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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Teil A. Einleitung

Zusammenfassung
Viele Faktoren beeinflussen den abnehmenden Stellenwert des Arbeitsraums Büro. Veränderte, zum Teil multinationale Organisationsstrukturen, die ortsnahe Pflege von Kundenbeziehungen, die Berücksichtigung von Mitarbeiterbedürfnissen nach mehr Autonomie in der zeitlichen und räumlichen Organisation ihrer Arbeit sowie die zunehmenden Kooperationen mit anderen Unternehmen scheinen neben weiteren Faktoren die Notwendigkeit eines Arbeitsraums im Büro des Unternehmens zu reduzieren: Mitarbeiter halten sich immer weniger im Unternehmen auf — ob aus organisationalen Erfordernissen oder freiwilliger Intention (z.B. i.S. der Teleheimarbeit). Es findet also einerseits — bedingt durch die veränderten Organisationsformen — eine organisational-strukturelle Entkopplung der Mitarbeiter von der Gesamtorganisation statt. Andererseits erfolgt zugleich eine räumlich-strukturelle Entkopplung insofern, als dass der Ort der Arbeitserfüllung ein anderer ist als der der Auftragserteilung. Ein Prozess, der auch in Zukunft durch die Fortschritte der IuK-Technologie vorangetrieben werden wird.
Axel Vinke

Teil B. Commitment und soziale Identifikation

Zusammenfassung
Die in der Einleitung angesprochene räumlich-strukturelle Entkopplung von Organisation und Individuum kann die Prinzipien, auf denen deren Beziehung basiert, in Frage stellen. Beide Partner gehen eine Bindung ein, um ihre jeweiligen Bedürfnisse5 befriedigen zu können, und sind dafür bereit, bestimmte Verhaltensweisen zu zeigen, bzw. sie bieten Eigenschaften, die der Bedürfniserfüllung des anderen dienlich sind. Eine Organisation sieht z.B. in den individuellen Eigenschaften „Bereitschaft zum Einsatz“, „berufliche Fähigkeiten und Erfahrungen“, „soziale Kompetenzen“ ihre wirtschaftlichen Ziele unterstützt. Das Partizipieren allein stellt fir eine Organisation jedoch noch kein befriedigendes Verhalten dar: Ein Mitarbeiter muss auch Leistung zeigen (March & Simon, 1958). Partizipation und Leistung sollen zusammen als produktive Verhaltensweisen bezeichnet werden. Dabei ist für eine Organisation erstens von besonderem Interesse, dass eine Person leistungsbezogene Verhaltensweisen zeigt, die über den vertraglich festgelegten Umfang hinausgehen. Zweitens ist es erforderlich, dass eine Person bestimmte kontraproduktive Verhaltensweisen, die sich einer vertraglichen Regelung entziehen, nicht zeigt6. Letzteres bedeutet auch, dass das Partizipations- und Leistungsverhalten ebenso in Situationen beibehalten wird — also einer Konsistenz unterliegen —, in denen Mitarbeiter ihr bisheriges Verhalten in Frage stellen könnten, etwa dann, wenn ihre Bedürfnisse durch die Organisation nicht mehr oder nur noch teilweise befriedigt werden. Dies könnte z.B. dann der Fall sein, wenn sich Arbeitsbedingungen verschlechtern oder attraktive, alternative Beschäftigungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.
Axel Vinke

Teil C. Die transaktionale Mensch-Umwelt-Beziehung

Zusammenfassung
Die Zusammenhänge zwischen räumlicher Umwelt und sozialer Identifikation können durch die vielschichtigen Erkenntnisse umweltpsychologischer Forschung deutlich gemacht werden: Diese untersucht die Beziehung von Mensch und Umwelt und auf welche Art und Weise letztere die individuellen Kognitionen, Emotionen und Verhaltensweisen beeinflusst.
Axel Vinke

Teil D. Auswirkungen büro-externer Arbeit auf das organisationale Commitment

Zusammenfassung
In den folgenden Kapiteln wird nun analysiert, welche Auswirkungen das Arbeiten außerhalb des Büros auf die Mechanismen der sozialen Identifikation und der handlungsfolgebezogenen Konsistenz haben kann. In diesem Zusammenhang sind in Kapitel 5 entscheidende Commitment-Mechansimen (CM) identifiziert worden, die in den folgenden Kapiteln dahingehend reflektiert werden sollen, inwiefern sie dem Einfluss von Mensch-Umwelt-Transaktionen unterliegen. Diesbezüglich sind in den zurückliegenden Kapiteln 36 Transaktionsmerkmale bestimmt worden. Mit dem weiteren Einflussfaktor der räumlich-sozialen Distanz ergibt sich daher eine 11×37-Beziehungsmatrix (vgl. Tab. 13.1: Commitment-Mechanismen, Transaktionsmerkmale und räumliche Distanz).
Axel Vinke

Teil E. Abschlussbetrachtungen

Zusammenfassung
Das Phänomen unserer Zeit, dass zunehmend multinationale Wirtschaftsverflechtungen, Unternehmenszusammenschlüsse und -kooperationen sowie die Entwicklungen der IuK-Technologien ortsentkoppelte Arbeitsstrukturen herausbilden, die Einfluss auf das Beziehungsgefüge von Individuum und Organisation haben, bietet Raum und Bedarf für eine Vielzahl an wissenschaftlichen Studien und Forschungsprojekten.
Axel Vinke

Backmatter

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