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02.11.2021 | Verwaltungsmanagement | Im Fokus | Onlineartikel

Hamburg ist immer noch die smarteste deutsche Stadt 

Autor:
Anja Schüür-Langkau
3 Min. Lesedauer

Hamburg belegt im „Smart City Index“ erneut Platz eins. In der jährlichen Studie untersucht der Digitalverband Bitkom den Digitalisierungsgrad von 81 deutschen Großstädten. 

Den digitalen Wandel als ganzheitlichen Ansatz vorantreiben und alle Akteurinnen und Akteure der Stadt einbeziehen: Mit diesem Ansatz hat sich Hamburg zum dritten Mal in Folge den ersten Platz im jährlichen "Smart City Index" gesichert. Auf Platz zwei im Ranking liegt mit größerem Abstand Köln, gefolgt von Karlsruhe, München und Darmstadt. 

Der "Smart City Index" dokumentiert die Dynamik der Digitalisierung von Städten. "Erfolgsfaktoren für eine Smart City sind ein engagiertes Rathaus, eine Digitalstrategie, klare Strukturen, ein gut geknüpftes lokales Netzwerk und die Teilhabe der Bevölkerung. Noch wichtiger als solide Finanzen sind der Wille in der Politik und der Verwaltung und die Fähigkeit, in der gesamten Stadt Begeisterung für die Digitalisierung auszulösen", fasst Bitkom-Präsident Achim Berg die wichtigsten Parameter zusammen. 

Für den Smart City Index wurden insgesamt knapp 11.000 Datenpunkte erfasst. Untersucht wurden alle 81 Städte mit mindestens 100.000 Einwohnern in den fünf Themenbereichen Verwaltung, IT und Kommunikation, Energie und Umwelt, Mobilität sowie Gesellschaft.

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Unterschiedliche Stärken und Schwächen

Die Detailanalyse zeigt die Stärken einzelner Städte, die im Gesamtranking nicht auf den vorderen Plätzen liegen. So sind der Studie zufolge beim Thema Verwaltung Mannheim, Nürnberg, Heidelberg und Osnabrück führend. Beim Thema Energie und Umwelt liegen neben Heidelberg auch Darmstadt und Solingen weit vorne. Im Bereich IT und Kommunikation konnten wiederum Gelsenkirchen, Regensburg und Kiel punkten.  Das Ranking mit allen Teilergebnissen ist als interaktive Online-Karte verfügbar. 

Um die Smart-City-Entwicklung in Deutschland zu fördern, hat das  Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) vor drei Jahren den Wettbewerb "Smart-City-Modellprojekte" ins Leben gerufen. Darüber werden kommunale Smart-City-Projekte mit einem Volumen von jeweils bis zu 15 Millionen Euro gefördert, wovon die Kommunen zehn bis 40 Prozent als  Eigenanteil aufbringen müssen. 

Fokus auf Stadtentwicklung

"Mit dem Programm wird ein klarer Fokus auf inhaltliche Fragen der Stadtentwicklung gelegt. Die sich bewerbenden (Kooperationen von) Kommunen werden aufgefordert, ihre stadtentwicklungspolitischen Ziele und Herausforderungen zu beschreiben und aus diesen Zielen ihre Projektideen für digitale Lösungen zu entwickeln", schreibt Michael Lobeck, Autor der innovativen Verwaltung in seinem Beitrag "Wie der Bund smarte Kommunen fördert" ab Seite 10. Es ginge also nicht darum, technische Spielereien zu fördern, "sondern möglichst orientiert an bestehenden Stadt- und Regionalentwicklungskonzepten die Optionen der Digitalisierung zu nutzen."

Insgesamt bewertet Lobeck das Programm positiv. Ein Kritikpunkt sei jedoch die bisher fehlende Transparenz. Denn erst für das kommende Jahr sei eine Koordinations- und Transferstelle geplant, die die Teilnehmenden Städte und Kommunen vernetzt und ein "voneinander Lernen" fördert.  

Ländliche Kommunen nicht vergessen

"Sinnvoll ist es, solche Ansätze weiter auszubauen", sagt auch Michael Pfefferle, Bereichsleiter Smart City und Smart Region bei der Bitkom im Interview mit der "innovativen Verwaltung" (Seite 18). 

Seiner Ansicht nach sollte der Fokus zudem stärker auf die kleineren Städte und die ländlichen Kommunen gelegt werden. "Große Städte haben in den vergangenen Jahren spezialisiertes Personal rekrutiert und viele Erfahrungen darin gesammelt, wie man Projekte entwickelt und umsetzt. Im Vergleich dazu gibt es in kleineren Städten oft nur eine halbe Planstelle für eine IT-Fachkraft, die dies nicht leisten kann. Zudem fehlt oftmals das Geld, um in die Digitalisierung zu investieren," bringt er die Problematik auf den Punkt (Seite 17). 

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