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Über dieses Buch

Das essential vermittelt einen Einblick in den Aufbau, die Funktionsweise und typische Regelungen eines „Virtual Stock Option“-Programms zur Mitarbeiterbeteiligung. Der Autor erläutert die Bedeutung der Mitarbeiterbeteiligung als Bestandteil einer zeitgemäßen Unternehmenskultur sowie deren Notwendigkeit für junge und etablierte Unternehmen, um die talentierten, qualifizierten und leistungsbewussten Mitarbeiter zu halten und zu binden. Das essential enthält zahlreiche Formulierungsbeispiele, die die Umsetzung in die Praxis erleichtern. Die 2. Auflage wurde dabei vollständig überarbeitetet und aktualisiert.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Sowohl bei innovativen Wachstumsunternehmen als auch im Mittelstand tobt regelmäßig ein Kampf um die talentiertesten Mitarbeiter (key persons). Gerade im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung in allen Wirtschaftsbereichen sind nicht mehr nur in der IT-/Digitalbranche bspw. erfahrene Programmierer oder Online Marketing Manager absolute Mangelware, die es – wenn einmal gefunden – mit allen monetären und nicht monetären Anreizen an das Unternehmen zu binden gilt. Der Faktor Humankapital ist, gleich ob bei Start-ups oder in der klassischen Wirtschaftswelt, für den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens entscheidend.
Christopher Hahn

Kapitel 2. Virtuelle Geschäftsanteile

Mitarbeiterbeteiligung funktioniert jedoch auch rechtlich einfacher, ohne dabei inhaltlich vom wesentlichen Ziel der wirtschaftlichen Erfolgsbeteiligung Abstriche zu machen. Über eine schuldrechtliche Vereinbarung („Phantom Share Agreement“, „Virtual Stock Option Plan“, VSOP) werden die Begünstigten vermögensmäßig so gestellt, als wären diese mit einer vorab bestimmten Zahl von Geschäftsanteilen an dem Unternehmen beteiligt („virtuelle Mitarbeiterbeteiligung“). Im Ergebnis wird somit das identische wirtschaftliche Ergebnis erreicht, das aufwendige Stock Option Programme (bspw. aus dem sog. genehmigtem Kapital, etc.) ebenso zum Ziel haben. Die virtuellen Geschäftsanteile stellen dabei schuldrechtliche Nachbildungen der tatsächlichen Geschäftsanteile dar.
Christopher Hahn

Kapitel 3. Aufbau und Inhalt eines VSOP

In der Praxis kann das VSOP wie nachfolgend erläutert in drei Schritten aufgesetzt werden. Hierbei handelt es sich um einen rechtlich unverbindlichen Gestaltungsvorschlag. Aufgrund der allgemeinen zivilrechtlichen Vertragsfreiheit und des schuldrechtlichen Charakters eines VSOP haben die Parteien (vorbehaltlich entgegenstehender zwingender Bestimmungen des Gesellschaftsrechts) ein hohes Maß an vertraglicher Gestaltungsfreiheit.
Christopher Hahn

Kapitel 4. Zeichnungsschein/Subscription Form

Der Zeichnungsschein/Subscription Form weist neben dem Namen des Begünstigten die konkrete Anzahl seiner ihm zugeteilten virtuellen Anteile aus. Ferner enthält die Subscription Form das Einverständnis des Mitarbeiters mit den Bestimmungen des VSOP und bildet in rechtlicher Sicht den verbindlichen Vertragsschluss zwischen ihm und der Gesellschaft durch die verbindliche Annahme (§ 151 BGB) des Angebots (§ 145 BGB) des Unternehmens.
Christopher Hahn

Kapitel 5. Ausübungserklärung/Execution Notice

Die Ausübungserklärung verweist ebenso auf die Bestimmungen des VSOP und regelt die wirtschaftliche Realisierung der virtuellen Anteile im Exit-Fall.
Christopher Hahn

Kapitel 6. Virtuelle Anteile und AGB-Inhaltskontrolle

Sofern bei Einführung eines virtuellen Mitarbeiterbeteiligungsprogramms standardisierte Vertragsformulare für eine Vielzahl von Mitarbeitern oder sonstige Begünstigte vorgesehen sind, stellt sich die Frage, ob das VSOP der sog. AGB-Inhaltskontrolle (§§ 307 ff. BGB) unterfällt. Soweit derartige Bestimmungen zum Nachteil des Begünstigten von gesetzlichen Regelungen abweichen und/oder den Vertragspartner unangemessen benachteiligen, indem sie nur die Interessen des Unternehmens berücksichtigen, können sie der Inhaltskontrolle unterliegen, die dazu führen kann, dass die entsprechende(n) Klausel(n) als solche unwirksam ist/sind.
Christopher Hahn

Kapitel 7. Fazit und Vorteile

Die Virtual Stock Option Plan Conditions bilden das rechtliche Rahmenwerk der virtuellen Mitarbeiterbeteiligung als Bestandteil einer zeitgemäßen Unternehmenskultur. Neben der wichtigen Festlegung des Basiswertes der virtuellen Anteile, finden sich dort allgemeine Regelungen zum Inhalt des schuldrechtlichen Zahlungsanspruchs des Begünstigten, zum Prozedere der Ausübung sowie zum Hintergrund und zum rechtlichen und inhaltlichen Umfang des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms. Der Zeichnungsschein/Subscription Form weist neben dem Namen des Begünstigten die konkrete Anzahl seiner virtuellen Anteile aus und stellt zugleich den rechtlich verbindlichen Vertragsschluss zwischen dem Begünstigten und dem Unternehmen dar, wohingegen die Ausübungserklärung/Execution Notice die wirtschaftliche Realisierung der virtuellen Anteile im Exit-Fall regelt.
Christopher Hahn

Backmatter

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