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Über dieses Buch

Dieses Lehrbuch für Bachelorstudenten behandelt in einem einführenden Kapitel zunächst die Grundkonzepte der Ökonomik: Knappheit, Kosten und Arbeitsteilung. Im darauf aufbauenden mikroökonomischen Teil geht es um die Bestimmungsgründe von Angebot und Nachfrage auf Märkten für Güter und für Produktionsfaktoren sowie um das Konzept des Marktgleichgewichts. Ausführungen zu den Problemen der Marktmacht und der externen Effekte (insbesondere Umweltverschmutzung) führen hin zu einer Diskussion der Rolle des Staates in der Marktwirtschaft. Im makroökonomischen Teil geht es zunächst um die Operationalisierung einschlägiger makroökonomischer Ziele wie beispielsweise Preisniveaustabilität und Wirtschaftswachstum sowie um die statistische Erfassung einschlägiger makroökonomischer Größen insbesondere im Rahmen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Darauf aufbauend werden das neoklassische und das keynesianische Modell der Einkommens- und Beschäftigungstheorie entwickelt und deren Politikempfehlungen abgeleitet. Ausführliche Kapitelzusammenfassungen mit weiterführenden Literaturhinweisen stellen zusätzliche Lernhilfen dar.Für die dritte Auflage wurden einige Unterkapitel neu gefasst und ergänzt sowie zahlreiche Aktualisierungen vorgenommen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Knappheit, Kosten und Arbeitsteilung: das Allokationsproblem

Zusammenfassung
Das Ziel des ersten Kapitels ist es, den Leser an das zentrale Thema der Volkswirtschaftslehre heranzuführen: das Allokationsproblem und seine Lösung durch den Marktmechanismus. Bei diesem Allokationsproblem geht es u. a. um die Fragen, wer welche Güter mit welchen Produktionsmitteln in welchen Mengen produzieren soll und wer die produzierten Güter anschließend bekommt. Zunächst werden die Ursachen des Allokationsproblems näher diskutiert: die gesamtwirtschaftliche Arbeitsteilung und hinter dieser stehende komparative Kostenvorteile in der Produktion. Anschließend wird ein erster Eindruck davon gegeben, wie (und unter welchen Umständen) der Marktmechanismus, also das durch den Preismechanismus koordinierte Aufeinandertreffen von Angebot und Nachfrage, das Allokationsproblem löst.
Bernd Woeckener

Kapitel 2. Bestimmungsgründe des Marktangebots

Zusammenfassung
Im zweiten Kapitel beschäftigen wir uns mit den Determinanten des Gütermarktangebots. Ein erster wesentlicher Bestimmungsgrund des Marktangebots ist die Produktionstechnologie. Diese operationalisieren wir mittels des Konzepts der Produktionsfunktion und charakterisieren sie mittels vier zentraler Kenngrößen: Produktivitäten, Produktionselastizitäten, Grenzraten der Faktorsubstitution und Skalenelastizitäten. Zusammen mit den Faktorpreisen als zweiter Determinante des Güterangebots leiten wir aus den Produktionsfunktionen über die kostenminimierenden Produktionsfaktormengenkombinationen die Kostenfunktionen her. Anschließend schauen wir auf die Erlösseite, wo der Güterpreis die dritte zentrale Determinante des Güterangebots ist. Darauf aufbauend wird gezeigt, wie ein Anbieter ohne Marktmacht seine gewinnmaximale Angebotsmenge durch den Abgleich von Güterpreis und Produktionsgrenzkosten findet (so genannte Outputregel). Aus diesem Entscheidungsverhalten der Gütermarktanbieter werden schließlich die Güterangebotsfunktionen abgeleitet.
Bernd Woeckener

Kapitel 3. Bestimmungsgründe der Marktnachfrage

Zusammenfassung
Im dritten Kapitel beschäftigen wir uns mit den Determinanten der Konsumgüternachfrage. An erster Stelle sind hier die Präferenzstrukturen der Nachfrager zu nennen. Wir zeigen, wie man diese Präferenzstrukturen mittels der Grenzraten der Substitution im Konsum sowie mittels der aus diesen Grenzraten abgeleiteten maximalen Grenzzahlungsbereitschaften beschreiben kann. Außerdem geht es um die beiden anderen wichtigen Bestimmungsgründe der Konsumgüternachfrage: die Konsumgüterpreise und die verfügbare Konsumausgabensumme. Beides zusammen ergibt für einen Nachfrager seine Budgetrestriktion. Darauf aufbauend wird gezeigt, wie ein Nachfrager seine nutzenmaximalen Konsumgüternachfragemengen durch die so genannte Konsumregel bestimmen kann. Aus diesem Entscheidungsverhalten der Konsumgüternachfrager werden schließlich die Güternachfragefunktionen abgeleitet.
Bernd Woeckener

Kapitel 4. Das Marktgleichgewicht

Zusammenfassung
In diesem Kapitel wollen wir uns mit dem Marktgleichgewicht beschäftigen, das resultiert, wenn das im zweiten Kapitel betrachtete Marktangebot auf die im dritten Kapitel betrachtete Marktnachfrage trifft. Dabei werden wir uns wie in den Vorkapiteln auf jenen Fall beschränken, in dem keiner der Anbieter Marktmacht in dem Sinne hat, dass er infolge eines großen Marktanteils merklichen Einfluss auf den Marktpreis hätte. Im nächsten Unterkapitel betrachten wir die Existenz und die Stabilität des Marktgleichgewichts bei gegebener Anbieterzahl, anschließend die Bestimmungsgründe der Höhe von Gleichgewichtspreis und Gleichgewichtsmenge. Mit dem vierten und letzten Unterkapitel kommen wir schließlich auf das zentrale Thema der Marktökonomik zu sprechen: dem Allokationsproblem und seiner Lösung durch den Markt. Hier werden wir zeigen, dass der Markt – unter den hier zugrunde gelegten Rahmenbedingungen (u. a. Abwesenheit von Marktmacht) – das Allokationsproblem nicht nur im Sinne einer Koordination aller einzelwirtschaftlichen Produktions- und Konsumpläne löst, sondern dass er es zudem in wohlfahrtsmaximaler Weise löst. Das bedeutet, es ist kein Allokationsmechanismus denkbar, der zu einer höheren gesamtwirtschaftlichen Wohlfahrt führen könnte. Dies ist der Fall, obwohl kein Marktteilnehmer dieses Wohlfahrtsoptimum zum Ziel hat. Die Anbieter schauen annahmegemäß nur auf ihren einzelwirtschaftlichen Gewinn, die Nachfrager nur auf ihren einzelwirtschaftlichen Nutzen. Trotzdem stellt sich die maximal mögliche Gesamtwohlfahrt ein.
Bernd Woeckener

Kapitel 5. Märkte für Produktionsfaktoren

Zusammenfassung
Im fünften Kapitel beschäftigen wir uns mit den Märkten für die Produktionsfaktoren Arbeit und neues Finanzkapital. Dabei schauen wir zunächst auf die Arbeitsmärkte, auf denen das Arbeitsangebot der Haushalte auf die Arbeitsnachfrage der Unternehmen trifft. Diskutiert werden die Bestimmungsgründe von Arbeitsangebot und Arbeitsnachfrage: Lohnsatz, Präferenzen und Arbeitsproduktivitäten. Darauf aufbauend wird das nutzen- bzw. gewinnmaximale Verhalten der Akteure abgeleitet, aus dem wiederum die Angebots- und Nachfragefunktionen für den Faktor Arbeit und damit das Arbeitsmarktgleichgewicht resultieren. Anschließend schauen wir auf den Markt für neues Finanzkapital, auf dem das Sparen der Haushalte als Neukapitalangebot auf die Investitionsmittelnachfrage der Unternehmen als Neukapitalnachfrage trifft. Diskutiert werden die Bestimmungsgründe von Sparen und Investitionen: Zinssatz, Präferenzen und Renditeerwartungen. Darauf aufbauend werden das nutzen- bzw. gewinnmaximale Spar- und Investitionsverhalten abgeleitet, woraus wiederum die Sparfunktion als Neukapitalangebotsfunktion und die Investitionsfunktion als Neukapitalnachfragefunktion und damit als Schnittpunkt das Kapitalmarktgleichgewicht resultieren.
Bernd Woeckener

Kapitel 6. Marktmacht und externe Effekte

Zusammenfassung
Im sechsten Kapitel beschäftigen wir uns mit zwei Phänomenen, die dafür verantwortlich sind, dass der Marktprozess oft nicht zu einem wohlfahrtsmaximalen Ergebnis führt: Marktmacht und externe Effekte. Marktteilnehmer haben Marktmacht, wenn sie als Folge eines merklichen Marktanteils bei Existenz von Marktzutrittsbarrieren merklichen Einfluss auf den Marktpreis haben. Wir schauen uns die Konsequenzen der Marktmacht am Beispiel eines Gütermarktanbieters an: Grenzerlöse, die unter den Preisen liegen, führen hier zu Preisen über den Grenzkosten und damit zu einem nicht wohlfahrtsoptimalen Ergebnis. Letzteres ist auch der Fall, wenn externe Effekte vorliegen. Von externen Effekten spricht man, wenn die im Gewinn- bzw. Nutzenmaximierungskalkül angerechneten Grenzkosten bzw. maximalen Grenzzahlungsbereitschaften nicht den tatsächlichen Grenzkosten bzw. Grenzzahlungsbereitschaften entsprechen. Ist das der Fall, so wird die einzelwirtschaftliche Verfolgung der Outputregel bzw. der Konsumregel zu keiner wohlfahrtsmaximalen Allokation führen. Das wichtigste Beispiel sind hier negative externe Umwelteffekte.
Bernd Woeckener

Kapitel 7. Die Rolle des Staates in der Marktwirtschaft

Zusammenfassung
Im siebten Kapitel beschäftigen wir uns mit jenen drei Aufgabenfeldern des Staates, die sich direkt aus Problemen bei der Marktallokation ergeben: die Verhinderung und Kontrolle wohlfahrtssenkender Marktmacht, die Internalisierung bestimmter Arten externer Effekte sowie die Korrektur der sich am Arbeitsmarkt ergebenden Einkommensverteilung. Mit Blick auf das erstgenannte Aufgabenfeld gehen wir näher auf das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen ein. Anschließend behandeln wir das Problem der Internalisierung ubiquitärer negativer externer Umwelteffekte mittels Mengenauflagen, über so genannte Pigou-Steuern sowie durch die Einführung handelbarer Umweltnutzungszertifikate. Schließlich diskutieren wir die Korrektur der marktlichen Einkommensverteilung nach der Leistungsfähigkeit durch eine staatliche Umverteilungspolitik, die sich auch am Kriterium der Bedürftigkeit orientiert.
Bernd Woeckener

Kapitel 8. Makroökonomische Analyse

Zusammenfassung
Im achten Kapitel beschäftigen wir uns mit vier zentralen Kennzeichen der makroökonomischen Analyse. An erster Stelle zu diskutieren ist dabei das für die Makroökonomik konstitutive Denken in hoch aggregierten gesamtwirtschaftlichen Größen wie „das Volkseinkommen“ und „die Geldmenge“. Anschließend geht es um die für die Makroökonomik grundlegende Sicht des gesamtwirtschaftlichen Geschehens als einem geschlossenen Wirtschaftskreislauf. Ein dritter behandelter Aspekt ist die makroökonomische Modellbildung in Form einer konsistenten Zusammenführung von Einzelhypothesen bezüglich des Verhaltens bestimmter Wirtschaftsakteure, welche mittels so genannter makroökonomischer Verhaltensfunktionen formuliert werden. Abschließend befassen wir uns mit der Rolle des Geldes in der makroökonomischen Analyse. Hier beleuchten wir sowohl die Grundlagen des Geldangebots durch die Zentralbank und die Geschäftsbanken als auch die Bestimmungsgründe der Geldnachfrage der Nichtbanken und führen diese beiden Seiten zu einer Betrachtung des makroökonomischen Geldmarktes zusammen.
Bernd Woeckener

Kapitel 9. Makroökonomische Ziele des Staates

Zusammenfassung
Im neunten Kapitel beschäftigen wir uns mit jenen makroökonomischen Zielen, die im Stabilitäts- und Wachstumsgesetz von 1967 und im Europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakt von 1997 verankert sind: Preisniveaustabilität, angemessenes und stetiges Wirtschaftswachstum, ein hoher Beschäftigtenstand sowie ein staatliches Budgetdefizit von nicht über drei Prozent und eine staatliche Schuldenstandsquote von nicht über sechzig Prozent. Wir diskutieren für jedes dieser Ziele, warum es sich dabei um einen erstrebenswerten Zustand handelt und wie man es messen und damit seine Einhaltung überprüfen kann.
Bernd Woeckener

Kapitel 10. Die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung

Zusammenfassung
Im zehnten Kapitel beschäftigen wir uns mit der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung VGR des Statistischen Bundesamtes und mit der Zahlungsbilanzstatistik der Deutschen Bundesbank. Nach einer Betrachtung des Kontensystems der VGR beleuchten wir die drei aus diesem Kontensystem gewonnenen so genannten Standardtabellen zur Dokumentation der zentralen Einkommenskonzepte etwas näher: die Entstehungsrechnung, die Verteilungsrechnung und die Verwendungsrechnung. Anschließend schauen wir auf die Zahlungsbilanz und ihre Unterbilanzen, insbesondere die Leistungsbilanz und die Kapitalbilanz.
Bernd Woeckener

Kapitel 11. Grundmodelle der Makroökonomik

Zusammenfassung
Im elften Kapitel beschäftigen wir uns mit den makroökonomischen Basismodellen der kurzfristig orientierten Einkommens- und Beschäftigungstheorie: dem neoklassischen Totalmodell, dem keynesianischen IS-LM-Modell, der Neoklassischen Synthese und dem keynesianischen Totalmodell. In einem ersten Schritt werden jeweils die zentralen Verhaltenshypothesen erläutert und anschließend das makroökonomische Gleichgewicht des Modells betrachtet. In einem zweiten Schritt werden dann die Wirkungen expansiver Geldpolitik und expansiver Fiskalpolitik vor dem Hintergrund des jeweiligen Modells diskutiert. Dieses Kapitel zielt im Kern darauf ab zu zeigen, unter welchen Umständen es zu unfreiwilliger Arbeitslosigkeit kommen kann und wie man diese beheben bzw. verhindern kann.
Bernd Woeckener

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