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Über dieses Buch

Als Frank Sinatra einst sang „Start spreading the news, I’m leaving today, I want to be a part of it“, ahnte er noch nicht, dass heute mit der gleichen Begeisterung Heerscharen von Usern in virtuelle soziale Online-Netzwerke ziehen. Plötzlich hat man 1000 Freunde, von denen man die meisten noch nie gesehen hat. Man erzählt Fremden, wo man gerade Urlaub macht, oder man gründet eine Fanpage für Bonsaifreunde auf Facebook.

Wie verändern die sozialen Netzwerke unsere Freundschaften und Beziehungen? Das Buch „Wa(h)re Freunde“ versucht, einige Antworten auf diese Frage zu geben. Es wird aufgezeigt, wie hinter allen Netzwerken wirtschaftliche Interessen stehen und warum das den einzelnen Nutzer nicht unbedingt zu sorgen braucht. Es werden neue Überlegungen zum Begriff „Freundschaft“ angestellt und dann mit einer sich verändernden Realität verglichen. Warum darf die Bäckersfrau wissen, dass man jeden Morgen Mohnbrötchen kauft, während man Unternehmen im Internet Zugriff auf die eigenen Einkaufsgewohnheiten verweigt? Wie verändern sich Beziehungen zwischen Konsumenten und Unternehmen, Individuen und Fremden?

Das Buch führt den Leser von Definitionen über Privatsphären-Aspekte sowie einem Diskurs über den Begriff „Freundschaft“ und seinen Gebrauch in sozialen Netzwerken hin zu Kategorien wie Unterhaltung, Unternehmensinteressen, Karriere und Abhängigkeiten. Am Ende hat der Leser eine umfassende Kenntnisgrundlage, um die Vor- und Nachteile von virtuellen Freundschaften für sich persönlich bewerten zu können.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einführung

Früher hat es Jahre gedauert, bis man – wenn überhaupt – einen Film über einen Firmengründer drehte. Er musste schon eine Menge verändert haben, um in Hollywood ein Denkmal zu setzen. Heute dauert es knappe drei Jahre und bereits 2010 gab es einen Film über Mark Zuckerberg und seine Firma Facebook. Ist das schnelles Geld, bevor der Hype wieder aufhört? Immerhin hat Facebook 500 Millionen Mitglieder, und das weltweit. Einen gewissen Einfl uss hat er also.
Thomas Wanhoff

2. Privatsphäre:Speicherung, Verarbeitung und Verwendung personenbezogener Daten

Wer heute Webseiten aufruft oder ein eigenes Profi l in einem sozialen Online-Netzwerk erstellt, hinterlässt unweigerlich digitale Spuren im Internet. Während Webseiten die meisten dieser Daten temporär oder zum Anzeigen bestimmter Werbung benutzen, gehen viele soziale Netzwerke weiter: Sie erstellen Nutzerprofi le und verkaufen diese im schlimmsten Fall
Thomas Wanhoff

3. Von Freundschaften zu Fans und Friends

In einem Beitrag für das Handbuch persönliche Beziehungen schreibt Nicola Döring, dass es eine Mediatisierung zwischenmenschlicher Interaktionen und Beziehungen gäbe. Dabei unterscheidet sie zwischen parasozialen Beziehungen u Medienfi guren (z. B. Helden in einem Computerspiel), Online-Beziehungen zwischen Internetnutzern und mediatisierter Kommunikation in Offl ine-Beziehungen (also E-Mails, SMS, Telefonate)
Thomas Wanhoff

4. Klatsch, Tratsch, Gerüchte und Geschwafel: Inhalte in sozialen Netzwerken

Was macht neben den Freundschaftsbeziehungen soziale Netzwerke eigentlich so spannend? Alleine ein paar Leute zu kennen, reicht nicht, und Kontakte auf Vorrat – z. B. für die nächste Stellensuche – zu haben, bringt den Nutzer auch nicht jeden Tag zu XING. Im Folgenden werde ich aufzeigen, welche Inhalte die sozialen Online-Netzwerke zu bieten haben. So viel vorweg: Das Banale herrscht vor, aber unter vielen Muscheln sind immer auch welche mit gro–en Perlen. Letztlich hängt dies von Ihnen bzw
Thomas Wanhoff

5. Soziales Kapital: Profitieren aus sozialen Netzwerken

Wenn ich im Titel–Wortspiel von der –Ware Freunde– spreche, dann hat dies nicht nur damit zu tun, dass wir als Werbeträger benutzt werden oder unsere Profi linformationen und Aktivitäten Demografen als Basis für neue Kampagnen nd Statistiken dienen. Nicht nur wir selbst sind bewertbar – als Konsument oder eben auch als Arbeitskraft (Human Capital) –, sondern auch unsere Beziehungen
Thomas Wanhoff

6. Abhängigkeiten in sozialen Netzwerken

Als in Deutschland die Anrufbeantworter populär wurden, stellten Psychologen kurze Zeit später ein merkwürdiges Phänomen fest: Manche Leute zeigten depressive Erscheinungen, seit sie ein solches Gerät hatten. Der Grund: Niemand sprach aufs Band, und die Patienten verstanden dies als eine Form der eigenen oder fremdverursachten Isolation.Kein Blinken, keine Freunde. Man hatte seine soziale Interaktion auf ein kleines LED-Lämpchen reduziert
Thomas Wanhoff

7. Blick über den Tellerrand

Soziale Netzwerke sind ein weltweites Phänomen, wie schon am Erfolg von Facebook zu sehen ist. Wir können viel lernen aus amerikanischen Studien, weil dort am isten geforscht wird. In Deutschland erleben wir die Netzwerke selbst als Mitglieder.Wissen wir deshalb alles über Netzwerke und Freundschaften? Mitnichten.
Thomas Wanhoff
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