eine Übersicht von Kiel bis München. 

In welchem Stadtteil leben die meisten Menschen? Ist gerade ein Parkplatz in der City frei? Wo lade ich mein E-Bike auf? Antworten auf solche Fragen lassen sich in Open Data, also offenen Daten, finden. Die Relevanz von Daten ist für Kommunen in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen.  Je smarter eine Stadt oder eine Region ist, desto mehr Daten werden produziert und können für die Allgemeinheit genutzt werden. Inzwischen stellen 120 Kommunen bundesweit ihre Open Data im neuen Musterdatenkatalog der Bertelsmann Stiftung online.

Der Musterdatenkatalog bietet eine kostenlose Übersicht zu nicht-personenbezogenen Datenbestände die Städte und Gemeinden. Er wurde in Zusammenarbeit mit dem Datenportal Govdata, der Open Knowledge Foundation, dem KDZ – Zentrum für Verwaltungsforschung (Österreich) und der Bertelsmann Stiftung erstellt.

Mehrwerte vor Ort

Die Verantworten versprechen sich von der stärkeren Nutzung der offenen Daten, beispielweise zum ÖPNV, zur Schadstoffbelastung oder zur geografischen Verteilung von Unfällen Mehrwerte für die Städte und Kommunen. Auf Basis dieser Daten lassen sich zum Beispiel Anwendungen entwickeln, die Unfallschwerpunkte in einer Kommune identifizieren. Dies könnten Verwaltungen, Politiker und Bürger nutzen, um den Verkehr sicherer zu machen.

Offene Daten haben aber auch Binnenwirkungen. In einer Bertelsmann-Umfrage unter Kommunen wird die verbesserte Information der Bürgerinnen und Bürger als größter Mehrwert gesehen. Viele Befragte meinen auch, dass mit offenen Daten der Austausch von Daten zwischen Ämtern besser gelingt – bestehende Datensilos werden aufgebrochen.

In Datenmanagement investieren

Mario Wiedemann von der Bertelsmann Stiftung, rät Kommunen dazu, das Angebot an offenen Daten weiter auszubauen und zudem in ein modernes Datenmanagement zu investieren. Als Beispiel werden Gesundheitsämter genannt, die vielfach immer noch das Faxgerät nutzen, um Daten weiterzuleiten. 

Der Musterdatenkatalog bietet aktuell über 11.000 Datensätze, die rund 60 verschiedenen kommunalen Themenbereiche zugeordnet sind. So ist es beispielsweise möglich, sich alle Daten einer Kommune oder Daten unterschiedlicher Kommunen zu einem Thema anzeigen zu lassen. 

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