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15.11.2017 | Verwaltungsmanagement | Nachricht | Onlineartikel

Regionale Standortvorteile nutzen

Autor:
Hergen H. Riedel

​​​​​​​Das Entwicklungspotenzial einzelner Regionen ist sehr unterschiedlich, so der Regionale Chancen Monitor (RCM), der regionale Standortvor- und -nachteile ermittelt.

Wenn Wirtschaftsförderer aus Straubing oder dem Havelland auf den Regionalen Chancen Monitor Deutschland blicken, werden sie positiv gestimmt sein: Ihre Region liegt mit einem Index von 138,9 beziehungsweise 145,3 über dem Durchschnitt der Standortqualität in Deutschland. Anders in Ludwigslust-Parchim oder im Eifelkreis. Hier signalisiert der "Präferenzindexwert" um die 50 nur unterdurchschnittliche Entwicklungsmöglichkeiten.

Kartographie der Standortmerkmale

Der Monitor wertet die regionale Ab- und Zuwanderung aus und analysiert Potenziale der Regionen. Dabei fließen verschiedene Standortmerkmale in die Bewertung ein, um Standortvor- und -nachteile einer Region abzubilden: Ausbildungsangebot, Arbeitsplätze, Wohnkosten, Freizeitwert, kulturelles Angebot, medizinische Versorgung und Breitbandausbau. Entwickelt wurde der Monitor von IW Consult, Tochterfirma des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW).

Low- und Top-Level Regionen 

Die Auswertung ergibt vier regionale Typen:

  • Auf einem "Top-Level" positionieren sich Regionen mit hohem Potenzial, das wahrgenommen, aber nicht voll ausgeschöpft wird. Sie liegen häufig in der Nähe von Großstädten wie Hamburg oder München.
  • In "Risikoräumen" wie im Umkreis von Köln oder Stuttgart werden die Chancen zwar genutzt, doch die Entwicklung steht vor Grenzen, da der Zuzug von Menschen die Infrastruktur überlastet.
  • In "Chancenräumen" liegen Potenziale brach. So könnte die Mecklenburgische Seenplatte mit anderen Regionen oder Städten kooperieren, um touristisch stärker zu werden.
  • "Low-Level-Bereiche" nennt die Studie Regionen, die weder hohes Potenzial haben, noch ihre Möglichkeiten optimal nutzen. Junge Menschen verlassen Siedlungsräume in Sachsen-Anhalt, Thüringen, Nordhessen oder im Osten Nordrhein-Westfalens. Jobs und kulturelle Angebote fehlen.

Fazit: Großstädte boomen, ländliche Bereiche veröden. Hanno Kempermann, IW Consult, rät zu mehr Bildungsangeboten in ländlichen Regionen, "sodass Jüngere für Studium oder Ausbildung nicht unbedingt in Großstädte ziehen müssen." Gleichzeitig sei so der Fachkräftenachwuchs in den Regionen zu sichern.

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

01.11.2017 | Praxis | Ausgabe 11/2017

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