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10.08.2016 | Verwaltungsmanagement | Nachricht | Onlineartikel

Wettbewerb „Intelligente Regionen Deutschlands“

Autor:
iV-Redaktion

Die Gewinner des Wettbewerbs „Intelligente Regionen Deutschlands" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie stehen fest. Es war mit über 100 eingereichten Projektvorschlägen der bislang größte Wettbewerb dieser Art.

Dabei wurden ganz unterschiedliche Projekte vorgestellt - von spezifischen Gesundheits-Apps bis hin zu umfangreichen Smart-City-Konzepten. Metropolregionen und große Städte haben besonders viele Beiträge eingereicht; Energie und Verkehr waren die häufigsten inhaltlichen Schwerpunkte. Die Gewinner in der Hauptkategorie sind:
1. Platz: Netzwerk Gesundes Kinzigtal: Das regionale Versorgungsmodell des Projektträgers Gesundes Kinzigtal GmbH bietet integrierte Versorgung mittels digital vernetzter Angebote und zielt auf die Vermehrung des Gesundheitsnutzens bei gleichzeitiger Kostenreduktion. So wurde im Rahmen des Projekts in der Region Kinzigtal eine digitale, arztgeführte, zentrale Patientenakte eingeführt, die seit Mitte 2013 erfolgreich im Einsatz ist. Diese gemeinsame elektronische Gesundheitsakte (CGM NET) ermöglicht den Ärzten sicheren und verschlüsselten Zugriff auf die Daten des jeweiligen Mitbehandlers, wie z.B. Stammdaten, Befunde, Anamnesen, Diagnosen oder Medikamentenpläne. Darüber hinaus ermöglicht das Netzwerk eine intensivere Vernetzung und Kommunikation zwischen Arzt und Patient.
2. Platz: Smart County Rhein-Neckar: Das Projekt des Landkreises Rhein-Neckar bündelt die Chancen der Digitalisierung für den Landkreis in mehreren Teilaspekten und Anwendungssektoren und koordiniert in vorbildlicher Weise die Digitalisierung in der gesamten Region. Der Rhein-Neckar-Kreis etabliert mit diesem Vorzeigeprojekt die Region als digitalen Hotspot und erstes europäisches Smart County. Zu den vielfältigen Aktivitäten im Rahmen des Projekts zählt der flächendeckende Glasfaserausbau als Basisinfrastruktur der Digitalisierung in allen Gebäuden des Kreises. Ein interregionales Smart Local Suppply-Projekt sorgt für eine nahtlose Verschmelzung von stationärem, mobilem und elektronischem Handel für eine bessere Nahversorgung im ländlichen Raum. Der Kreis bietet ein modernes Mitarbeiterportal, Online-Terminvereinbarung mit jedem Mitarbeiter sowie Online-Kfz-Zulassung mit innovativem Bringdienst, und er ist Pilotanwender bei E-Vergabe und elektronischer Baugenehmigung. Der Kreis investiert in eine vom Land Bade-Württemberg gefördert Lernfabrik 4.0, außerdem soll eine Digitalisierungsakademie entstehen.
3. Platz Mobile Retter: Das Mobile-Retter-System ermöglicht, dass in lebensbedrohlichen Notfällen in unmittelbarer Nähe verfügbare, medizinisch qualifizierte Ersthelfer geortet und zum Notfallort navigiert werden können. So können in den entscheidenden ersten Minuten noch vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes lebenserhaltende Sofortmaßnahmen eingeleitet werden. Erste Einsätze des Projekts des Mobile Retter e.V. mit dem Projektpartner Medgineering GmbH sind bereits in den Kreisen Gütersloh und Germersheim erfolgt, weitere Kreise sind in der Implementierungsphase. Das System wird über eine Schnittstelle direkt mit dem Einsatzleitrechner der jeweiligen Feuerwehr-/Rettungsdienstleitstelle verbunden, so dass die Mobilen Retter (lokalisiert durch das GPS ihrer Smartphones) automatisch parallel zum regulären Rettungsdienst/Notarzt alarmiert werden.