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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Wachstumsanforderungen an das Management FuE-intensiver Unternehmen

Zusammenfassung
FuE-intensive Unternehmen verfügen über günstige Ausgangsbedingungen für wirtschaftliches Wachstum. Wichtige Quellen des Wachstums sind:
  • Die Alleinstellungsmerkmale der Produkte und Verfahren. Sie drücken sich aus in neuen oder verbesserten Funktionen, Eigenschaften und Parametern der Produkte, die über dem bisher erreichten internationalen Stand liegen sowie in höherem Kundennutzen und vorteilhafteren Einsatzbedingungen. Die Alleinstellungsmerkmale fuhren zu Wettbewerbsvorteilen und zur Erschließung neuer bzw. Festigung bestehender Märkte.
  • Der zeitlich frühere Markteintritt der neuen Produkte und Verfahren gegenüber Wettbewerbsprodukten. Den Vorlauf, den Technologieunternehmen aus industrieller Grundlagenforschung schöpfen, pflanzen sie im Prozess der FuE, des Fertigungsaufbaus und der Markteinführung fort, was bei konzentriertem Einsatz des Innovationspotenzials und straffem Management der Innovationsprojekte zu Pioniergewinnen beim Verkauf führt.
  • Das Auftreten auf internationalen Märkten. Qualitäts- und Zeitführerschaft ermöglichen den Zugang zum Weltmarkt.
  • Das FuE-Know-how der Beschäftigten. Es gestattet Arbeiten von der industriellen Grundlagenforschung bis zur Entwicklung und sichert die Aufnahmefähigkeit für externes Wissen, die Ausnutzung der Vorteile der FuE-Kooperation und die Mitarbeit in Netzwerken.
  • Die Orientierung auf Zukunftstechnologien. Dies sichert künftige Märkte und breite Anwendungsfelder.
Franz Pleschak

Wachstumsbedingungen innovativer Unternehmen — Was die Politik tun kann und vielleicht auch tun sollte

Zusammenfassung
Innovative Unternehmen stehen seit geraumer Zeit im Zentrum des Interesses von Wissenschaft und Politik. Eine Reihe beeindruckender Beispiele von schnell wachsenden Anbietern innovativer Produkte sowie die Entwicklung von Hochtechnologie-Regionen wie etwas des Silicon Valley (zu einem Überblick siehe Sternberg 1995) lösen Hoffnungen aus, dass hier eine Lösung für Beschäftigungsprobleme liegen könnte. In diesem Beitrag soll geklärt werden, inwiefern solche Hoffnungen realistisch sind und was die Politik gegebenenfalls tun könnte, um die Entstehung und Entwicklung innovativer Unternehmen zu fordern. Dabei wird zunächst der mögliche Beitrag innovativer Unternehmen zur wirtschaftlichen Entwicklung diskutiert (Abschnitt 2). Abschnitt 3 skizziert Wesen und Rahmenbedingungen von Innovationsprozessen. Dies bildet dann die wesentliche Grundlage für die Gegenüberstellung alternativer wirtschaftspolitischer Strategien zur Förderung der Innovationstätigkeit (Abschnitt 4). Dabei wird die traditionelle Strategie der Förderung der FuE-Tätigkeit durch direkte Hilfen an die Unternehmen in Frage gestellt und eine alternative Politik skizziert, die auf eine Verbesserung der Funktionsweise des regionalen Innovationssystems, insbesondere die Stimulierung der Arbeitsteiligkeit von Innovationsaktivitäten gerichtet ist. Die Schlussbemerkungen (Abschnitt 5) sprechen einige grundsätzliche Aspekte der FuE-Förderung an.
Michael Fritsch

Wirtschaftsintegrierende Forschungsförderung im Interesse junger FuE-intensiver Unternehmen in Deutschland

Zusammenfassung
Innovationen sind eine entscheidende Grundlage für die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und ganzen Volkswirtschaften. FuE-intensive Unternehmen haben dabei eine besondere Bedeutung. Die Erwartungen sind hoch, dass diese Unternehmen schnell neue Produkte und Verfahren entwickeln und auf den Markt bringen. So den notwendigen Strukturwandel mit der Schaffung vieler qualifizierter Arbeitsplätze einhergehend, vorantreiben und die Herausbildung innovativer Netze unterstützen. Damit werden durch die Bündelung von Kompetenzen und Kapazitäten Synergien erreicht und vorhandenes Wissen schnell in Wachstum und Beschäftigung umgesetzt. Daher erhalten FuE-intensive Unternehmen in modernen Volkswirtschaften — auch in Deutschland — eine gezielte Förderung. Dies ist hinreichend bekannt und auch neuere Wachstumstheorien begründen dies vielfach (Klodt 1995). Im Weiteren wird in diesem Beitrag jedoch darauf verzichtet hierzu Argumentationen zu führen.
Herbert Berteit

Zur Entwicklung der Innovationstätigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen — Empirische Ergebnisse für die alten und neuen Bundesländer 1991 – 2001

Zusammenfassung
Auch über zehn Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung ist die Diskussion um die Angleichung der wirtschaftlichen Verhältnisse in den alten und neuen Bundesländern nicht verstummt. Insbesondere die Leistungsfähigkeit des Innovationssystems in Ost und West ist — nicht zuletzt vor dem Hintergrund der zu beobachtenden Unterschiede in der Wirtschaftsleistung — in jüngerer Zeit Gegenstand der öffentlichen Debatte.
Volker Zimmermann

Wirtschaftlicher Erfolg der Innovationstätigkeit unterschiedlich FuE-intensiver Unternehmen

Zusammenfassung
Innovation ist eine notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung für wirtschaftlichen Erfolg. Es gibt zahlreiche Beispiele für Misserfolge bei der Markteinführung von Produkten, wobei das in Forschung und Entwicklung (FuE) investierte Kapital zumindest teilweise unwiederbringlich verloren ging.
Heinz Schmalholz, Horst Penzkofer

Wachstumsverhalten von ostdeutschen Forschung und Entwicklung betreibenden Unternehmen

Zusammenfassung
Die Industrieforschung in den neuen Bundesländern — Aufbau, Entwicklung und Probleme — steht seit 1990 im Zentrum analytischer Arbeiten der EuroNorm GmbH (bis 31.12.00 Forschungsagentur Berlin GmbH). Ziel ihrer Untersuchungen ist es, den aktuellen Stand, die Entwicklung und Struktur der FuE-Potenziale im Wirtschaftssektor der NBL (neue Bundesländer) möglichst situationsadäquat zu erfassen und darzustellen. Besondere Berücksichtigung galt hierbei der Abbildung des strukturellen Gefüges zwischen verarbeitendem Gewerbe und Dienstleistungssektor und der Veränderung seiner Proportionen. Die FuE-betreibenden Unternehmen bzw. das FuE-Personal werden dabei nach der Branchenstruktur, der Betriebsgrößenstruktur und dem Ländervergleich analysiert.
Tanja Konzack

Entwicklungsverläufe und Wachstumsfaktoren FuE-intensiver ostdeutscher Unternehmen

Zusammenfassung
Junge FuE-intensive bzw. technologieorientierte Unternehmen (TOU) entwickeln, produzieren und vermarkten Leistungen, die auf neuen innovativen technologischen Ideen und Forschungsergebnissen basieren. Forschungs- und Entwicklungsarbeiten stellen einen wesentlichen Schwerpunkt ihrer Aktivitäten dar. Die Unternehmen stehen aufgrund der Neuheit und hohen Komplexität ihrer Leistungen, ihrer starken FuE-Orientierung und der langen Bindung des eingesetzten Kapitals hohen technischen, marktbezogenen und finanziellen Risiken gegenüber, bergen aber auch hohe Wachstumspotenziale. Mit der Erschließung neuer Märkte, den Alleinstellungsmerkmalen ihrer Produkte sowie ihrem Zeitvorsprung vor der Konkurrenz können sie Wettbewerbsvorteile und Vorsprungsgewinne erzielen. Es werden große Erwartungen hinsichtlich ihres Beitrags zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung gestellt. Sie tragen u. a. zum Strukturwandel bei, beleben den Innovationswettbewerb, stärken Innovationspotenziale und schaffen neue zukunftsträchtige Arbeitsplätze. Somit stellt sich die Frage, wie die Risiken, denen die jungen Technologieunternehmen gegenüber stehen, gemindert werden können, damit ihre Wachstumspotenziale zur vollen Wirkung kommen.
Birgit Ossenkopf

Wachstum junger FuE-intensiver Unternehmen im Freistaat Sachsen

Zusammenfassung
Für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes sind FuE-intensive Unternehmen in mehrfacher Hinsicht bedeutungsvoll. Sie schaffen neue Arbeitsplätze, stärken den Export, tragen zur Herausbildung innovativer Strukturen bei und führen zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit. Junge FuE-intensive Unternehmen sind die Quellen für künftiges industrielles Wachstum. Deshalb sind die auf Zukunftstechnologien orientierten jungen FuE-intensiven Unternehmen ein besonders wichtiger Gegenstand staatlicher Unterstützungsleistungen. Das bezieht sich sowohl auf die Gründung als auch auf das Wachstum dieser Unternehmen.
Birgit Ossenkopf, Franz Pleschak

Ergebnisse der Einzel- und Verbundprojektförderung des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Arbeit

Zusammenfassung
Mit Fördermaßnahmen verfolgt der Freistaat Sachsen folgende Ziele:
  • Stärkung der technologischen Wettbewerbsfähigkeit; denn nicht zuletzt von der technologischen Leistungsfähigkeit eines Landes hängen mittel- bis langfristig so entscheidende Größen wie das Wirtschaftswachstum, die Beschäftigungsquote, aber auch das Produktions- und Einkommensniveau ab,
  • Verbesserung der FuE-Infrastraktur,
  • Modernisierung der Technologie- und Wirtschaftsstruktur,
  • Abbau der Produktivitätslücke im Vergleich zu westdeutschen Unternehmen,
  • Stimulierung eines möglichst dynamischen Wirtschaftswachstums,
  • Sicherung vorhandener und Schaffung neuer Arbeitsplätze.
Stefan Berndes, Peter Nothnagel

Regionale Entwicklungskonzepte zur Initiierung wirtschaftlichen Wachstums

Zusammenfassung
Seit Beginn der 1990er Jahre haben regionale Entwicklungskonzepte einen sichtbaren Bedeutungsgewinn in der wissenschaftlichen Diskussion sowie in der europäischen und deutschen Innovations- und Technologieförderung erfahren (vgl. Koschatzky/Sternberg 2000:494–499). Grundlagen dieser Entwicklung waren die “Wiederentdeckung” des Raumes in der ökonomischen Theorie, vor allem in der neuen Wachstums- und neuen Außenhandelstheorie und der auf ihr basierenden “new economic geography” (vgl. Krugman 1991; 1998), die facettenreichen Analysen über nationale und regionale Innovationssysteme und die politischen Implikationen zu deren Beeinflussung (vgl. u. a. Cooke 1992; Nelson 1993) sowie die Notwendigkeit, neue (innovative) Förderinstrumente in die Regionalförderung der EU zu integrieren, um zu einem substantiellen Abbau der regionalen Gegensätze innerhalb und zwischen den Staaten der Europäischen Union zu gelangen. Ein entscheidender Impuls geht aktuell von der Diskussion um die regionale Dimension des von der EU-Kommission konzipierten “Europäischen Forschungsraumes” aus, der die wissenschaftlich-technologischen Kompetenzen Europas bündeln und stärken soll (European Commission 2001).
Knut Koschatzky

Wachstumsstrategien multinationaler Unternehmen, Kompetenzgravitation und die Geographie der Innovation

Zusammenfassung
Die Globalisierungswelle der vergangenen zehn Jahre und die aggressiven Innovationsstrategien auf vielen heiß umkämpften internationalen Märkten haben eine “Spirale nach oben” ausgelöst. Unternehmen und nationale Regierungen investieren immer mehr in FuE und sind gezwungen, sich immer weiter zu steigern, um dauerhaft in der Spitzenliga mitzuspielen. Die maßgeblichen Innovationsaktivitäten sind noch immer auf wenige große, hochentwickelte Staaten in der sog. Triade (Nordamerika-Westeuropa-Asien) konzentriert. Deutschland versucht in diesem internationalen Wettrennen die Position Nr. 3 hinter den mit Abstand fuhrenden nationalen Innovationssystemen (USA, Japan) zu halten, weist jedoch noch ein erhebliches Größen- und Strukturdefizit auf.7
Alexander Gerybadze

Organisatorische Wandlungsfähigkeit bei wachsenden Unternehmen

Zusammenfassung
Innovationsfähigkeit wird als Wettbewerbsfaktor par excellence in der Dienstleistungs- und Wissensökonomie angesehen. Unternehmen, die innovativ sind und in die Entwicklung von neuen Produkten oder Dienstleistungen investieren, sind in der Regel betriebswirtschaftlich erfolgreich und tragen zum gesamtwirtschaftlichen Strukturwandel maßgeblich bei (BMBF 2001).
Markus Helfen

Wachstumsprobleme externer Industrieforschungseinrichtungen

Zusammenfassung
Externe Industrieforschungseinrichtungen und innovative KMU unterliegen spezifischen Bedingungen bei ihrer Entwicklung. Nachfolgend wird zu einigen Aspekten dieses Entwicklungsprozesses Stellung genommen.
Hilmar Fuchs

Anforderungen an das Innovationsmanagement von Biotechnologieunternehmen — von der technologischen Früherkennung bis zur Marktetablierung

Zusammenfassung
Unbestritten ist die zentrale Bedeutimg eines effizienten Managements von Innovationen für Hightech-Unternehmen. Die wissenschaftliche Literatur und die sehr zahlreichen Managementkonzepte fokussieren i.d.R. auf multinationale Konzerne oder Großunternehmen. Hightech-Sektoren sind jedoch stark geprägt durch kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) mit ganz anderen Anforderungen an geeignete Instrumente und Vorgehensweisen im Innovationsmanagement.
Marianne Kulicke

Innovationsbedingungen und die Überlebenschancen von jungen Unternehmen

Zusammenfassung
Eine Vielzahl von Einflussfaktoren bestimmt die Überlebens- und Wachstumsaussichten von jungen Unternehmen. In der Regel ist davon auszugehen, dass vor allem innovative Gründungen ein hohes Wachstumspotenzial besitzen. Ihr Markterfolg hängt weniger davon ab, den Preis der etablierten Konkurrenten zu unterbieten, als viel mehr davon, potenzielle Kunden vom Mehrwert ihrer neuen Produktvarianten und Dienstleistungen zu überzeugen. Daher ist die Frage von besonderer Relevanz, welche Innovationsbedingungen und -chancen junge Unternehmen in ihrem Marktumfeld vorfinden. Zunächst wird auf die besondere Situation von jungen Unternehmen im Marktprozess eingegangen (Abschnitt 2). Abschnitt 3 gibt anschließend einen Überblick über die relevanten Einflussfaktoren auf das Überleben von jungen Unternehmen. Darauf aufbauend wird erläutert, welche branchenüblichen Formen des technologischen Wandel mit Innovationsvorteilen bzw. -nachteilen für neue Anbieter verbunden sind (Abschnitt 4). Die Implikationen für die Überlebenswahrscheinlichkeit junger Unternehmen fasst Abschnitt 5 zusammen. Auf empirische Ergebnisse zum Einfluss der Innovationsbedingungen auf die Überlebenschancen von jungen Unternehmen geht dieser Beitrag nicht ein (siehe dazu Niese 2002).
Michael Niese

Auf Wachstum gerichtete Förderung von Beteiligungskapital durch die tbg Technologie-Beteiligungs-Gesellschaft mbH der Deutschen Ausgleichsbank

Zusammenfassung
Junge Technologieunternehmen brauchen offenbar in frühen Phasen ihrer Entwicklung finanzielle staatliche Unterstützung. Fast alle Industrieländer haben Förderprogramme für die “high potentials” unter den Gründungen implementiert (Murray/Dimov 2002). Neben Zuschüssen für Forschungs- und Entwicklungsprojekten konzentrieren sich die Förderer auf die Risikokapitalfinanzierung wachstumsorientierter Technologieunternehmen. Die Europäische Kommission hat einen Risikokapital-Aktionsplan vorgelegt, mit dem Ziel mehr Beteiligungskapital für mehr junge Technologieunternehmen in Europa zu mobilisieren (Europäische Kommission 2001). Selbst die Vereinigten Staaten, in denen hauptsächlich das freie Spiel der Marktkräfte die Wirtschaft lenkt, fördert der Staat seit den fünfziger Jahren Beteiligungsfinanzierungen über sogenannte SBICs.27
Michael Brandkamp

Bewertung von Innovations- und Gründungsprojekten aus der Sicht des Unternehmenswachstums

Zusammenfassung
Die Bewertung der Wachstumschancen junger FuE — basierter Technologieunternehmen ist eine wichtige Aufgabe und Herausforderung für alle Unternehmen und Institutionen, die solche Unternehmen fördern und finanzieren wollen. Nur wenn diese Unternehmen ein Wachstumspotenzial aufzeigen, lohnt sich der finanzielle Einsatz. Verschiedene Einrichtungen haben allerdings unterschiedliche Vorstellungen davon, was “lohnend” bedeutet.
Wolfgang Baier

Praktische Erfahrungen aus der Wachstumsberatung innovativer KMU

Zusammenfassung
Für erfolgreiches wirtschaftliches Wachstum und die Beschäftigung in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sind gelungene Innovationen von wesentlicher Bedeutung. Um unternehmerischen Erfolg zu erzielen, kommt es in der Unternehmensführung darauf an, die einzelnen Innovationsfaktoren in ihrer Komplexität zu beherrschen und diesen Prozess bestmöglich durch praxisorientierte und ganzheitliche Beratung zu unterstützen.
Karl-Heinz Klinger

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