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30.01.2024 | Verwaltungsprozesse | Nachricht | Online-Artikel

Den Menschen ins Zentrum der IT-Entwicklung stellen

verfasst von: Alexander Ebert

2 Min. Lesedauer

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Häufig gehen digitale Werkzeuge am Bedarf der Nutzenden vorbei. Das ist in mehrfacher Hinsicht ärgerlich. Eine Studie gibt Hinweise, wie menschzentrierte IT-Entwicklung auf kommunaler Ebene aussehen sollte.

Nicht die Maschine, sondern der Mensch sollte im Mittelpunkt der IT-Entwicklung stehen. Allzu oft erleben Verwaltungsmitarbeitende sowie Bürgerinnen und Bürger aber Frust, wenn sie Aufgaben digital erledigen. Prämisse sollte es daher sein, menschliche Bedürfnisse, Verhaltensweisen und Erfahrungen in alle Phasen des Entwicklungsprozesses einzubeziehen. Das verhindert aufwendige Nachbesserungen und minimiert das Risiko, dass eine Anwendung aufgrund ihrer Mängel von den Nutzenden nicht angenommen werden. 

Das Kompetenzzentrum Öffentliche IT macht mit seiner Studie „Good Practices störungsresilienter, menschzentrierter Technikgestaltung“ Vorschläge für die kommunale Ebene. Das Papier führt zunächst Praxisbeispiele für einen resilienten Umgang mit typischen Störungen auf. Zudem skizziert Autorin Karoline Krenn ideale methodische Abläufe im Forschungs- und Entwicklungskontext. Die Studie basiert unter anderem auf semi-strukturierten qualitativen Interviews bei Fraunhofer Portugal AICOS und auf Beobachtungen.

Fünf Ratschläge für die erste IT-Entwicklungsphase

Der Bericht gibt fünf zentrale Handlungsempfehlungen, wie menschzentrierte IT in der ersten Entwicklungsphase konzipiert werden sollte: 

  1. Technikgestaltung muss den Nutzen für Mensch und Umwelt prinzipiell ins Zentrum stellen. Menschzentrierte Methoden der Technikgestaltung sollten verpflichtend sein, wo die Entwicklung digitaler Technologie aus öffentlichen Mitteln finanziert wird. Zudem sollten Anreize für den konsequenten Einsatz von menschzentrierten Gestaltungskonzepten ausgeweitet werden.
  2. Menschzentrierte Methoden müssen besser verankert werden. Die Lehrpläne relevanter Fächer sollten Inhalte und Methoden menschzentrierter Technikentwicklung in die Grundausbildung aufnehmen. Außerdem sollte über neue Spezialisierungen, beispielsweise zur Vermittlung der Inhalte im menschzentrierten Prozess, nachgedacht werden. 
  3. Menschzentrierte Methodik muss zu Projektbeginn ausreichend Ressourcen erhalten. Förderstrukturen sind entsprechend zu gestalten. Das bedeutet, hierfür unter anderem ausreichend Zeit und Personal bereitzustellen.
  4. Das Verständnis für menschzentrierte Methodik muss immer aufs Neue vermittelt werden. „Die Vermittlung eines Verständnisses sozio-technischer Systeme sollte bereits in der Förderstruktur von Projekten mitgedacht werden“, fordert Studienautorin Krenn. Dabei geht es darum, die Beteiligten von der Wichtigkeit und Wirksamkeit von menschzentrierten Methoden zu überzeugen. 
  5. Menschzentrierte Technikgestaltung muss die Diversität von Nutzenden und Kontexten immer neu hinterfragen. Kenn betont: „Menschen wandeln sich und damit auch die Kriterien für menschzentrierte Gestaltung.“
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