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Über dieses Buch

Der Band bündelt theoretische und praxisorientierte Beiträge unterschiedlicher Disziplinen zum Zustand und zur Zukunft der Ökosozialen Marktwirtschaft in Deutschland. Das klassische ordnungspolitische Modell der Sozialen Marktwirtschaft hat 70 Jahre nach Gründung der Bundesrepublik nichts von seiner Aktualität und Attraktivität eingebüßt. Und doch werden die Rufe nach einer ökologischen Weiterentwicklung lauter. Eine intensive Debatte zur Weiterentwicklung der sozialen Marktwirtschaft, die einen wirklichen Ausgleich zwischen Ökonomie und Ökologie anstrebt und den Blick auf die Probleme und Herausforderungen des 21. Jahrhunderts richtet, scheint daher notwendiger denn je.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einführung

Zusammenfassung
Wie kann es anders sein: Ihr Inhalt war und ist umstritten, ihre Kernbotschaft heftig diskutiert. Immer dann, wenn eine Studie nachhaltige Wirkung entfaltet, wenn sie mit ihrem Inhalt den „Nerv“ der Zeit trifft und in die Zukunft ausgreift, wenn sie bewusst auf gesellschaftlich-politische Debatten mit dem Ziel grundlegender Veränderungen setzt, dann bleibt dieses nicht aus, ja, ist gar gewollt. So auch vor 45 Jahren, als eine Studie zur Zukunft der Weltwirtschaft mit dem Titel „Die Grenzen des Wachstums“ darauf abzielte, das Verhältnis von Ökonomie und Ökologie gänzlich neu, zugunsten einer stärkeren Beachtung der ökologischen Folgekosten ungebremsten wirtschaftlichen Wachstums weltweit, zu justieren – weg von einem rein quantitativen Wachstum nationaler Volkswirtschaften und damit der Weltwirtschaft, hin zu einem qualitativen, auf Ökologie und soziale Folgekosten ausgerichteten Wachstum, das die – endlichen – natürlichen Ressourcen weit stärker in die Kalkulation von Wirtschaft und Politik mit einbeziehen sollte, als dies bis dahin der Fall war.
Christoph Brüssel, Volker Kronenberg

Akzeptanz des Systems der ökologisch-sozialen Marktwirtschaft im Kontext von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft

Zusammenfassung
Die Beobachtung einer Entwicklung der Sozialen Marktwirtschaft zu einer ökologisch- sozialen Marktwirtschaft als Modell zur systemischen Organisation der Wirtschaft und der Gesellschaft verlangt die Auseinandersetzung mit dem System und dem Stellenwert im Kontext seiner Relevanz bei politischen Instanzen, gesellschaftlichen Prozessen und ökonomischen Perspektiven.
Christoph Brüssel

Demokratie, Zukunft, Nachhaltigkeit

Zur Rolle einer weltweiten Ökosozialen Marktwirtschaft
Zusammenfassung
Ist für 10 Milliarden Menschen 2060 eine balancierte, auskömmliche, friedliche und zukunftsorientierte Welt denkbar? Und was sind die Alternativen? Möglich, wohl sogar wahrscheinlicher, als eine Welt in Balance, sind eine weltweite Zweiklassengesellschaft oder ein ökologischer Kollaps. Dies hängt mit den Möglichkeiten der Aushebelung der Demokratie über Globalisierung zusammen, mit den absehbar gefährlichen Möglichkeiten technischer Intelligenz und technischer Systemen zur Substituierung auch anspruchsvoller Tätigkeit einerseits und Totalkontrolle über den Menschen (Brot und Spiele) andererseits, mit einer eventuellen Klimakatastrophe, aber auch dem sogenannten Trilemma der Globalisierung.
Franz Josef Radermacher

Zur Bedeutung einer balancierten Einkommens- und Vermögensverteilung

Empirische und analytische Einsichten
Zusammenfassung
Das Phänomen sozialer Ungleichheit ist in den vergangenen Jahren mehr und mehr in den Fokus des öffentlichen Interesses gerückt. 2015 beschäftigten sich die Medien in zahlreichen OECD-Staaten mit der sich in der Gesellschaft hinsichtlich der Einkommens- und Vermögensverteilung zunehmend öffnenden Schere. Angestoßen wurde dieses Medienecho durch eine Studie der OECD, die konstatierte, dass die Einkommensungleichheit in den meisten OECD-Staaten Rekordwerte erreicht hat; dies in einer Zeit, in der die Entwicklungs- und Schwellenländer in noch größeren Ungleichheiten verharren.
Estelle L. A. Herlyn

Profitmaximierung oder Gemeinwohlmehrung

Interne und externe Motive des Umdenkens
Zusammenfassung
Dreht man die Zeit um 1 000 Jahre zurück und stellt sich der Aufgabe, die Welt ökonomisch zu vermessen, so ergäbe sich ein übersichtliches Bild.
Max W. Römer

Industrielle, konventionelle, traditionelle und ökologische Landwirtschaft in ethischer Perspektive

Zusammenfassung
Die wachsende Weltbevölkerung, klimatische Veränderungen und steigender globaler Wohlstand stellen eine vielschichtige und ungünstig wechselwirkende Herausforderung für die Landwirtschaft dar: Immer mehr Lebensmittel müssen für eine steigende Anzahl von Menschen unter erschwerten Bedingungen rund um die Uhr verfügbar sein. Innovationen und technischer Fortschritt ermöglichen es, dass ein deutscher Landwirt heute bereits 144 Menschen ernähren kann, das sind über 130 mehr als noch 1949 und 46 mehr als 1990.
Franz-Theo Gottwald, Nora Klopp

Normung – Gesellschaftsinstrument zur Konkretisierung ökologischer Zielstellungen

Zusammenfassung
DIN ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein, wird privatwirtschaftlich getragen und wurde 1917 in Berlin gegründet (Bild). DIN ist laut eines Vertrages mit der Bundesrepublik Deutschland von 1975 die zuständige deutsche Normungsorganisation für die europäischen und internationalen Normungsaktivitäten.
Albert Hövel

Generationengerechtigkeit – auf die Jugend kommt es an

Zusammenfassung
Zentral für die Idee der Ökosozialen Marktwirtschaft ist der Gedanke der Nachhaltigkeit. Das wirtschaftliche Handeln soll demnach sowohl in ökologischer wie sozialer Hinsicht auch und besonders nachfolgenden Generationen gute Zukunftsperspektiven ermöglichen. Dabei stellt sich die Frage, von welcher Qualität diese Perspektiven sein müssen.
Stefan Brüggemann

Die (In-)Kompatibilität von Hochleistung und (sozialer) Verantwortung: Der Ehrliche ist der …?!

Zusammenfassung
Wenn auch in der Wirtschaft Hochleistung, sei es aus Spaß an der Arbeit, aus unternehmerischen Zwängen oder gar Zielen heraus, nicht selten ein Postulat darstellt, so wird der Begriff Hochleistung doch zunächst und allgemein eher mit dem Sport assoziiert: Hochleistungssport.
Claus Dethloff

Automatisierung und Digitalisierung in einer „ökosozialen“ Marktwirtschaft

Zusammenfassung
Der soziale Teil der ökosozialen Marktwirtschaft ist mein Thema. Hier spielt die Digitalisierung und Automatisierung eine Rolle. Wie gehen wir damit um, damit Führung sozial-verantwortlich handelt?
Ulf Posé

Anthropologische Grundlagen und Bestimmungen der Ökosozialen Marktwirtschaft

Ein Streifzug durch die politische Theorie- und Ideengeschichte
Zusammenfassung
Die Ökosoziale Marktwirtschaft als ebenso logische wie notwendige Fortentwicklung der klassischen Sozialen Marktwirtschaft ist eingelassen in das mannigfaltige Bezugsgeflecht von Politik und Ökonomie. Für den politischen Beobachter stellt es im Grunde eine Binsenweisheit dar, dass politische und wirtschaftliche Zusammenhänge auf das Engste miteinander verflochten und verwoben sind. Ein kursorischer Blick auf wichtige politische Großereignisse, Krisen und Kontroversen der vergangenen Jahre von der „Eurokrise“ über die „Energiewende“ bis hin zur „Flüchtlingsherausforderung“ – um nur ein paar assoziationsreiche Schlagworte zu nennen – bestätigt diese Annahme.
Manuel Becker

Dematerialisierung

Die Neuverteilung der Welt in Zeiten der Digitalen Transformation und die Folgen für die Arbeitswelt
Zusammenfassung
Der digitale Wandel macht vor keinem Wirtschaftssegment und auch vor keinem Lebensbereich halt. Vor dem Hintergrund dieser gravierenden Veränderungen ist es erstaunlich, dass die Politik noch nicht die Initiative ergriffen hat, um sich und die Gesellschaft auf die Transformation besser vorzubereiten. Es ist aus meiner Sicht mehr als überfällig, eine grundlegende Studie in Auftrag zu geben, einen Think Tank oder wenigstens eine Kommission ins Leben zu rufen.
Karl-Heinz Land

Soziale Marktwirtschaft im Zeitalter der digitalisierten Globalisierung: was kann bleiben, was ist zu ändern?

Zusammenfassung
Die Pfeiler des heutigen Sozialstaates wurden zu Zeiten Bismarcks im 19. Jahrhundert gesetzt. Der Ausbau erfolgte nach dem Zweiten Weltkrieg. Er ging einher mit einem Wirtschaftswunder, einem stark steigenden Wohlstand, einem Babyboom und einem Industriezeitalter mit arbeitsintensiver Fertigung.
Thomas Straubhaar

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