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Über dieses Buch

Marc Lindart liefert Einblicke in die Wirkungsmechanismen von Coachingprozessen, auf deren Grundlage wissensbasierte und wirksamkeitsorientierte Entscheidungen für ein qualitativ hochwertiges Coaching getroffen werden können. Auf Basis einer systematischen Übersicht wird am Beispiel des hypnosystemischen Ansatzes mittels einer qualitativen Studie untersucht, worauf es ankommt, wenn ein Coaching wirksam sein soll. Dabei werden Fragen behandelt wie: Was macht Coaching wirksam? Wie werden Wirkfaktoren in der Praxis umgesetzt? Was ist wichtig für ein erfolgreiches Coaching?

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

0. Prolog

Zusammenfassung
Die Untersuchung von Wirkfaktoren im Coaching ist ein interessantes Unterfangen. Als „Ingredienzien erfolgreicher Veränderung“ spielen sie eine Schlüsselrolle, wenn es darum geht, Menschen in Coachingprozessen in Kontakt mit ihren Potenzialen zu bringen und sie in ihren Lern- und Entwicklungswegen zu fördern. Oder, wie es Kurt Lewin, ein bedeutender Psychologe des 20. Jahrhunderts treffend ausdrückt: „Wirklich ist, was wirkt“ (Lewin, 1969, S. 41; Hervorhebung im Original).
Marc Lindart

1. Den Blick auf die wirksamen Dinge richten

Zusammenfassung
Als Coach oder Beraterin kann man sich in der Zusammenarbeit mit Klienten an einem breit gefächerten Angebot an Konzepten bedienen. Regelmäßig erscheinen Publikationen, in denen neue Ansätze und Techniken zur Gestaltung von Coaching- und Beratungsprozessen vorgestellt werden. Einige davon wirken ansprechend und haben Erlebnischarakter, andere scheinen auf den ersten Blick eher gewöhnlich und wenig spektakulär. Dem Bereich Coaching als berufsorientierte Beratungsform konstatiert Schreyögg (2013, S. 123) angesichts zahlreicher Neuerungen „turbulente Entwicklungen in Theorie und Praxis“ und eine „enorme Innovationskraft“. Doch wie ist es um die tatsächliche Wirksamkeit der jeweiligen Ansätze bestellt? Und wodurch wird Wirksamkeit überhaupt erzeugt? Bei genauerem Hinsehen sind es oftmals nicht ausgefeilte Methoden und Techniken, die zu erfolgreichen Veränderungsprozessen beitragen, sondern eher methodenübergreifende Faktoren. Häufig wirken sie im Hintergrund und kommen ohne technische Finessen aus: Eine wertschätzende Beziehungsgestaltung oder ein Blick auf die Stärken und Potenziale von Klienten gehören sicher dazu (siehe Kapitel 3, 4 und 6). Man könnte auch sagen: Nicht alles, was – oberflächlich betrachtet – Wirksamkeit verspricht, entweder weil die Präsentation attraktiv ist oder Wirkungsversprechen gegeben werden, trägt auch tatsächlich zu erfolgreicher Veränderung bei.
Marc Lindart

2. Terminologische Klärung des Coachingbegriffs

Zusammenfassung
Die oben aufgezeigte Bedeutung von Coaching spiegelt sich bei einer Internetrecherche in Form vielfältiger Beratungsangebote wider. Dabei drängt sich der Eindruck auf, dass Coaching eine Beratungsmethode „zwischen Triumph und Tausendsassarei“ (Fuest-Bellendorf, 2004, S. 134; im Original Fettdruck) ist. Neben zahlreichen seriös klingenden Angeboten, die Coaching in den Kontext wirtschafts- und arbeitsplatznaher Dienstleistungen rücken, führen Suchanfragen auch zu Treffern, die Coaching als wirkungsvolles Wundermittel für Jedermann mit bisweilen zweifelhaftem Beigeschmack erscheinen lassen. Beispiele hierfür sind die eingangs genannten Begriffskonstruktionen wie z. B. Astrologie-, Glücks- oder Dance-Coaching. Wie ist es zu erklären, dass Coaching – im originären Wortgebrauch eher mit einer Form der berufsorientierten Unterstützung assoziiert – in derart uneinheitlicher Weise verwendet wird? Droht dadurch möglicherweise eine Verzeichnung des Coachingbegriffs, die seine Konturen verschwimmen lässt?
Marc Lindart

3. Wirkfaktoren im Coaching – theoretischer Zugang

Zusammenfassung
Die Beschäftigung mit Wirkfaktoren im Coaching gewinnt in Wissenschaft und Praxis zunehmend an Bedeutung. Ein Indikator hierfür ist der Themenschwerpunkt der Fachzeitschrift „Organisationsberatung, Supervision, Coaching“, Heft Dezember 2012. Unter der Überschrift „Wirkfaktoren im Coaching“ heißt es dort einleitend: „Wie wirkt eigentlich Coaching? Im Zuge der Professionsentwicklung stellt sich diese Frage immer dringlicher“ (Schreyögg, 2012, S. 373). Vor diesem Hintergrund widmet sich dieses Kapitel jenen Faktoren, die zur Wirksamkeit von Coaching beitragen.
Marc Lindart

4. Wirkfaktoren im Coaching – empirischer Zugang

Zusammenfassung
„Wissenschaft und Forschung helfen, unterstützen und strukturieren die Coachingpraxis und bereiten den sicheren Boden und die vielschichtige Basis vor, auf dem das professionelle und vor allem verantwortungsgeleitete Handeln in der Praxis erfolgsorientiert und sinnvoll gedeihen kann.“ – postuliert Birgmeier (2011, S. 9; Hervorhebung im Original) im Vorwort seiner Herausgeberschaft „Coachingwissen“. Unterstellt man den im Coaching tätigen Praktikern die Absicht, erfolgreich und verantwortungsvoll zu handeln, liegt – vor dem Hintergrund des oben dargelegten Coachingbooms – die Vermutung nahe, dass seitens der Praxis eine intensive Nachfrage nach wissenschaftlicher Forschung bestehe bzw. dass im Bereich Coaching intensiv geforscht werde.
Marc Lindart

5. Der hypnosystemische Ansatz in Beratung und Coaching

Zusammenfassung
Angesichts des eingangs dargelegten Spannungsverhältnisses zwischen (medialer) Aufmerksamkeit und Anerkennung einerseits sowie einer notwendigen theoretischen und empirischen Fundierung andererseits, wird nachfolgend der hypnosystemische Ansatz mit seinen Grundzügen und theoretischen Bezugspunkten vorgestellt und reflektiert. Hierfür erscheint zunächst eine begriffliche Klärung hilfreich.
Marc Lindart

6. Wirkfaktoren im hypnosystemischen Coaching als Untersuchungsgegenstand

Zusammenfassung
Wie im Rahmen der systematischen Übersicht erkennbar, haben die unterschiedlichen Forschungsansätze zur Erfassung von Wirkfaktoren im Coaching jeweils spezifische Potenziale und Einschränkungen. Der Auswahl einer für das Erkenntnisinteresse angemessenen Methodik kommt somit eine große Bedeutung zu. Anstatt eines „entweder-oder“ stellt sich dann die Frage nach dem „wofür?“. Geht es eher um das standardisierte Messen von linearen Zusammenhängen zwischen Wirkfaktoren und Ergebniskriterien und das Prüfen von Hypothesen, wären quantitative Designs der Forschungsansatz der Wahl. Begreift man (Evaluations-) Forschung in Anlehnung an Böttcher et al. (2009, S. 11), Breuer und Reichertz (2001, S. 7-8) sowie Weinrauch (2010, S. 40) als anwendungsbezogen und nutzerorientiert und beschreibt diese als „ein Verfahren systematischer Datensammlung und -interpretation mit dem Ziel, Impulse für die Verbesserung von Maßnahmen oder Systemen zu liefern“ (Böttcher et al. 2009, S. 11), rücken Fragen in den Blickpunkt, die über das Messen von Zusammenhängen und Prüfen von Hypothesen hinausgehen. Liegt das Erkenntnisinteresse – ggf. sogar ergänzend zu quantitativer Forschung – in einer vertieften Exploration von Wirkungsprozessen und der Gewinnung von erfolgsrelevantem Erfahrungswissen, bieten sich qualitative Designs an. Fest steht: Beide Forschungsrichtungen liefern im Kontext der Coachingforschung wertvolle Ergebnisse und haben ihre Berechtigung.
Marc Lindart

7. Ergebnisse der Untersuchung

Zusammenfassung
Die Ergebnisdarstellung erfolgt in mehreren Schritten: Zunächst richtet sich der Blick auf die in den hypnosystemischen Coachingprozessen realisierten Erfolge. Im zweiten Schritt werden die Ergebnisse zur Umsetzung der Wirkfaktoren dokumentiert, bevor abschließend hypnosystemische Spezifika im Mittelpunkt der Betrachtung stehen.
Marc Lindart

8. Resümee und Ausblick

Zusammenfassung
Ausgehend vom Leitmotiv „Den Blick auf die wirksamen Dinge richten!“ ist im Rahmen des Forschungsprojektes ein detaillierter Einblick in das Coaching auf hypnosystemischer Grundlage entstanden. Genauer gesagt: Die Arbeit gibt vielfältige Antworten auf die Frage, welche Wirkfaktoren – als Ingredienzien erfolgreicher Veränderung – in welcher Form zum Gelingen von hypnosystemischen Coachingprozessen beitragen. Auf Basis der theoretischen Vorarbeiten, insbesondere der bisher umfassendsten systematischen Übersicht zu Wirkfaktoren im Coaching, werden zahlreiche Wirkfaktoren genauer betrachtet. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem Handlungswissen von Experten in Bezug auf die praktische Umsetzung von Wirkfaktoren. Relevante Wissensbereiche werden anwendungsbezogen in Steckbriefe und Gestaltungsempfehlungen zusammengefasst, die interessierten Praktikern einen prägnanten Überblick über mögliche Interventionen bieten.
Marc Lindart

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