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Über dieses Buch

Damit zeigt sich auch, dass für dieses wahrhaft interdisziplinär angelegte Buch erhebliche technische, ökonomische, rechtliche sowie philosophische Kenntnisse erforderlich waren, welche dem gelernten Ingenieur Grambow naturgemäß nicht in die Wiege gelegt wurden. Es hat bislang kein Werk gegeben, welches das Thema Wassermanagement derart systematisch und wissenschaftlich sowie zugleich praxisnah und überzeugend darstellt. Dieses Buch ist ein wirklicher Almanach der internationalen Wasserwirtschaft geworden. Eine große Verbreitung und eine rasche Umsetzung der wegweisenden Erkenntnisse sind in unser aller Interesse sehr zu wünschen. München, im August 2007 Prof. Dr.-Ing. Martin Faulstich Sachverständigenrat für Umweltfragen Danksagung Mein Dank gilt besonders meinem wissenschaftlichen Mentor Professor Martin Faulstich, sowie Professor Holger Magel, Professor Peter Wilderer und Professor Theo Strobl für die Mitbetreuung, den vielen Kollegen/innen und Freunden/innen der bayerischen und internat- nalen Wasserfamilie und den Korrektoren/innen, die mir so sehr geholfen haben. Dieses Buch widme ich im Sinne der Nachhaltigkeit meinen Söhnen Konstantin und Julius, stellvertretend für die Kinder dieser Welt.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einführung

Auszug
Der Zustand des Wassersektors steht zunehmend im Fokus weltweiter Umwelt- und Entwicklungsprogramme. Für den Wassersektor wurde der Ansatz des Integrierten Wasser-Ressourcenmanagements (IWRM) zum maßgeblichen Umsetzungsmodell, entwickelt aus der Agenda 21 (A21)und der dort begründeten Nachhaltigkeitsansätze. Konkrete Ziele ergeben sich für den globalen Wassersektor vor allem aus den Millennium Development Goals (MDGs) der UN von 2001.

1. Die weltweite Wasserkrise und unsere Zukunftsplanung

Auszug
Angesichts der weltweiten Probleme von Bevölkerungswachstum bis Terror und Krieg scheint die Bedeutung der Umweltthemen manchmal in den Hintergrund zu treten. Tatsächlich hängt die Wasserkrise aber mit vielen der bekannten Herausforderungen zusammen. Es wäre, bei allem globalen Leiden, schon viel gewonnen, wenn wenigstens bei der Versorgung der Menschen mit Wasser Fortschritte gemacht würden. Und umgekehrt: wenn man den Wassersektor nicht in den Griff bekäme, wäre die Bewältigung der anderen Brennpunkte noch mehr in Frage gestellt.

2. Bestandsanalyse und Strategien des Wassersektors

Auszug
Die Agenda 214 (A21) ist das zusammengefasste Ergebnis der Konferenz von Rio de Janeiro aus dem Jahre 1992. Dieser Kongress war ein Meilenstein in einer über 20 Jahre andauernden weltweiten Entwicklung der strategischen Konzepte der Vereinten Nationen. Bekannte Vorläufer sind der Brundtland-Bericht5 und die Prinzipien der Konferenz von Dublin.6 Das Kongressergebnis A21 ist im Jahre 1994 erschienen. Es umfasst ca. 350 Seiten und wurde in viele Sprachen übersetzt.7 Das Protokoll wurde von fast allen Staaten der Erde als Absichtserklärung unterschrieben. Der überragend neue Ansatz der A21 besteht darin, dass keine isolierten Sektorpapiere entstanden sind, sondern ausgehend vom Umweltgedanken sowohl die ökonomische Relevanz als auch die sozial-humanen Belange benannt werden. In der Konsequenz entstehen durch die Verknüpfung die sogenannten integrierten Ansätze. Einer physikalischen Formel entsprechend werden in der A21 also drei Basiseinheiten definiert: Ökonomie, Ökologie und Soziales. Dieser Dreiklang wird in der Literatur auch als „Tripel-Belang“ oder „Tripel Ansatz“ beschrieben.8

3. From vision to action: Lösungsansatz für die Umsetzung des IWRM

Auszug
Die Herleitung und Verifizierung dieser These basiert auf der Betrachtung von erfolgreichen Wasserwirtschaftsmodellen, insbesondere aus Bayern. Es gibt hier wenigstens zwei Motive, sich mit internationaler best practice in der Wasserwirtschaft zu beschäftigen: Einmal der Wunsch, mit der vorhandenen Erfahrung und Technologie durch aktive Beteiligung an internationalen Projekten bei der Umsetzung der MDGs als der internationalen Herausforderung mitzuwirken, zum anderen die Notwendigkeit der Optimierung der eigenen nationalen Strukturen mit Hilfe internationaler Erfahrung.

4. Synthese und Ausblick

Auszug
An der Nachhaltigkeit führt kein Weg vorbei, nicht im Wassersektor und auch nicht in den anderen Sektoren. Die Umsetzung ist sowohl eine Frage der Überzeugung und Motivation als auch der zur Verfügung stehenden Techniken. Als Lösungsansatz hat man für den Wassersektor das IWRM gefunden. Dieser stellt zusammen mit den Aussagen der A21 aber zwei erhebliche Probleme für die Umsetzung dar:
Die A21 beziehungsweise die Nachhaltigkeit ist ein normatives Konzept, d. h. sie gibt zunächst keine Antworten auf Detailfragen zur richtigen Abwägung zwischen den Tripel-Belangen, sondern erzeugt sogar regelmäßig Dilemmata. Ein erster, immer richtiger Schritt zur Auflösung des Dilemmas ist die nachhaltige Effizienzsteigerung. Das Instrumentarium dazu ist im Wesentlichen im Bereich des angepassten Managements und der angepassten Technologie zu finden. Weitere Ansätze zu Lösung der Dilemmas liegen in einer lokalen und temporalen Differenzierung, d. h. in einer Vermeidung der dilemmatischen Situation durch Einbeziehung räumlicher und zeitlicher Koordinaten. Die Ziele der Abwägung liegen in der Nachhaltigkeit, hilfsweise Gerechtigkeit der ökonomischen, ökologischen und sozial- kulturellen Belange.

5. Anhang

Backmatter

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