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14.05.2019 | Verwaltungsmanagement | Nachricht | Onlineartikel

Öffentliches Beteiligungsmanagement optimieren

Autor:
Alexander Ebert

Rund 16.000 Organisationseinheiten hat die öffentliche Hand in Deutschland ausgegliedert. Eine neue Studie beleuchtet  Personaleinsatz und Organisationsmodelle im Beteiligungsmanagement.

Immobilien, Energie, Verkehr: In Deutschland gibt es etwa 16.000 Unternehmen in öffentlicher Hand, knapp 90 Prozent davon in den Kommunen. Fast jeder zweite Beschäftigte des öffentlichen Dienstes arbeitet außerhalb der Kernverwaltung. Zudem liegen 54 Prozent der Sachinvestitionen und knapp 60 Prozent der Schulden der öffentlichen Hand in öffentlichen Unternehmen. Ergo: Ein leistungsfähiges Beteiligungsmanagement ist bedeutend für Demokratie und Gesellschaft. Doch immer noch wird stärker verwaltet und weniger gemanagt.

Das zeigt die Studie "Personaleinsatz und Organisationsmodelle im Beteiligungsmanagement der öffentlichen Hand", die Deloitte bei der Zeppelin-Universität in Friedrichshafen in Auftrag gegeben hatte. Der Lehrstuhl für Public Management & Public Policy untersuchte Unternehmen in öffentlicher Hand der 15 größten Städte sowie der 13 deutschen Flächenbundesländer und des Bundes. Der Studie aus April 2019 liegen unter anderem Analysen von Dokumenten und Telefoninterviews zugrunde.

Von der Verwaltung zum Management

Laut Studie lassen sich verschiedene Herausforderungen identifizieren. So sollte sich die Steuerung stärker von einer Beteiligungsverwaltung in ein -management wandeln. Diese Transformation sei "in den verschiedenen Gebietskörperschaften unterschiedlich weit vorangeschritten." Ein effizientes und effektives Beteiligungsmanagement als Bestandteil der Public Corporate Governance erfordere eine aktive Rolle, "in der klar gewusst wird, was wie – und vor allem mit welchem Ziel – gesteuert werden soll", so die Studie weiter.

Über den öffentlichen Wert sprechen

Ein klares Wertkonzept könne nicht überall festgestellt werden. Über den Public Value, also den öffentlichen Wert, sollte daher diskutiert werden. Weiter regen die Autoren Ulf Papenfuß, Severin Maier und Florian Keppeler an, die Einflusssphären Verwaltung, Politik und Ökonomie beim Beteiligungsmangement zu berücksichtigen. 

Digitalisierung weitere Herausforderung

Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung seien "allenfalls erkannt, aber weitestgehend noch nicht in der Steuerungsarchitektur von und für öffentliche Unternehmen verarbeitet", so die Studie. Es brauche unter anderem klare Konzepte für Big Data sowie Antworten auf Fragen der Datensicherheit. Erforderlich sei auch eine klare Strategie, wie zukünftig das passende Fachpersonal gewonnen werden kann. Demographischer Wandel und wachsende Anforderungen aus der öffentlichen Beteiligungssteuerung erforderten ein attraktives Image des öffentlichen Beteiligungsmanagements.

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