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2022 | Buch

Vorurteile

haben immer nur die anderen

verfasst von: Prof. Dr. Juliane Degner

Verlag: Springer Berlin Heidelberg

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Über dieses Buch

Liegen Stereotype und Vorurteile in der Natur des Menschen?

Das Buch vermittelt eine Einsicht in psychologische Prozesse und Mechanismen, die Stereotypen und Vorurteilen zugrunde liegen. Dabei zeigt es auf, welchen Anteil diese an Rassismus, Sexismus und anderer gruppenbasierter Diskriminierung haben.

Basierend auf aktuellen Forschungsergebnissen aus der Sozialpsychologie regt das Buch zur Selbsteinsicht an. Es macht erfahrbar, wie leicht Stereotype und Vorurteile unsere Wahrnehmung, unser Denken und unser Handeln beeinflussen – auch dann, wenn wir uns selbst für tolerant halten.

Erfahren Sie, warum es nicht nur unrealistisch, sondern sogar schädlich sein kann, das eigene Denken und Handeln für unvoreingenommen, objektiv und fair zu halten. Durch dieses Buch werden Sie herausfinden, warum viele unserer Versuche, tolerant und vorurteilsfrei zu sein, oft zum Scheitern verurteilt sind. Letztendlich erhalten Sie Denkanreize, wie Diskriminierung abgebaut und Chancengleichheit erreicht werden kann.

Über die Autorin

Juliane Degner ist Professorin für Sozialpsychologie an der Universität Hamburg. Sie forscht vor allem zu automatischen Prozessen der sozialen Wahrnehmung und Eindrucksbildung und welchen Einfluss soziale Kategorisierungsprozesse, Stereotype und Vorurteile darauf haben.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
Kapitel 1. Worum es in diesem Buch geht (und wie Sie es lesen sollten)
Zusammenfassung
Wenn Sie dieses Buch lesen, wird es nötig sein, sich ein wenig mit Ihren eigenen Vorstellungen und alltagspsychologischen Grundideen darüber auseinanderzusetzen, was Vorurteile eigentlich sind, wer warum Vorurteile hegt und was die Ursachen von diskriminierendem Handeln sein könnten. Unsere Alltagspsychologie passt nämlich mitunter nicht zu den Erkenntnissen aus der wissenschaftlichen Forschung.
Juliane Degner
Kapitel 2. Gibt es ein Paradox der toleranten Gesellschaft?
Zusammenfassung
Wir leben in einem Land der Aufklärung, des Wohlstandes und der Toleranz, in dem die Mehrheit der Bevölkerung demokratische Einstellungen teilt und die Würde und Gleichheit aller als schützende Werte ansieht. Trotzdem sind Diskriminierung und Ungleichbehandlung in diesem Land keien Ausnahmeerscheinungen, sondern altäglich. Wie kann das sein?.
Juliane Degner
Kapitel 3. Wer hat Vorurteile? Oder: Gibt es eine vorurteilsbehaftete Persönlichkeit?
Zusammenfassung
Wenn wir an Menschen mit Vorurteilen denken, kommen uns meist ganz bestimmte Bilder in den Kopf. Überlegen Sie einmal kurz: Wer hegt Vorurteile und wer nicht? Gibt es wirklich so etwas wie eine vorteilsbehaftete Persönlichkeit?
Juliane Degner
Kapitel 4. Das Körnchen Wahrheit (?)
Zusammenfassung
Es ist eine weitverbreitete alltagspsychologische Grundannahme über Stereotype und Vorurteile, dass diese vor allem deshalb schädlich sind, weil sie nachweisbar falsch sind. Oder zumindest, weil sie unberechtigte Übergeneralisierungen enthalten. Definieren wir Vorurteile in diesem Sinne als unüberlegte oder unzutreffende Vorverurteilungen, ergibt sich daraus auch eine recht einfache Maßnahme, um gegen Vorurteile vorzugehen: Aufklärung und Richtigstellung. Aber irgendwie scheinen Stereotype und Vorurteile doch auch immer ein Körnchen Wahrheit zu beinhalten. Was bedeutet das eigentlich für ihre Widerlegbarkeit und den Abbau vorurteilsbehafteten Denkens?
Juliane Degner
Kapitel 5. Leistungen und Grenzen des menschlichen Denkens
Zusammenfassung
Wenn wir verstehen wollen, wie unser Gehirn, dieser enorm leistungsfähige Denkapparat, soziale Informationen verarbeitet und aufbereitet, dann müssen wir uns mit ein paar Grundlagen von Wahrnehmungs- und Denkprozessen auseinandersetzen. Dies hilft zu verstehen, wie Stereotype und Vorurteile überhaupt entstehen und wie sie unser Denken und Handeln beeinflussen.
Juliane Degner
Kapitel 6. Grundprinzipien der Informationsverarbeitung
Zusammenfassung
Menschen verfügen über ein im Vergleich zu ihrer Körpergröße ziemlich großes Gehirn. Unser Gehirn ist nicht nur recht groß, es arbeitet auch mit erstaunlicher Effektivität und Effizienz: Es kann in hoher Geschwindigkeit riesige Mengen an Sinneseindrücken aus einer komplexen Umwelt verarbeiten und sinnvolles Handeln auslösen. Ein Hauptgrund für diese erstaunliche Leistung ist, dass unser Gehirn eingehende Informationen zusammenfasst, vereinfacht und in sinngerechte Häppchen teilt, es kategorisiert.
Juliane Degner
Kapitel 7. Wahrnehmungskonsequenzen
Zusammenfassung
Im vorherigen Kapitel habe ich zwei Grundprinzipien der sozialen Informationsverarbeitung erläutert: Kategorisierung und Automatizität. Nun soll es darum gehen, die Konsequenzen dieser Eigenschaften unseres Denkens zu verdeutlichen. Wir konzentrieren uns in diesem Kapitel auf die Effekte sozialer Kategorisierung auf unsere Wahrnehmung und erste Eindrucksbildung. .
Juliane Degner
Kapitel 8. Verhaltenskonsequenzen
Zusammenfassung
In den vorherigen Kapiteln habe ich ausführlich dargestellt, wie unser Gehirn Informationen über soziale Gruppen verarbeitet, ordnet und speichert. In dem Zusammenhang haben wir uns ausführlich mit den Grundprinzipien sozialer Kategorisierung und automatischer Informationsverarbeitung auseinandergesetzt. Nun erläutere ich, welche Relevanz diese basalen kognitiven Strukturen und Prozesse für unser soziales Denken, Urteilen, und Entscheiden haben.
Juliane Degner
Kapitel 9. Über Ursprünge von Stereotypen und Vorurteilen
Zusammenfassung
Wie und warum bilden wir soziale Kategorien, Stereoytpe und Vorurteile? Ganz einfach: Wir leben in einer Gesellschaft, die anhand sozialer Kategorien strukturiert ist und in der die Zugehörigkeit zu sozialen Kategorien unsere Erfahrungen in allen Lebensbereichen regelhaft beeinflusst. Wir lernen daher, die sozial relevanten Kategorien automatisch anzuwenden, wenn wir soziale Informationen verarbeiten. Dabei spielen verschiedene Faktoren und Lernprozesse eine wichtige Rolle, die hier genauer betrachtet werden.
Juliane Degner
Kapitel 10. Habe ich Vorurteile?
Zusammenfassung
Lässt sich herausfinden, ob und wenn ja, wie stark das eigene Denken, Fühlen und Handeln von Stereotypen und Vorurteilen beeinflusst sein könnte? Glauben Sie, dass auch Ihr Verhalten durch soziale Kategorisierung, Stereotype und Vorurteile beeinflusst wird? Und wenn ja, ändert das etwas daran, wie Sie sich in Zukunft verhalten werden?
Juliane Degner
Kapitel 11. Interventionen, die gut gemeint, aber wenig erfolgreich sind
Zusammenfassung
Es ist eine Alltagsweisheit, dass gute Absichten nicht unbedingt zu guten Taten führen. Das gilt leider auch für viele der Ideen, Vorsätze und Strategien, mit denen Menschen spontan versuchen, weniger vorurteilsbehaftet zu denken oder zu handeln. Und auch nicht alle gutgemeinten Kampagnen, Aktionen oder Programme führen automatisch zu mehr Toleranz und Chancengleichheit. Mitunter haben sie sogar unerwünschte Nebenwirkungen oder sogar paradoxe Wirkungen oder Bumerangeffekte.
Juliane Degner
Kapitel 12. Ist es wirklich leichter, ein Atom zu spalten als ein Vorurteil?
Zusammenfassung
Können wir unser Wissen über soziale Kategorisierungen und automatische Denk- und Entscheidungsprozesse dafür nutzen, diese zu wandeln und in erwünschtere Bahnen zu lenken? Gibt es alternative Wege, Toleranz und Chancengleichheit zu erreichen?
Juliane Degner
Backmatter
Metadaten
Titel
Vorurteile
verfasst von
Prof. Dr. Juliane Degner
Copyright-Jahr
2022
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-60572-1
Print ISBN
978-3-662-60571-4
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-60572-1

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