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Stadt-Quartiere klimaresilienter machen

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Was Kommunen tun können um ihren Quartiere resilienter gegen den Klimawandel zu machen zeigt ein Forschungsprojekt als Labor-Versuch in Köln und Dortmund und gibt praktische Hinweise. 

Städte und Kommunen müssen jetzt handeln und den Klimawandel angehen: Indem sie ökologischer agieren und ihre Strategien anpassen. 


Der Klimawandel stellt Städte und Gemeinden vor komplexe Herausforderungen. Fassadenbegrünung, Regenwasser-Management und lokale Öko-Stromgewinnung sind nur drei Handlungsbereiche, die Erfolg versprechen. Ein aktuelles Forschungsprojekt untersuchte in drei Reallaboren in den Städten Köln und Dortmund, wie Quartiere gemeinsam mit lokalen Akteurinnen und Akteuren resilienter werden könnten. Entstanden ist ein Drehbuch, das andere Kommunen nutzen können.

Durchgeführt wurde das transdisziplinäre Forschungsprojekt "iResilience" von November 2018 bis Juni 2022 in Köln und Dortmund. Zu den Projektbeteiligten gehörten unter anderem die Technische Universität Dortmund, das Deutsche Institut für Urbanistik sowie das Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen. Aber auch die Städte selbst beziehungsweise deren Tochterunternehmen waren beteiligt. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Die Ergebnisse wurden auf rund 90 Seiten in der Studie "Reallabore für eine klimaresiliente Quartiersentwicklung – ein Drehbuch" dokumentiert.

Ideen mit den Bürgerinnen und Bürgern entwickeln

Das Drehbuch soll Kommunen helfen, Reallabore auf Quartiersebene aufzubauen, um mit den Menschen vor Ort Ideen und konkrete Maßnahmen gegen die Folgen des Klimawandels zu entwickeln. Anhand von Beispielen wird das methodische Vorgehen des Projekts dargestellt. Es zeigt exemplarisch, wie Akteurinnen und Akteure mobilisiert wurden, sich in kreative Formate einzubringen, kollaborative Arbeitsprozesse anzustoßen und Maßnahmen zu entwickeln.

Dabei stand den Verantwortlichen zufolge der Wille im Vordergrund, ein innovatives Format der Kooperation, Wissensgewinnung und Wissensteilung zwischen Akteurinnen und Akteuren unterschiedlicher Fachdisziplinen und Gesellschaftsbereiche herzustellen.

Reallabor-Beispiele 

Für die Zusammenarbeit in den drei Reallaboren galt es, dass Bürgerinnen und Bürger, lokale Unternehmen, Arbeitende, Vereine und Initiativen, Stadtverwaltung und Politik in den unterschiedlichen Formaten zusammen kamen. Konkret suchte man gemeinsam nach Maßnahmen zur Starkregen- und Hitzevorsorge. Beispielsweise wurden in Dortmund Innenhöfe unter Beteiligung der Immobilieneigentümerinnen beziehungsweise -eigentümer besichtigt und Potenziale zur Umgestaltung aufgezeigt. Auch Finanzierungsmöglichkeiten eines kommunalen Hof- und Fassadenprogramms kamen zur Sprache. Ein Eigentümerpaar wurde aktiv und gestaltete den Hinterhof seines Hauses klimarobust um, um eine bessere Entwässerung und Hitzesituation zu gewinnen und positiv auf das Klima einzuwirken.

Einsatz aller Beteiligten notwendig

Insgesamt zeigten die drei Projekte der Studie, dass einige Kooperationsformen möglich sind, um mehr Klimaresilienz zu entwickeln. Das erfordere aber von allen Beteiligten viel Einsatz, offen in Prozesse zu starten, eigenes Rollenverhalten zu hinterfragen, Vertrauen in Prozesse und Zusammenarbeit aufzubauen sowie den Willen, von anderen lernen zu wollen.

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    Klimawandel/© Boonyachoat / Getty Images / iStock