Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Andreas Hengstermann untersucht am Beispiel von Lebensmittel-Discountern die Wirksamkeit aktiver Bodenpolitik im Vergleich zu einer traditionellen, passiven Bodennutzungsplanung und zeigt auf, welche Vorgehensweise stärker zu einer Steuerung der räumlichen Entwicklung beiträgt. Diese bislang theoretisch begründete Annahme bildet die Grundlage des aktuellen Wandels des Schweizer Planungssystems und wird in ein empirisch untersuchbares Forschungsdesign übertragen. Die Wahl von Discounter-Filialen ermöglicht vergleichbare und aussagekräftige Rückschlüsse zur Wirksamkeit bodenpolitischer Strategien öffentlicher Planungsträger.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Tendenz von passiver Bodennutzungsplanung zu aktiver Bodenpolitik (Problemstellung und wissenschaftlicher Kontext)

Frontmatter

Kapitel 1. Bodenpolitik im Kontext des „Galmiz-Problems“ der Raumplanung

Zusammenfassung
Im Jahr 2004 wurde öffentlich, dass ein US-amerikanischer Biotechnologiekonzern für ca. 2. Mrd. Franken einen neuen Produktionsstandort mit rund 1.200 Arbeitsplätzen aufbauen möchte (vgl. NZZ 2006, Bachmann 2005). Zunächst war unklar, um welchen Konzern es sich handelt.
Andreas Hengstermann

Kapitel 2. Stand der bodenpolitischen Forschung

Zusammenfassung
Die Auseinandersetzung um Bodenpolitik basiert auf der Annahme, dass eine bodenpolitische Vorgehensweise der öffentlichen Hand eine grössere Wirksamkeit aufweist, als dies mit der klassischen Raumplanung der Fall ist. Diese Grundannahme besteht wiederum aus zwei wesentlichen, weiteren Annahmen: Erstens, dass Bodenpolitik etwas Anderes ist, als das, was als ´klassische Raumplanung´ bezeichnet wird. Zum anderen, dass diese, wie auch immer definierte, klassische Raumplanung eine geringe Wirksamkeit aufweist. Zusammengenommen definieren diese Grundannahme mit ihren beiden Teilannahmen den Rahmen der vorliegenden Arbeit – oder, um genauer zu sein – die Forschungslücke, zur deren Verkleinerung die vorliegende Arbeit einen Beitrag liefern möchte.
Andreas Hengstermann

Kapitel 3. Theoretische Annahmen zur Wirkung von Bodenpolitik

Zusammenfassung
Die Ausarbeitung von theoretischen Annahmen zur Wirksamkeit von Bodenpolitik soll in Bezugsrahmen, Theorie und Modell gestaffelt werden. Die drei Teile entsprechend der Einteilung nach Ostrom (2005, 2007) und sind nach ihrem Abstraktionsgrad sortiert.
Andreas Hengstermann

Forschungsdesign

Frontmatter

Kapitel 4. Allgemeiner Forschungsrahmen

Zusammenfassung
Auf Grundlage dieser allgemeinen und theoretischen Vorüberlegungen wird ein allgemeiner Forschungsrahmen bestehend aus dem Forschungsinteresse (Kap. 4.1), den Forschungsvariablen und -fragen (Kap. 4.2), den Forschungshypothesen (Kap. 4.3) und der Positionierung der Arbeit (Kap. 4.4).
Andreas Hengstermann

Kapitel 5. Spezifischer Untersuchungsaufbau

Zusammenfassung
Um die im allgemeinen Forschungsrahmen aufgezeigte Fragestellung zu beantworten wird ein spezifischer Untersuchungsaufbau gewählt. Im Folgenden werden daher die verschiedenen Elemente des Forschungsrahmens auf diesen Untersuchungsaufbau übertragen und konkretisiert. Die Darstellung erfolgt in drei Teilen.
Andreas Hengstermann

Kapitel 6. Untersuchungseinheit Lebensmittel Discounter

Zusammenfassung
Die Wahl der Untersuchungseinheit Lebensmittel-Discounter macht es notwendig diese als räumliches Element vorzustellen. Die Darstellung der Discounter soll dabei die der vorliegenden Arbeit zugrundeliegenden Annahmen kenntlich machen und begründen. Untersuchungseinheit wird daher aus vier unterschiedlichen Perspektiven betrachtet.
Andreas Hengstermann

Kapitel 7. Untersuchungsmethode

Zusammenfassung
Entsprechend ist für die vorliegende Arbeit eine zielführende Methodik zu entwickeln. Im Sinne eines Ansatzes mit verschiedenen Methoden (mixed-methods) werden dabei sowohl qualitative, wie quantitative Methoden herangezogen (vgl. Etzioni 1967). Hierdurch wird ermöglicht, dass sowohl Erkenntnisse über den Zustand der Ressource (oder genau: der gewählten Untersuchungseinheit) erhoben, als auch die akteurszentrierten Prozesse analysiert werden, die diesen Zustand verursacht haben. Des Weiteren wird ermöglicht, dass (im Sinne einer hypothesengeleiteten Forschung) deduktiv erarbeitete Erwartungen getestet werden, als auch (im Sinne einer offenen Forschung) explorative Erkenntnisse zugelassen werden.
Andreas Hengstermann

Empirische Erkenntnisse

Frontmatter

Kapitel 8. Screening des institutionellen Bodenregimes in der Schweiz

Zusammenfassung
In der Kommunikationswissenschaft gilt, dass es unmöglich ist nicht zu kommunizieren. “Denn jede Kommunikation (nicht nur mit Worten) ist Verhalten und genauso wie man sich nicht nicht verhalten kann, kann man nicht nicht kommunizieren.” (Watzlawick / Beavin / Jackson (1969/2007: 53).
Andreas Hengstermann

Kapitel 9. Bodenpolitische Instrumente

Zusammenfassung
Basierend auf der erarbeiteten Definition sollen nun die Instrumente der Bodenpolitik identifiziert und vorgestellt werden. Da allein im öffentlich-rechtlichen Bereich der Schweizerischen Rechtsordnung etwa 158 Instrumente existieren, die Bodeneigentum und dessen Nutzung regulieren (vgl. Knoepfel und Wey 2006), erfolgt die Darstellung gezwungenermassen selektiv. Verschiedene Instrumente, die auf einem grundsätzlich vergleichbaren Mechanismus basieren, werden dabei zusammengefasst.
Andreas Hengstermann

Kapitel 10. Befunde zum Wirkungsmechanismus aktiver Bodenpolitik

Zusammenfassung
Die Befunde zum Wirkungsmechanismus aktiver Bodenpolitik stützen sich auf die vier dargestellten Bausteine. Das vorliegende Kapitel folgt grundsätzlich diesem Aufbau. Zunächst werden daher die Ergebnisse der Fernerkundung präsentiert, welche Rückschlüsse zur städtebaulichen Qualität von Lebensmittel-Discounter-Filialen in der Schweiz ermöglichen (Kap. 10.1).
Andreas Hengstermann

Diskussion der Ergebnisse

Frontmatter

Kapitel 11. Schlussfolgerungen zur allgemeinen Wirksamkeit aktiver Bodenpolitik zur Umsetzung planerischer Ziele (Diskussion der Hypothesen)

Zusammenfassung
Die präsentierten Fallstudien dienen der Analyse der tatsächlichen Wirkungszusammenhänge. Sie schliessen den Baustein C (Fallstudien) ab und ergänzen die vorangegangen empirischen Bausteinen A (Fernerkundung) und B (Fragebogen). Im Baustein A wurde mittels Fernerkundung die städtebauliche Qualität (fast) aller Lebensmittel-Discounter-Filialen in der Schweiz evaluiert, also eine Grobabschätzung des Zustandes der abhängigen Variable vorgenommen.
Andreas Hengstermann

Kapitel 12. Reflexion zur Übertragbarkeit und Generalisierbarkeit

Zusammenfassung
Dem vorliegenden Wissenschaftsverständnis folgend, dienen wissenschaftliche Arbeiten nicht der Erarbeitung von konzeptionellen Lösungen, sondern der Erforschung von plausiblen Kausalitäten. Von daher stellt die Übertragung der Erkenntnisse auf andere räumliche Entwicklungen einen Zwischenschritt und eine allgemeine Generalisierung das Ziel dar. Die Komplexität von räumlichen Prozessen (und sozialwissenschaftliche Fragestellungen allgemein) lassen jedoch keine absolut generalisierbaren Aussagen zu.
Andreas Hengstermann

Kapitel 13. Ableitung von Handlungsempfehlungen

Zusammenfassung
Die bisherigen dargestellten Erkenntnisse sind ausschliesslich analytisch. Um die daraus gewonnenen Erkenntnis auch für die planerische Praxis relevant zu machen, werden im Folgenden Handlungsempfehlungen abgeleitet. Diese sind lösungs- und handlungsorientiert und dementsprechend deutlich interpretativer als die bisherigen Abstraktionen.
Andreas Hengstermann

Backmatter

Weitere Informationen