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29.03.2018 | Wasserwirtschaft | Infografik | Onlineartikel

Was gegen Wasserknappheit getan werden kann

Autor:
Julia Ehl

Eine Simulationsstudie zeigt, welche Auswirkungen Urbanisierung und Klimawandel auf die Ressource Wasser haben. Gleichzeitig werden die Herausforderungen für das Wassermanagement benannt.

Wissenschaftler des Center for Environmental Systems Research (CESR) an der Universität Kassel haben in Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen Naturschutzorganisation 'The Nature Conservancy' (TNC) in den USA an einer Simulationsstudie gezeigt, welche Auswirkungen Urbanisierung und Klimawandel im Zusammenspiel auf die begrenzte Ressource Wasser haben und welche Herausforderungen sich daraus für das Wassermanagement ergeben.

Unter Leitung von Dr. Rob McDonald wurden innerhalb des 'Global Cities Programme' detaillierte Daten zu Ort und Art der Wasserentnahme von 482 Städten weltweit zusammengetragen. In der Studie wurde die Fernwasserversorgung (Wassertransfers) von Großstädten in einem großskaligen hydrologischen Modell berücksichtigt. Es konnte so gezeigt werden, dass die ausreichende Wasserversorgung einer Stadt zu Wasserknappheit in weiter entfernten Landschaften führen kann. Konflikte sind so vorprogrammiert.

Die Studie belegt, dass 2050 jede vierte Stadt der Welt von Wasserknappheit betroffen sein könnte. Für weitere 19 Prozent der Städte zeigt sich ein hohes Konfliktpotenzial zwischen der Versorgung der Städte mit Trinkwasser und der Landwirtschaft mit Bewässerungswasser. Die Wissenschaftler des CESR konnten aber auch zeigen, dass sich der Wassermangel in 80 Prozent der Entnahmegebiete mit einer Steigerung der Wassernutzungseffizienz der Bewässerungssysteme um nur 10 Prozent zukünftig vermeiden ließe. Integriertes Wasserresourcenmanagement, die Reduzierung von Verlusten in den Rohrleitungssystemen sowie Einsparungen beim Verbrauch können Wasserknappheit und den damit verbundenen Konflikten vorbeugen.

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