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13.08.2019 | Verwaltungsmanagement | Nachricht | Onlineartikel

Deutschland – das geteilte Wirtschaftsland

Autor:
Alexander Ebert

Wirtschaftskraft ist in Deutschland ungleich verteilt. Die reichen Regionen liegen im Süden, die ärmeren meist im Norden und Osten, hat der Prognos-Zukunftsatlas 2019 ermittelt.

Die Schere zwischen armen und reichen Gegenden bleibt weit in Deutschland geöffnet. 21 der 25 Top-Standorte Deutschlands liegen im Süden. Stadt und Landkreis München belegen die Plätze eins und zwei. Außerhalb Süddeutschlands schaffen es nur Wolfsburg, Düsseldorf, Hamburg und Münster in die Top 25. Sie zählen zu den Regionen, die am besten für die die Zukunft aufgestellt sind. Im Osten Deutschlands überwiegen die Zukunftschancen nur in Dresden, Jena, Potsdam, Berlin und Leipzig. 

Diese Ergebnisse ermittelte der aktuelle Prognos-Zukunftsatlas 2019. Er beleuchtet die Chancen und Risiken der 401 Kreise und kreisfreien Städte Deutschlands. Das Ranking basiert auf statistischen Daten bis Mai 2019, die Zukunftsperspektiven der Regionen beruhen auf 29 Indikatoren aus den Bereichen Demografie, Arbeitsmarkt, Wettbewerb und Innovation, Wohlstand und soziale Lage.

Leipzig als Aufsteiger Nummer eins

Danach ist Leipzig der Aufsteiger Nummer eins in Deutschland. Nirgendwo sonst konnte sich eine Region in den vergangenen 15 Jahren so stark entwickeln. Die Messestadt kletterte im Prognos-Ranking von Platz 334 im Jahr 2004 auf Platz 104 im Jahr 2019. Düsseldorf steigt dem Bericht zufolge erstmals in den Kreis der Top-Zwölf-Regionen mit den besten Zukunftschancen auf. Hier ist es laut Prognos am wahrscheinlichsten, dass es auch künftig wirtschaftlich bergauf geht.

Zukunftsrisiken in Ost und West

Auch die Verlierer benennt die Studie: "Gebiete, in denen die Zukunftsrisiken überwiegen, gibt es sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland. In Westdeutschland liegen Gebiete mit Strukturproblemen insbesondere in einigen Städten im nördlichen Ruhrgebiet (altindustrialisierte Standorte) sowie in peripheren ländlichen Räumen in Rheinland-Pfalz, Saarland, Bayern und im Osten und Nordwesten Niedersachsens. Das Schlusslicht aller Regionen bildet der Kreis Stendal in Sachsen-Anhalt".

Regionen näherten sich nur leicht an

Immerhin hat sich die Schere aus arm und reich nicht weiter geöffnet. Erstmals seit Jahren rückt das Feld der 401 untersuchten Kreise und kreisfreien Städte wieder etwas näher zusammen. Doch trotz dieser leichten Annäherung zwischen den Top-Standorten und den Schlusslichtern blieben bekannte regionale Muster bestehen, so das Prognos-Fazit.

Deutschlandkarten zeigen Perspektiven

Drei Deutschlandkarten zeigen, wie sich die Zukunftsperspektiven regional verteilen: Die Gesamtkarte präsentiert die Zukunftschancen und -risiken der Regionen im Deutschlandvergleich. Die "Stärkekarte" bildet die momentane Standortstärke ab, also den Ist-Zustand. Und die "Dynamikkarte" illustriert die regionale Entwicklung der 401 Kreise und Städte.

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