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12.10.2021 | Verwaltungsmanagement | Interview | Onlineartikel

"Der Gemischtwarenladen Kommune rückt ins Zentrum"

Autor:
Anja Schüür-Langkau
2:30 Min. Lesedauer
Interviewt wurde:
Klaus Effing

leitet die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt).

Die Kommunen haben die Herausforderungen der Pandemie sehr gut gemeistert, lobt KGSt-Vorstand Dr. Klaus Effing. Im Interview spricht er über die kommunalen Themen der Zukunft und Lösungsansätze für die angespannte Haushaltslage.

Die Pandemie ist noch nicht überwunden, auch wenn die Lage derzeit entspannter ist. Wie bewerten Sie die Krisenfestigkeit der Kommunen?

Dr. Klaus Effing: Die Jahre 2020 und 2021 werden uns im Gedächtnis bleiben. Die Herausforderungen der Pandemie- Bekämpfung waren und sind riesig. Dazu kommen die immensen Auswirkungen der schrecklichen Flutkatastrophe. Aber wir können hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. 

Diese Ereignisse haben unser bisher "normales" Leben durcheinandergewirbelt, aber es gab eine Konstante, die Orientierung und auch Halt gegeben hat: die Kommunen! Sie haben in einer außergewöhnlichen und lang andauernden Krisensituation höchste Flexibilität und Professionalität bewiesen und dabei Erstaunliches geleistet. Dass die Kommunen "Krise können", wussten wir seit Jahrzehnten. Was die Frauen und Männer in den Kommunalverwaltungen bei der Bewältigung der Pandemie gemeistert haben, ist kaum in Worte zu fassen. Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister und die Landrätinnen und Landräte, die höchste Verantwortung übernommen haben, können stolz auf ihre Mitarbeitenden sein.

Ich danke allen Beschäftigten in den Verwaltungen für ihren über die Maße gehenden Einsatz. Das ist vorbildlich. Wie übrigens auch das Handeln der Kommunalpolitik. An der Sache orientiert und losgelöst von Parteiinteressen. Auch das sollten wir öfter herausstellen, um so noch mehr Menschen für Kommunalpolitik zu begeistern.

Empfehlung der Redaktion

01.09.2021 | Strategie | Ausgabe 9/2021

"Der Gemischtwarenladen Kommune rückt ins Zentrum"

Die Kommunen haben die Herausforderungen der Pandemie sehr gut gemeistert, lobt KGSt-Vorstand Dr. Klaus Effing. Im Interview spricht er über die kommunalen Themen der Zukunft und Lösungsansätze für die angespannte Haushaltslage.

Was sind, abgesehen von der Pandemie, die größten Herausforderungen für die Kommunen?

Die Kommunen stehen vor der "Post-Corona-Zeit". Im neuen Normal müssen Antworten zum Klimaschutz und zur Klimafolgenanpassung, zur Sozialen Teilhabe, Gesundheit, Bildung, Nachhaltigkeit, Mobilität, Wohnen, Infrastruktur und Digitalisierung gefunden werden. Ins Zentrum rückt wieder der "Gemischtwarenladen Kommune" mit seinen vielen interdependenten Leistungen. Allerdings werden die Themen Klimafolgenanpassung und Soziale Teilhabe den Schwerpunkt der nächsten Jahre bilden. 

Die KGSt wird beispielsweise erstmals einen Bericht zum Handlungsfeld "Klimaschutz und Klimawandel" erarbeiten und hierzu Managementempfehlungen aussprechen.

Welche Schritte sind notwendig, um die Kommunen angesichts der angespannten Haushaltslage zu unterstützen?

Die Kommunalfinanzen sind eng. Die wirtschaftliche Kraft der Kommunen aber ist unterschiedlich und wird auch unterschiedlich bleiben. Natürlich wäre es wünschenswert, in den Jahren 2021 und 2022 wiederum staatliche Finanzhilfen zu erhalten. Aber zielführender, effektiver und effizienter fände ich es, wenn Förderprogramme auf wirkliche Innovations- und Technologieförderung reduziert würden. Die politische Programmierung über doch ausufernde Förderprogramme ist für den Bund und die Länder natürlich ein wichtiges Einflussmittel. 

Wir haben einen teilweise stark bürokratisierten Förderdschungel. Viel besser wäre es, die meisten Förderprogramme zu streichen und die Mittel über einfache Schlüssel an die Kommunen zu geben. Die Kommunen würden diese zusätzlichen Finanzmittel zielführend, verantwortungsvoll und pragmatisch einsetzen.

Lesen Sie den ganzen Beitrag in der innovativen Verwaltung 9/2021.

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