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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Die Bedeutung des Wassers für eine nachhaltige Welt

Zusammenfassung
Im Grundsatz 3 der Deklaration der „UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung“ von Rio im Juni 1992 („Rio-Konferenz“) verpflichten sich die unterzeichnenden Staaten zu einem verantwortlichen Handeln, das auch die Interessen kommender Generationen berücksichtigt. Diese Verpflichtung verlangt unter anderem, unseren Nachkommen eine Ressourcenausstattung zu hinterlassen, die es ihnen erlaubt, entsprechend ihren Präferenzen zu leben. Da die Vorräte nicht erneuerbarer Ressourcen bei anhaltendem Verbrauch zwangsläufig abnehmen, kommt der nachhaltigen Bewirtschaftung regenerativer Ressourcen (z.B. dem Wasser) eine große Bedeutung zu.
Helmut Lehn, Magdalena Steiner, Hans Mohr

2. Wasserdargebot

Zusammenfassung
Der gesamte Wasservorrat der Erde wird auf etwa 1,4 Mia. km3 geschätzt. Davon sind nur rund 2,5%, d.h. 35 Mio. km3 Süßwasser. Ca. 69% des Süßwassers sind im Eis von Gletschern und Polkappen festgelegt, rund 30% liegen als Grundwasser vor. Weniger als 1% des Süßwassers (ca. 0,1 Mio. km3) ist in Flüssen und Seen enthalten [Dyck und Peschke 1983] (Abb. 2-1).
Helmut Lehn, Magdalena Steiner, Hans Mohr

3. Wassernutzung in Baden-Württemberg

Zusammenfassung
Wasser wird zu sehr verschiedenen Zwecken und auf unterschiedlichste Weise „genutzt“. Es kann dem Grund- oder Oberflächengewässer entnommmen und als Trink-, Brauch-, Kühl- oder Bewässerungswasser eingesetzt werden, die Oberflächengewässer dienen dem Baden, der Erholung, dem Wassersport oder der Fischerei, sie können aber auch zur Energieerzeugung und als Verkehrsweg genutzt werden. Letztendlich dienen die Fließgewässer auch als Vorfluter* für unser nur teilweise geklärtes Abwasser. Viele dieser konkurrierenden Nutzungen lassen sich nur schwer miteinander vereinbaren. In Kapitel 3.2 werden diese Konflikte am Beispiel des Neckars und des Bodensees näher beschrieben.
Helmut Lehn, Magdalena Steiner, Hans Mohr

4. Abwasser

Zusammenfassung
Wir haben verschiedentlich darauf hingewiesen, (siehe Kapitel 1 und 3), daß im wasserreichen Baden-Württemberg, von einzelnen Regionen abgesehen, derzeit weniger die Verfügbarkeit der Ressource Wasser menschliche Aktivitäten begrenzt, sondern eher die beschränkte Aufnahmekapazität der Gewässer für Abfallstoffe. Deshalb ist die Behandlung des Abwassers in Baden-Württemberg unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit von besonderem Interesse. Fragen weitergehender und aufwendiger Abwasserbehandlung werden dadurch verschärft, daß ihre Notwendigkeit (Nährstoffelimination*) in eine Zeit der wirtschaftlichen Depression fällt, so daß der ökonomischen Tragbarkeit dieser ökologisch gebotenen Maßnahmen eine Schlüsselrolle zufällt.
Helmut Lehn, Magdalena Steiner, Hans Mohr

5. Gewässergüte in Baden-Württemberg, Qualitätsziele und rechtliche Rahmenbedingungen

Zusammenfassung
Die Behandlung der Qualität des Grundwassers und der Oberflächengewässer in Baden-Württemberg erfolgt deswegen im Anschluß an das Thema „Abwasser“(Kapitel 4), weil die Gewässerqualität unserem Eindruck nach derzeit maßgeblich durch menschliche Aktivitäten beeinflußt wird. Sie ist somit wesentlich ein Resultat unserer Art der Wassernutzung und Abwasserbehandlung.
Helmut Lehn, Magdalena Steiner, Hans Mohr

6. Anforderungen an eine nachhaltige Gewässerbewirtschaftung in Baden-Württemberg

Zusammenfassung
Eine nachhaltige Wirtschaft in Baden-Württemberg soll kommenden Generationen eine Ressourcenausstattung ermöglichen, wie sie unsere Generation vorgefunden hat, ohne daß dies auf Kosten unserer Nachbarn geschieht. Wasser wird in der Regel nicht verbraucht sondern gebraucht (Ausnahme: chemische oder biochemische Synthesen, z.B. Photosynthese der Pflanzen) und wird nach seiner Nutzung verschmutzt bzw. erwärmt in den Kreislauf zurückgegeben. Aus diesem Grund können sich Überlegungen zu einem nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser nicht auf quantitative Aspekte beschränken, sondern es müssen Fragen der Qualität gleichrangig mitbeantwortet werden. Es kommt nicht allein darauf an, unseren Nachkommen einen ausreichend großen Wasserschatz zu hinterlassen, sondern auch dafür zu sorgen, daß es sich dabei tatsächlich um einen „Schatz“, also um ein wertvolles Gut handelt. Dies wird nur dann der Fall sein, wenn das Land künftig über qualitativ hochwertiges Wasser verfügen kann.
Helmut Lehn, Magdalena Steiner, Hans Mohr

7. Nachhaltige Bewirtschaftung der Ressource Wasser in Baden-Württemberg — eine Synopse für den eiligen Leser

Zusammenfassung
Die Synopse faßt die wichtigsten Ergebnisse des Projekts zusammen. Die verarbeitete Literatur ist in der Synopse nicht ausdrücklich zitiert. Stattdessen wird auf die entsprechenden Kapitel der Langfassung verwiesen, wo sich die Literaturhinweise finden.
Helmut Lehn, Magdalena Steiner, Hans Mohr

8. Nachtrag: Die Novelle des Wassergesetzes für Baden-Württemberg vom November 1995

Zusammenfassung
Im November 1995 wurde vom Landtag in Stuttgart das Gesetz zur Änderung des Wassergesetzes verabschiedet. Nach den Ausführungen der Landesregierung ist mit dieser Novelle das Ziel verbunden, an Flüssen und Bächen des Landes mehr Naturnähe sowie einen besseren Grundwasserschutz zu realisieren [Staatsanzeiger vom 3.7.1995]. Zum Schluß unserer Studie untersuchen wir einige zentrale Regelungen des geänderten Wassergesetzes unter der Fragestellung, ob sie sich positiv im Sinne einer nachhaltigen Gewässerbewirtschaftung auswirken. Eine umfassende „Gesetzesfolgenabschätzung“, die wir an dieser Stelle nicht anstreben, müßte weitere mit dem Wassergesetz in Zusammenhang wirkende Gesetze und entsprechende Rechtsverordnungen berücksichtigen. Soweit wir uns auf die Formulierungen der Gesetzesnovelle beziehen, geschieht dies anhand des Gesetzentwurfs der Landesregierung [Landtag 11/6166] sowie der Beschlußempfehlung und des Berichts des Umweltausschusses [Landtag 11/6631].
Helmut Lehn, Magdalena Steiner, Hans Mohr

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