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09.10.2017 | Wealth Management | Nachricht | Onlineartikel

Reiche Anleger sind an hybriden Beratungsangeboten interessiert

Autor:
Barbara Bocks

Die Zahl der vermögenden Privatanleger weltweit wächst und gleichzeitig auch deren Ansprüche, was eine zeitgemäße Beratung angeht. Wie sich Kreditinstitute auf die Konkurrenz unter anderem von Fintechs eingestellt haben.

So genannte High Net Worth Individuals (HNWI) und Vermögensverwalter wünschen sich vermehrt hybride Beratungsangebote bei der Anlage und Verwaltung von Vermögen, die eine digitale Vermögensverwaltung mit einem menschlichen Berater verbinden. Das geht aus dem Ende September 2017 veröffentlichten World Wealth Report 2017 des Beratungs- und IT-Dienstleistungsunternehmens Capgemini hervor. Konkurrenz blüht den Banken nicht nur von seiten der Fintechs, sondern auch durch große IT-Unternehmen. In den kommenden Jahren könnten so genannte Big Techs, laut Capgemini datengetriebene Technologieunternehmen wie Google und Apple, ebenfalls Wealth-Management-Dienstleistungen anbieten. Und mit 56,2 Prozent stehen mehr als die Hälfte der befragten HNWIs diesen Big-Tech-Dienstleistungen offen gegenüber. Allerdings hätten diese Firmen ihren Eintritt in dieses Geschäftsfeld laut der Studie noch nicht offiziell angekündigt.

Das unter anderem von Robo-Advice-Anbietern sowie Fintech-Unternehmen im Teilsegment Anlage und Banking verwaltete Vermögen in Deutschland betrug einer Untersuchung des Bundesfinanzministeriums (BFM) zufolge im Jahr 2015 insgesamt 1,36 Milliarden Euro. Das entspricht zwar nur einem Marktanteil von 0,1 Prozent. Bis 2025 soll das Marktvolumen der Fintechs laut des Basisszenarios des BFM allerdings auf 68 Milliarden Euro wachsen. "Viele Banken haben den Trend erkannt und sind dabei, ihr Angebot in diesem Bereich aus- oder zunächst noch aufzubauen. Allerdings gehen sie meist noch zögerlich vor und wagen nur kleine Schritte. Dies wird nicht ausreichen, um in dem zunehmenden Wettbewerb mit Fintechs bestehen zu können und den wachsenden digitalen und hybriden Anforderungen ihrer Kunden gerecht zu werden", stellt Klaus-Georg Meyer, Leiter Business & Technology Consulting Financial Services Deutschland bei Capgemini, fest.

81.000 mehr deutsche Millionäre im Jahr 2016

Weltweit wächst die Kundengruppe der vermögenden Privatanleger 2016 laut Angaben der Studie um 7,5 Prozent gegenüber 4,9 Prozent im Jahr 2015. Die Vermögen legten in diesem Zeitraum um 8,2 Prozent gegenüber 4,0 Prozent im Jahr 2015 zu. Speziell in Deutschland steigt die Anzahl der Millionäre im Vergleich zum Jahr 2015 um 81.000 Personen auf insgesamt 1.280.300 im Jahr 2016 an, was einem Wachstum von ungefähr sieben Prozent entspricht. Von 2015 auf 2016 gab es in Russland mit 20 Prozent weltweit das höchste Wachstum mit einem Plus von rund 20 Prozent an HNWIs und einem gleich hohen Anstieg bei deren Vermögenswerten. Wenn das Vermögen der wohlhabenden Privatanleger weltweit weiterhin im Durchschnitt um rund 5,9 Prozent jährlich wächst, könnte dieses laut Berechnungen von Capgemini bis zum Jahr 2025 auf über 85 Billionen Euro ansteigen.

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