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02.09.2019 | Verwaltungsmanagement | Nachricht | Onlineartikel

Öffentlicher Dienst nutzt soziale Medien kaum

Autor:
Alexander Ebert

Für viele Branchen werden soziale Medien als Informationsquellen immer wichtiger. Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes hingegen nutzen solche Internet-Angebote kaum, zeigt eine neue Studie.

Soziale Medien wie Facebook, Xing oder Youtube gehören für viele Beschäftigte zu einem normalen Handwerkszeug, um Informationen zu gewinnen. 44 Prozent der erwerbstätigen Internet-Nutzer setzen Social Media beruflich ein. Im öffentlichen Dienst liegt die Quote deutlich darunter. Für deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter spielen Kanäle wie Twitter, Foren oder Linkedin im Vergleich zu anderen Kanälen die kleinste Rolle.

Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle "Social-Media-Atlas 2019" des Hamburger Unternehmens Faktenkontor in Zusammenarbeit mit dem IMWF-Institut für Management- und Wirtschaftsforschung sowie der Toluna-Marktforschung. Die Studie basiert auf einer  Online-Befragung aus Dezember 2018. 

Nutzung schwankt nach Branchen

Danach schwankt die Nutzung von Social-Media-Kanäle durch Berufstätige von Branche zu Branche teils erheblich. Auffällig ist laut Studie jedoch die geringe Bedeutung, die Beschäftigte im öffentlichen Dienst allen abgefragten Social-Media-Kanäle mit Blick auf ihre Arbeit beimessen.

Xing und Facebook mit hoher Relevanz

Beispiel Xing: Insgesamt schätzt jeder vierte Berufstätige, der Soziale Medien für seine Arbeit nutzt, Xing als sehr oder eher wichtig ein, um branchenrelevante Informationen zu erhalten. Unter den Beschäftigten im öffentlichen Dienst hingegen sind es gerade mal 14 Prozent. Beispiel Facebook: 43 Prozent der befragten Mitarbeiter von Banken und Versicherungen nutzen den Kanal, im öffentlichen Dienst liegt die Quote bei 23 Prozent. Mehr noch: "Neun der 12 abgefragten sozialen Medien erreichen im öffentlichen Dienst ihre niedrigsten Werte in puncto Branchenrelevanz", heißt es in der Analyse.

Öffentlicher Dienst als Schlusslicht

Auch kommunizieren Beschäftigte des öffentlichen Dienstes mit anderen Unternehmen deutlich weniger über Social-Media-Kanäle als Berufstätige anderer Branchen. "48 Prozent der Befragten aus dem öffentlichen Dienst geben sogar an, ihr Arbeitgeber würde überhaupt keine sozialen Medien für die Unternehmenskommunikation nutzen – in keiner anderen Branche ist der Anteil der Social-Media-Verweigerer derartig groß", heißt es in der Studie.

Kontakt zu Bürgern nicht verlieren

Nach Einschätzung der Autoren zeigen diese Zahlen Handlungsbedarf: Der öffentliche Dienst drohe bei den modernen Kommunikationswegen abgehängt zu werden – "egal, wieviel die jeweils zuständigen Minister twittern". Auch laufe die öffentliche Verwaltung Gefahr, den Kontakt zu ihren Kunden zu verlieren: den Bürgerinnen und Bürgern.

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