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Über dieses Buch

Das VSOP Kursbuch liefert theoretische und praxisnahe Grundlagen zu den Kernaufgaben der Sozialplanung. Es bietet damit Einblick und Orientierung für Fachkräfte aus der öffentlichen Verwaltung, von freien Trägern sowie von Instituten und auch Unternehmen, die Fragen der Sozialplanung bearbeiten sowie für Wissenschaft und Studium. Sozialplanung ist das strategische Instrument zur Gestaltung der sozialen Infrastruktur vor Ort und fachpolitische Steuerungsunterstützung und trägt damit dazu bei, sich den zunehmenden sozialpolitischen Herausforderungen in den Kommunen Deutschlands stellen zu können. Sozialplanung bewegt sich dabei im Spannungsfeld von Politik, Wissenschaft und Praxis und ist damit Sozialforschungs-, Planungs- und Koordinationstätigkeit.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Ziele, Aufgaben und Arbeitsweise des Vereins für Sozialplanung (VSOP) e. V.

Zusammenfassung
Der Verein für Sozialplanung e. V. (VSOP) ist ein selbst organisiertes Netzwerk von Sozialplanerinnen und Sozialplanern aus der Praxis in Kommunen, Landesund Bundesbehörden, bei freien Trägern der Wohlfahrtspflege, in Beratungsund Planungsinstituten und in Aus- und Fortbildungseinrichtungen. Der VSOP ist offen für alle beruflich mit Sozialplanung befassten oder an der Förderung angewandter Sozialplanung interessierten Personen. Grundlegend für dieses in Deutschland einmalige thematische Forum sind Interdisziplinarität, Praxisbezug, Arbeitsfeldorientierung und ein prozessuales, kommunikatives und beteiligungsorientiertes Grundverständnis von Planung.
Ingo Gottschalk

Kapitel 2. Vorwort – Sozialplanung aktuell

Zusammenfassung
Die Geschichte der Sozialplanung in Deutschland ist mit fast 40 Jahren vergleichsweise kurz. Nach der ersten wirtschaftlichen Rezessionsphase der Nachkriegszeit im Jahr 1966/67 wurde im Zuge von Regierungs- und Verwaltungsreformen politisch-gesellschaftliche Planung als Ansatz zur Krisenbewältigung ungesteuerter marktwirtschaftlicher Fehlentwicklungen etabliert. Auf kommunaler Ebene wurde in der Einrichtung einer integrierten Entwicklungsplanung ein Weg zur Lösung der wirtschaftlichen, städtebaulichen und sozialen Probleme gesehen.
Ingo Gottschalk

Kapitel 3. Geschichte der Sozialplanung, theoretische Grundlagen, Methodologie

Zusammenfassung
Leitfragen: Wie kommt es zur Sozialplanung in Deutschland und wer hat die Impulse für diese neue Planungsdisziplin geliefert? Wie lässt sich das Profil einer Profession bzw. Disziplin identifizieren? Wo hat sie ihre Wurzeln? Wer waren die Leitfiguren und Promotoren? Welcher Wandel in der Professionsentwicklung ist eingetreten? Wo steht Sozialplanung heute? Wie fest umrissen ist ihr Berufsbild.
Walter Werner

Kapitel 4. Politischer und rechtlicher Rahmen von Sozialplanung

Zusammenfassung
Die Gemeinden, Städte und Gemeindeverbände (Landkreise, andere Gebietszusammenschlüsse von Gemeinden/Städten) sind Selbstverwaltungsträger, deren Existenz vom Grundgesetz garantiert wird (Art. 28 Abs. 2 GG). Deshalb erstreckt sich die Wahrnehmung staatlicher Aufgaben und die Ausübung von Staatsgewalt auch auf die Kommunen, die aber ausschließlich der gesetzesausführenden Gewalt (Exekutive) zuzurechnen sind. Zusammen mit Bund und Bundesländern bilden die Kommunen die dritte gebietsbezogene Ebene öffentlicher Verwaltung.
Bernhard Rohde

Kapitel 5. Sozialraumorientierung

Zusammenfassung
Die Diskussion um die sogenannte Sozialraumorientierung in der Sozialen Arbeit hat in den letzten Jahren an Stärke gewonnen und „verschafft einem wichtigen Arbeitsprinzip in der Sozialen Arbeit unter neuem Namen wieder eine größere Beachtung“ (Dahme/Wohlfahrt o. J., S. 1). In diesem Zusammenhang wird die Sozialraumorientierung in der Sozialen Arbeit als Fortsetzung bzw. Weiterentwicklung von Konzepten der Gemeinwesenarbeit verstanden.
Isolde Heintze

Kapitel 6. Managementkreislauf der Sozialplanung und kommunale Steuerungsprozesse

Zusammenfassung
Der Managementkreislauf der Sozialplanung stellt Bürgerinnen und Bürger, Politik, Verwaltung und freie Träger in den Mittelpunkt. Idealtypisch hat er seinen Ausgangspunkt bei der Bereitstellung von Grunddaten für die sozialpolitischen Leitlinien durch die Sozialberichterstattung. Er endet mit der Überprüfung und Bewertung von Wirkung und Wirtschaftlichkeit der Leistungen und der Leistungserbringung, um erneut mit der Bereitstellung von Grunddaten einen neuen Kreislauf zu begründen.
Susanne Cordts, Ingo Gottschalk

Kapitel 7. Wirkungsorientierung

Zusammenfassung
Bevor die Messung der Leistung sozialplanerischer Maßnahmen, ihre Hürden und erforderlichen Prozesse im Vordergrund stehen, muss definiert werden, was unter Wirkung zu verstehen ist. Manch einer wertet z. B. Jugendhilfe-Maßnahmen unter dem Aspekt ihrer Dauer aus und interpretiert dann kurze Maßnahmen als hochwirksam. Das ist eindimensional gedacht und geht von der Annahme aus, die Dauer stehe in eindeutigem Zusammenhang zum Ergebnis, ohne dieses belastbar nachweisen zu können.
Uta Riegel

Kapitel 8. Sozialberichterstattung

Zusammenfassung
Allgemein formuliert besteht die Aufgabe der Sozialberichterstattung darin, die soziale Situation von Menschen innerhalb eines abgegrenzten Gebiets (z. B. Bundesland, Landkreis, Kommune) zu beschreiben, um die gewonnenen Erkenntnisse der Öffentlichkeit und insbesondere der Politik zugänglich zu machen. Dabei richtet sich das Augenmerk auf Lebensphasen mit erhöhtem Schutzund Unterstützungsbedarf (Kindheit, Alter) wie auch auf bestimmte Zielgruppen mit eingeschränkten Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe. Innerhalb der Sozialplanung ergibt sich die Bedeutung der Sozialberichterstattung vor allem aus ihrer Position im Managementkreislauf.
Renate Dohmen-Burk

Kapitel 9. Beteiligungsorientierte Sozialplanung

Zusammenfassung
Die Beteiligung aller Akteurinnen und Akteure ist zu einem festen Bestandteil moderner Sozialplanung geworden. Dass Beteiligungsverfahren angewendet werden, verdeutlicht die inzwischen bestehende enge Kopplung der Sozialplanung mit der Umsetzung und Weiterentwicklung des Inventars an Angeboten und Maßnahmen für den sozialen Bereich. Sie weist zudem auf die Öffnung der Sozialplanung gegenüber den vielfältigen Ressourcen in einer Kommune bzw. ihren Sozialräumen hin.
Jörg Dittmann, Klaus Cartus

Kapitel 10. Ausblick – Selbstverständnis, Standards und Haltung der Sozialplanenden

Zusammenfassung
Leitfragen: Wozu ist Sozialplanung da? Was machen Sozialplanende eigentlich, wenn sie planen? Welche Szenarien einer möglichen Zukunft haben sie, wie entwerfen sie diese in Prognosen oder Visionen? Wie ausgeprägt ist das Denken in Alternativen, wie scharf das Bewusstsein für Veränderung durch Planung.
Walter Werner

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