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06.01.2021 | Verwaltungsmanagement | Interview | Onlineartikel

"Veränderungen brauchen Akzeptanz und Fehlerkultur"

Autor:
Anja Schüür-Langkau
2:30 Min. Lesedauer

Über die Herausforderungen für Städte und Kommunen hin zu einer smarten und nachhaltigen Stadtentwicklung in Zeiten von Corona sprechen Florian Kühne, Mach AG, und Constantin Alexander, Experte für nachhaltige Stadtentwicklungen. 

Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit beim Thema Smart City?

Constantin Alexander: Smart City und Nachhaltigkeit lassen sich nicht voneinander trennen. Die Digitalisierung als Basis für eine smarte Stadt ist ein wichtiges Werkzeug beim Umbau zu einer nachhaltigen Gesellschaft. Dadurch haben wir die Möglichkeit, effizienter und effektiver mit den Prozessen und mit den Ressourcen umzugehen.

Florian Kühne: Nachhaltigkeit ist auch unserer Ansicht nach im Bereich Smart City ein essenzieller Bestandteil. Viele der heutigen und zukünftigen Herausforderungen wie beispielsweise der Klimawandel, die Corona-Pandemie und die Strukturierung der Wirtschaft müssen auf kommunaler Ebene gelöst werden. Dafür werden smarte Ansätze und Lösungen benötigt.

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Es gibt in Deutschland sehr viele Smart-City-Projekte. Sind diese immer in eine generelle Smart-City-Strategie eingebunden?

Kühne: Nein, viele Kommunen agieren momentan noch häufig auf Projektbasis und haben noch keine Smart-City-Strategie. Zwar arbeiten derzeit viele Kommunen an einer solchen Strategie, aber die Tendenz zu Insellösungen ist in vielen Städten und Kommunen immer noch vorhanden.

Alexander: Ich bewerte die Situation ähnlich. Es ist aber auch zu beobachten, dass in vielen Städten langfristige Koalitionen endeten und oder langjährige Bürgermeisterinnen und Bürgermeister abgewählt wurden. Dadurch gibt es in vielen Kommunen zum Teil frischen Wind in Richtung Digitalisierung. Dennoch wird vieles nicht strategisch, sondern taktisch oder reaktiv entschieden. Beim Thema Digitalisierung gibt es in einer Verwaltung viele hemmende Faktoren, zum Beispiel fehlende Fachkräfte, aber auch beharrende Kräfte, die so lange wie möglich den Status quo halten wollen.

Die Corona-Pandemie gilt ja als Beschleuniger der Digitalisierung. Ist die Skepsis der Beharrungskräfte inzwischen geringer geworden?

Kühne: Zumindest werden ihre Argumente weniger gehört. Die Entscheiderinnen und Entscheider sollten diese Chance nun nutzen und die Beschäftigten überzeugen, dass der Change zu digitalen Prozessen nützlich ist und am Ende alle etwas davon haben.

Alexander: Es gibt einzelne Verwaltungen, in denen die Pandemie Prozesse beschleunigt hat, deren Umsetzung ansonsten wahrscheinlich Jahre gebraucht hätte. Allerdings gibt es andere, die durch die Krisensituation abgehängt wurden. Eine Herausforderung sind zudem die rechtlichen Vorgaben in einer Verwaltung. So gibt es zum Beispiel Einheiten, in denen ein Konferenztool wie Zoom aus Haftungsgründen nicht genutzt werden darf oder es aus Datenschutzgründen nicht erlaubt ist, sich aus dem Homeoffice einzuloggen und über eine Cloud auf Daten zuzugreifen.

Lesen Sie das ganze Interview in der innovativen Verwaltung 12/2020.

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