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Über dieses Buch

Waschmittel haben eine wichtige Aufgabe in der Hygiene. Gleichzeitig sollen sie die Umwelt nicht belasten. Das ist ein interessantes Gebiet für den Chemiker. Stache und Großmann führen verständlich in die Textilkunde und die Physik der Grenzflächen ein. Sie stellen dar, welche Vor- und Nachteile die verschiedenen waschaktiven Substanzen für die Reinigung und die Umwelt haben. Und sie zeigen auf, was für eine komplizierte Mischung von Grundstoffen für das Waschergebnis notwendig ist. Die zweite Auflage des erfolgreichen Buches geht besonders auf die moderneren Ansichten über die Umweltverträglichkeit der Waschhilfsstoffe ein. Grundlage sind die neuesten gesetzlichen Vorschriften.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Überblick

Zusammenfassung
Schon vor Jahrtausenden hat der Mensch Hände und Körper am Bach, See oder Tümpel mit Wasser gereinigt. Auch Sand wurde von Alters her — besonders in wasserarmen Gegenden — zum Reinigen verwendet. Zum Anfang waren also das Wasser und der Sand die klassischen „Scheuermittel“.
Helmut Stache, Heinrich Großmann

Der Waschprozeß

Zusammenfassung
Grob gesehen sind beim Waschen vier Faktoren zu berücksichtigen, die man im sog. „Sinner’schen Kreis“ darstellt (Dr. Sinner, Tensidchemiker bei Henkel).
Helmut Stache, Heinrich Großmann

Chemisch-physikalische Grundlagen des Waschprozesses

Zusammenfassung
Der Waschprozeß ist äußerst kompliziert. Er verläuft vornehmlich an den Grenzflächen Waschflotte/Schmutz, Waschflotte/Faser und Schmutz/Faser. Um ihn zu verstehen, muß man die typischen Merkmale der grenzflächenaktiven Substanzen (= Tenside) in die Überlegung einbeziehen. Tenside haben die Fähigkeiten
a)
sich an der Grenzfläche von Lösungen anzureichern und
 
b)
deren Oberflächenspannung bzw. Grenzflächenspannung zu erniedrigen.
 
Helmut Stache, Heinrich Großmann

Die Theorie des Waschens

Zusammenfassung
Um den Waschprozeß verständlich zu machen, soll er in Einzelvorgänge geteilt werden:
1.
zunächst werden die Faser und der Schmutz von der Waschflotte benetzt,
 
2.
dann wird der Schmutz von der Faser abgelöst und
 
3.
schließlich mit der Waschflotte weggespült.
 
Helmut Stache, Heinrich Großmann

Waschmittel und ihre Inhaltsstoffe

Zusammenfassung
Waschmittel sind chemische Zubereitungen, die aus einer großen Zahl von Inhaltsstoffen bestehen. Sie werden in der Literatur auch als „Detergentien“ oder „Syndets“ bezeichnet. Letzteres ist eine Wortbildung aus den beiden englischen Wörtern Synthetic Detergents. Waschmittel sind in ihrer Art und Menge so zusammengesetzt, daß sie ein optimales Waschergebnis bei größtmöglicher Wäscheschonung ergeben sollen. Die Bestandteile der Waschmittel müssen bezüglich ihrer Umweltbelastung den Gesetzen der BR-Deutschland und der EG entsprechen.
Helmut Stache, Heinrich Großmann

Haushaltswaschmittel

Zusammenfassung
Kochwaschmittel stehen in der Entwicklungsreihe der Waschmittel an oberster Stelle. Für die Haushaltswäsche aus Baumwolle und Leinen waren sie in einer Zeit des Überflusses und der manchmal überspitzten Forderungen an das Waschergebnis das letzte Glied der steten Verbesserungen: Kein Einweichen (oder Reinweichen!), schonende Entfernung quasi aller Verunreinigungen in relativ kurzer Zeit, dazu noch vergleichsweise preiswert. Kochwaschmittel wurden auch Vollwaschmittel genannt, denn sie enthielten alle für den Waschprozeß notwendigen Komponenten. Nach dem Siegeszug der Chemiefasern in die Ober- und Unterbekleidung sowie Haushaltswäsche wurden an das Waschmittel andere Forderungen gestellt. Um permanente Knitter zu vermeiden, mußte die Waschtemperatur heruntergesetzt werden, die Bunt- oder Feinwaschmittel wurden optimiert, im Rahmen der Energieeinsparung die 60°-Wäsche empfohlen.
Helmut Stache, Heinrich Großmann

Waschverfahren

Zusammenfassung
In Nord- und Mitteleuropa war für Baumwolle und Leinen lange die Kochwäsche üblich, während in USA die Warmwäsche angewendet wurde. Die Kaltwäsche ist teilweise im Süden Europas und in den Ländern der Dritten Welt zu finden. Im Laufe der letzten 20 Jahre hat, bedingt durch modische Tendenzen und bewußtes Energiesparen in der Bundesrepublik eine starke Verschiebung im Gebrauch der Waschprogramme stattgefunden. Der Anteil an Kochwäschen ist von 1970 bis 1990 von 42% auf 27% gesunken, und entsprechend sind die 60°-Wäschen von 40% auf 52% und die 30–40°-Wäschen von 18% auf 21% gestiegen.
Helmut Stache, Heinrich Großmann

Herstellung von Waschmitteln

Zusammenfassung
Justus Liebig soll gesagt haben, der Seifenverbrauch sei ein Maßstab für die Kultur eines Volkes. Sicher ist, daß der Verbrauch an Seifen und Kosmetika Auskunft über den Lebensstandard eines Volkes gibt. So wurden in Deutschland 1936 noch ca. 200 000 t Seife hergestellt. 1949 ging (zwangsweise) der Verbrauch auf 75 000 t zurück, um 1950 wieder auf 120000 t zu steigen. Das Handelsprodukt Seife kommt in unterschiedlicher Form auf den Markt. Wir kennen
  • Fein- oder Toilettenseifen,
  • Medizinalseifen,
  • Haushalts- oder Kernseifen,
  • Rasierseifen,
  • Schmierseifen,
  • flüssige Seifen,
  • Seifenflocken, Späne, Nudeln sowie
  • Industrieseifen, z. B. Metallseifen für die Drahtzieherei,
  • Stauffer-Fett.
Helmut Stache, Heinrich Großmann

Waschmittel und Umwelt

Zusammenfassung
Es gibt wohl kaum eine Entwicklung, die so nachhaltig und intensiv die Menschheit in den letzten Jahren beeinflußt hat wie die Sorge um die Umwelt. Was anfänglich als eine übertriebene Besorgnis von Randgruppen angesehen wurde, wird inzwischen von fast allen Schichten unserer Bevölkerung, der Industrie und den politischen Gruppierungen diskutiert.
Helmut Stache, Heinrich Großmann

Ausblick

Zusammenfassung
Wie etwa kann die Entwicklung der Waschmittel und ihrer beeinflussenden Parameter weitergehen?
Helmut Stache, Heinrich Großmann

Gesetz über die Umweltverträglichkeit von Wasch- und Reinigungsmitteln (Wasch- und Reinigungsmittelgesetz — WRMG)

Zusammenfassung
Neben den im historischen Überblick tabellarisch aufgeführten nationalen Bestimmungen und Gesetzen (Bundesrecht) zum Schutz von Menschen und Umwelt soll kurz auf die Inhalte der die Wasch- und Reinigungsmittel tangierenden wichtigsten Verordnungen eingegangen werden.
Helmut Stache, Heinrich Großmann

Chemikaliengesetz

Zusammenfassung
Das Chemikaliengesetz, 1982 als eine Umsetzung einer EG-Richtlinie in Kraft getreten, soll im weiteren Sinne den Menschen und seine Umwelt vor den schädlichen Einwirkungen gefährlicher Stoffe schützen. Als gefährlich werden Produkte bezeichnet, die giftig, ätzend, reizend, explosionsgefährlich, brandfördernd, entzündlich, krebserzeugend, erbgutschädigend sind und sonstige chronisch schädigende Eigenschaften haben.
Helmut Stache, Heinrich Großmann

Regelung zum Schutz von Mensch und Umwelt

Ohne Zusammenfassung
Helmut Stache, Heinrich Großmann

Backmatter

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