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20.03.2019 | Verwaltungsmanagement | Interview | Onlineartikel

"Den Menschen in den Vordergrund stellen"

Autor:
Anja Schüür-Langkau
1:30 Min. Lesedauer
Interviewt wurde:
Ines Hansen

ist  Programmbereichsleiterin Personalmanagement bei der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt). 

Die digitale Transformation stellt auch die Personalverantwortlichen in den Kommunen vor große Herausforderungen. Ines Hansen, Programmbereichsleiterin Personalmanagement bei der KGSt, spricht im Interview über Rahmenbedingungen, Erfahrungen und Lösungsansätze für eine zeitgemäße Personalentwicklung. 

Welche Rahmenbedingungen verändern die Personalentwicklung in der öffentlichen Verwaltung am stärksten?

Ines Hansen: Sehr stark wirken die beiden Megatrends „Individualisierung“ und „New Work“ auf die kommunale Personalentwicklung (PE). Die Herausforderungen bei diesen Themen sind groß. Darüber hinaus verändert die digitale Transformation Jobprofile und damit  Kompetenzanforderungen, wobei gleichzeitig aufgrund der demografischen Entwicklung immer weniger Personal zur Verfügung stehen wird. Eine Mammutaufgabe für die PE in den Kommunen, auch, weil die entsprechenden Budgets vielerorts sehr knapp und vor allem im Vergleich zu den Investitionen in Technik deutlich niedriger sind. 

Haben die Kommunen schon verstanden, dass sie sich angesichts des digitalen Wandels in der Gesellschaft auf jeden Fall verändern müssen? 

Die Notwendigkeit, sich zu verändern, wird in den Verwaltungen durchaus gesehen, doch der Fokus liegt dabei aktuell mehr auf der Technik. Viele Prozesse und Systeme werden derzeit hinterfragt und optimiert. Die Erkenntnis, dass sich neben der Technik auch die Personalentwicklung neu aufstellen muss, hat sich noch nicht überall durchgesetzt. Dies lässt sich beispielsweise an den Ressourcen und den Budgets für PE erkennen, die bisher noch kaum angepasst wurden. Den Wandel erfolgreich zu gestalten ist keine Frage der Technik, sondern der Menschen in der Organisation. 

Wie relevant ist es, dass die Führungskräfte Veränderungen vorantreiben? 

Bei diesem Thema bin ich zwiegespalten. Es ist Konsens, dass die Unterstützung der Top-Führungskräfte wichtig für das Gelingen von Change-Prozessen ist. Wir beobachten aber im Rahmen der Digitalisierung auch viele sogenannte Grassroot-Initiativen. Das sind Teams, die sich einfach auf den Weg gemacht und Projekte gestartet haben, ohne auf das Go der Führungsspitze zu warten. Ich glaube, dass sich Führungskräfte durch Eigeninitiative der Mitarbeiter auch überzeugen lassen, Dinge zu verändern. 

Lesen Sie das vollständige Interview in der innovativen Verwaltung 3/2019.

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