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Über dieses Buch

Während in den Medien fortwährend neue Führungsfähigkeiten proklamiert werden, die für die Mitarbeiterführung in komplexen Arbeitswelten unverzichtbar sein sollen, beißen sich aktuell die Chefs in den Unternehmen an überraschend alten Führungsthemen die Zähne aus: Ineffiziente Meetings, in denen viel diskutiert und wenig entschieden wird. Neue Projekte, die sich in ihrer Bedeutsamkeit nahezu stündlich den Rang ablaufen und das belastende Gefühl, dass das eigene Arbeiten immer behäbiger wird, während vom Vorstand Agilität ausgerufen wird. Dieses Buch gibt einen detaillierten Einblick über drei Schwerpunktthemen, die derzeitige Führungskräften im Business Coaching besprechen, verstehen und reflektieren möchten. Drei Themen, die – trotz aller Individualität des Klientenumfelds – umfassend für die existierenden Herausforderungen aktueller Führungsarbeit stehen: Selbststeuerung, Arbeitsmethodik und Kommunikation. Themen, die – speziell von erfahrenen Führungskräften – nicht (mehr) als Stolpersteine ausgemacht werden und gerade deswegen eine besondere Beachtung verdienen. Ein Buch für Führungskräfte, die die eigenen Führungsprinzipien hinterfragen wollen oder müssen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Selbststeuerung: Viel denken, doch nichts ist durchdacht

Vom Umgang mit den persönlichen Überzeugungen, Annahmen und Erfahrungen
Zusammenfassung
Natürlich wissen Sie, dass Sie den anderen nicht ändern können, sondern nur sich selbst. Sie wissen das schon lange, verhalten sich aber nicht danach.
Natürlich wissen Sie, dass Ihnen Ihre Erfahrung nur zeigt, wie etwas funktioniert hat und nicht, wie es funktionieren wird. Sie wissen das schon lange, verhalten sich aber nicht danach.
Natürlich wissen Sie, dass Sie in Ihrem Denken nicht immer richtig liegen. Sie wissen das schon lange, verhalten sich aber nicht danach.
In diesem Kapitel geht es um die Art und Weise Ihres Denkens und welchen Einfluss dieses auf Ihr Verhalten hat. Es geht darum, etwas, dass Sie schon lange zu wissen glaubten, noch mal neu zu bewerten. Und zwar so, dass Sie womöglich den Nutzen erkennen, sich nun tatsächlich entsprechend Ihres Wissens zu verhalten.
Durch Praxisbeispiele, theoretische Erklärmodelle und Hypothesen werden Sie aufgefordert, Ihre Denkgewohnheiten und Ihre Erfahrungen auf den Prüfstand zu stellen, um neu über Altes nachzudenken. Neu im Sinne von „anders“. Alt im Sinne von „sicher geglaubt“.
Ein Kapitel für die …
… die hier und da an die Grenzen ihrer Gelassenheit stoßen und ahnen, dass das auch etwas mit dem eigenen Denken zu tun hat.
… die sich nicht mehr über andere aufregen wollen, doch bisher nicht genau verstanden haben, wie das gehen kann.
… die die Antworten hierzu nicht scheuen und bereit sind, sich Zeit zum Denken zu nehmen.
Alexandra Götze

2. Kommunikation: Viel sprechen und doch nichts gesagt

Vom arglosen Umgang mit den Herausforderungen der Kommunikation
Zusammenfassung
Kurz und schmerzlos: In diesem Kapitel lernen Sie nicht, wie Sie richtig oder erfolgreich kommunizieren können.
Ich hüte mich davor, Sie mit Tipps und Tricks zu versorgen, die Sie veranlassen zu glauben, dass nur dieses oder jenes zu tun sei und schon klappe es mit der zwischenmenschlichen Verständigung.
Mal ganz abgesehen davon, dass es gar nicht möglich ist, vorauszusagen, ob Kommunikation klappt oder nicht, kam ich bisher leider nicht in den Genuss, Sie in Ihrer Kommunikation zu beobachten. Denn nur dann könnte ich Ihnen zumindest sagen, was ich erkenne, wenn Sie sprechen und Ihnen meine Beobachtungen spiegeln. Und selbst dann wäre nicht sichergestellt, dass Ihnen geholfen wäre und dass Sie danach wüssten, wie „richtige“ Kommunikation funktioniert.
Was können Sie also von diesem Kapitel erwarten?
Nun, ich hoffe, Ihnen etwas Neues zu Kommunikation erzählen zu können. Etwas, das einen Unterschied zu dem macht, was Sie bisher über Kommunikation gedacht haben. Und ich hoffe, dass dieser Unterschied Sie von der Notwendigkeit überzeugt, Kommunikation nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, und Ihnen klarmacht, warum die Art und Weise Ihrer Kommunikation ganz maßgeblichen Einfluss auf Ihre Gelassenheit und Ihren beruflichen Erfolg hat.
Mein Ziel ist es, Ihnen in diesem Kapitel zu zeigen, warum es sich lohnt, kommunikativen Prozessen mit Disziplin und einer Prise Demut zu begegnen.
Dafür schauen wir auf:
a.
die Lieblingskommunikationsmodelle der Führungskräfte und warum deren Umsetzung in die Praxis oftmals misslingt.
 
b.
die alltäglichen Begriffe, die Kommunikationsprozesse beschreiben, und warum diese irreführend sein können.
 
c.
praktische Beispiele zum Thema Kommunikation aus den Führungskräftecoachings.
 
Alexandra Götze

3. Arbeitsmethodik: Viel werken und doch nichts bewirken

Vom Überschätzen der eigenen Arbeitsmethodik
Zusammenfassung
Nicht selten verdrehen meine Klienten ihre Augen, um ihren Missmut auszudrücken, wenn ich sie bitte, mir ihre Arbeitsweise näher zu beschreiben: „Frau Götze, ich bitte Sie, über die Jahre habe ich einen Weg gefunden, meine Themen abzuarbeiten“, höre ich dann, „das spielt nun wirklich keine Rolle für unser Coaching.“
Mir kommt es daher oft so vor, als würde ich mit meiner Frage nach der Arbeitsmethodik in unerlaubtes Terrain vordringen. Die Frage, ob es eventuell an einer Arbeitsmethodik fehlt oder ob das eigene Arbeiten effizient ist und wenn ja inwieweit, scheint sich für erfahrene Führungskräfte zu verbieten.
Offensichtlich ist diese Überlegung nur in einem Coaching für sehr junge und noch unerfahrene Führungskräfte angebracht. Eben für Leute, die gerade erst in den Job kommen und sich darin noch zurechtfinden müssen. Aber Profis – also die, die sich seit Jahren auf dem Arbeitsparkett bewegen – müssen sich doch nun wirklich keine Gedanken mehr über den eigenen Arbeitsstil machen.
Weit gefehlt!
Die Erfahrung aus meinen Coachings zeigt vielmehr das: Der Grund, warum meine Kunden ihre Arbeit oft als ineffizient empfinden und sich permanent gehetzt fühlen, liegt eben nicht nur an den äußeren Umständen, sondern sehr häufig auch an ihrer dysfunktionalen Arbeitsweise. Und zwar gerade bei den Klienten, die der Überzeugung sind, dass sie zu diesem Thema nun wirklich gar nichts Neues mehr zu lernen brauchen.
„Wären Sie trotzdem so nett, mir die Art und Weise zu beschreiben, wie Sie an Ihren Job herangehen?“, bitte ich meine Kunden dann. „Vielleicht erzählen Sie zunächst, welchen Regeln Ihre Arbeitsmethodik folgt?“
Falls Sie sich gerade fragen, was genau denn mit „Regeln“ gemeint sein könnte, empfehle ich Ihnen die Lektüre dieses Kapitels, das zwei gravierende Methodenfehler meiner Kunden näher beschreibt und erklärt. Eine praktische Übung, um solche Fehler in der Methodik zu vermeiden, rundet das Kapitel ab.
Alexandra Götze

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