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28.08.2018 | Verwaltungsmanagement | Nachricht | Onlineartikel

Urbaner Datenraum stärkt Städte nachhaltig

Autor:
Alexander Ebert

Tag für Tag wächst der Datenberg in den Kommunen. Doch häufig ist dieses Wissen weder aufbereitet noch extern abrufbar. Neue urbane Datenräume könnten das Leben erleichtern, so eine Studie.

Umwelt und Verkehr, Bürgerbüro und Straßenreinigung – aus vielen kommunalen Bereichen rauschen Tag für Tag Daten ins Rathaus. Zwar wächst damit das Fachwissen einzelner Abteilungen, doch riesige Datenmengen schlummern ungenutzt vor sich hin. Würden Städte und Gemeinden individuelle Datenräume schaffen und sich alle wichtigen Akteure vernetzen, könnte große Potenziale gehoben werden. Nutznießer wären nicht nur alle Ämter und Abteilungen der Stadtverwaltung, sondern auch Bürger, Touristen und die Wirtschaft.

Diese zentralen Aussagen macht die Studie "Urbane Datenräume – Möglichkeiten von Datenaustausch und Zusammenarbeit im urbanen Raum", die Anfang Juni dieses Jahres von den Fraunhofer-Instituten FOKUS, IAIS und IML Anfang vorgestellt wurde. Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung untersuchte ein Forscherteam das Datenmanagement am Beispiel der Städte Bonn, Dortmund, Emden und Köln.

Ungenutzte Potenziale 

Die Studie kommt zu dem Ergebnis dass datenbasierte Geschäftsmodelle in den Pilotstädten bislang nur punktuell systematisch gefördert oder umgesetzt wurden. Vor allem große, besonders interessante und wertvolle Datenquellen wie zum Beispiel urbane crowd-sourced Daten oder kommerzielle Daten blieben bislang insbesondere in den Kommunalverwaltungen weitgehend unberücksichtigt. Zudem bestehen Ausbaupotenziale bei der digitalen Zusammenarbeit, besonders bezogen auf gemeinsame übergreifende Datenbestände. 

Sicherheit als oberstes Gebot 

Für eine verbesserte Nutzung und größere Verfügbarkeit urbaner Daten empfiehlt die Studie den Kommunen, einen individuell ausgestalteten urbanen Datenraum. In diesem können sowohl frei verfügbare Daten als auch zugangsgeschützte, kommerziell verfügbare Daten, selbst hochgradig geschützte Polizei-Daten, bereitgestellt werden. Außerdem würden dadurch Kommunen an den Innovationserfolgen beteiligt. „Smart“ werde eine Stadt erst dann, wenn die Daten sicher und vertrauenswürdig vernetzt, auffindbar und verständlich seien. Diese Maßnahmen können das Leben in der Stadt verbessern und idealerweise die regionalen Unternehmen stärken, so die Studie.

Das Fraunhofer-Forscherteam plädiert zudem dafür, urbane Datenräume regional zu verankern, organisatorisch und regulatorisch tief in die kommunalen Abläufe einzubinden und proaktiv aktuelle technische Ansätze für Datenmanagement, Datenschutz und Datensouveränität zu integrieren.

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