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Über dieses Buch

Cristina Müller-Burmeister entwickelt ein Konzeptionsmodell für wesentliche Lageberichtskomponenten zur Durchführung einer normativen und empirischen Inhaltsanalyse. Dazu verbindet sie kommunikationstheoretische Forschungsansätze mit den Rechnungslegungs- und Prüfungsnormen, wie dem DRS 20 und dem IDW PS 350 n.F. Die Ergebnisse legen nahe, dass Unternehmen sich mit dem Grundsatz ordnungsmäßiger Lageberichterstattung (GoL) Wesentlichkeit durch einen standardisierten Prozess auseinandersetzen sollten, der neben den eigenen steuerungsrelevanten Informationen auch die entscheidungsnützlichen Informationsbedürfnisse der Stakeholder berücksichtigen sollte. Darüber hinaus zeigt die Autorin Entwicklungsschritte für eine Harmonisierung der internationalen Lageberichterstattung und ihrer Prüfung auf, die u.a. das Integrated Reporting umfassen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einleitung

Frontmatter

Kapitel 1. Problemstellung

Zusammenfassung
Im Zuge des Vertrauensverlustes in der Finanz- und Wirtschaftskrise wurde deutlich, dass auf die Interessen der Stakeholder, wie entscheidungsnützlichen Informationen über die nachhaltige Wertschöpfung der Unternehmen, durch die klassische Finanzberichterstattung nicht ausreichend eingegangen wurde. Dieser Informationslücke versuchen Gesetzgeber und Standardsetter dahingehend zu begegnen, indem sie Unternehmen dazu bewegen, ihre gesellschaftliche Verantwortung anzunehmen und ihre Informationspolitik sowie ihr Wirtschaften nachhaltig an den Informationsinteressen der Gesellschaft zu orientieren. Dabei soll das Management auch aus unternehmensinterner Sicht wesentliche Informationen angemessen offenlegen (Management Approach), damit die Berichterstattungslücke sinkt.
Cristina Müller-Burmeister

Kapitel 2. Gang der Untersuchung

Zusammenfassung
Die Arbeit ist in vier Hauptteile gegliedert. Der erste Hauptteil stellt die gegenwärtigen Grundlagen der Lageberichterstattung und ihrer Prüfung nach nationalen und internationalen Normen dar. Durch den steigenden Stakeholder Dialog und die wachsende Harmonisierung der Rechnungslegungs- und Prüfungsnormen steht der Lagebericht vor einer dynamischen Entwicklung und der Gefahr einer Informationsüberflutung. In Kapitel I.B werden die Informationsasymmetrien der Principal-Agent-Theorie und die Rechnungslegungstheorien, welche die Normen zum Management Reporting betriebswirtschaftlich beeinflussen, in einer theoretischen Fundierung beleuchtet. Danach werden die rechtlichen Rahmenbedingungen nach HGB, IFRS, US-Generally Accepted Accounting Principles (GAAP) sowie den GRI, SASB und IIRC skizziert.
Cristina Müller-Burmeister

Erster Hauptteil: Lageberichterstattung und ihre Prüfung aus nationaler und internationaler Sicht

Frontmatter

Kapitel 3. Theoretische Fundierung des externen Management Reporting

Zusammenfassung
Sämtliche Marktteilnehmer sind sowohl Sender als auch Empfänger von Informationen, auf deren Basis sie wirtschaftliche Entscheidungen treffen, wobei sie gem. der Institutionsökonomik ihre individuellen Ziele zur Nutzenmaximierung verfolgen. Der Begriff „Information“ nach dem ökonomischen Ansatz wird definiert als „das aus Daten (Mitteilungen, Nachrichten und Meldungen) gewonnene zweckorientierte Wissen“, wobei dieser Zweck als „Entscheidungs- und Handlungsrelevanz“ charakterisiert wird. Die Übertragung dieser Informationen erfolgt über die Kommunikation. Die Lageberichterstattung begründet ein solches Informationsmedium im Sinne der (i. S. d.) Informationsfunktion.
Cristina Müller-Burmeister

Kapitel 4. Normative Entwicklung des externen Management Reporting

Zusammenfassung
Die gesetzliche Normierung der Lageberichterstattung für Jahres- oder Konzernabschlüsse wird in den §§ 289 ff., 315 ff. HGB sowie für die Zwischenberichterstattung im § 115 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zentral kodifiziert. Zielsetzung des Lageberichts ist es, den „[…] Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Kapitalgesellschaft so darzustellen, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird“. Demnach stellt der Lagebericht ein zusätzliches, autarkes Berichtsinstrument parallel zum Jahresabschluss nach § 264 Abs. 1 Satz 1 HGB dar.
Cristina Müller-Burmeister

Kapitel 5. Normative Anforderungen an die Einklangprüfung

Zusammenfassung
Entsprechend zur Jahresabschlussprüfung basiert die Einklangprüfung auf einem Soll-Ist-Vergleich nach dem kybernetischen Regelkreismodell des Typ III, wobei das Soll-Objekt durch eine gesetzliche Vorschrift und das Ist-Objekt durch die tatsächliche Ausprägung im Lagebericht verkörpert wird. Ziele der Einklangprüfung nach § 317 Abs. 2 HGB sind die Angaben mit dem Jahres- bzw. Konzernabschluss sowie den Erkenntnissen aus der Prüfung auf Kongruenz mit hinreichender Sicherheit abzustimmen, ob sie ein angemessenes Gesamtbild liefern und Chancen und Risiken angemessen prognostiziert werden.
Cristina Müller-Burmeister

Kapitel 6. Zwischenergebnis

Zusammenfassung
Untersuchungsobjekt des ersten Hauptteils sind die normativen Rahmenbedingungen des externen Management Reporting und ihre Prüfung auf nationaler und internationaler Ebene. Im Rahmen des ersten Kapitels gelang es basierend auf einer ökonomischen Fundierung die Notwendigkeit einer wertorientierten Unternehmenspublizität darzulegen.
Cristina Müller-Burmeister

Zweiter Hauptteil: Theoretische Fundierung und normative Anforderungen an ein Konzeptionsmodell zur Festlegung wesentlicher Inhaltskomponenten der Lageberichterstattung und ihrer Prüfung

Frontmatter

Kapitel 7. Methodisches Vorgehen

Zusammenfassung
Wie im ersten Hauptteil gezeigt worden ist, reagieren Unternehmen im Rahmen ihrer Informationspolitik auf die wachsenden heterogenen Informationsinteressen der einzelnen Stakeholdergruppen. Ziel dieser Berichterstattung ist es, dass die Interessen der Adressaten mit den Unternehmenszielen langfristig übereinstimmen. Fraglich ist, ob sämtliche Informationsbedürfnisse in einem Reportingmedium aufgegriffen werden können. Bevor die Frage der zukünftigen Entwicklung des externen Management Reporting aufgeklärt wird (vierter Hauptteil), muss zuerst ein Verständnis über die bestehenden Lageberichtsnormen gewonnen werden, die im handelsrechtlichen Management Reporting ein Subsystem sind.
Cristina Müller-Burmeister

Kapitel 8. Theoretisch deduktive Herleitung eines Konzeptionsmodells

Zusammenfassung
Die Lageberichterstattung gehört dem Reportingsystem des Financial Accounting an. Gleichwohl verknüpft er wertorientierte Informationen aus dem internen und externen Rechnungswesen, sodass er dem Value Reporting i. e. S. zu zuordnen ist. Im Zuge der letzten Reformen der Lageberichterstattung nehmen die wertorientierten Komponenten, wie Corporate Governance und Nachhaltigkeit, zu, sodass die Lageberichterstattung auch dem Value Reporting i. w. S. dient.
Cristina Müller-Burmeister

Kapitel 9. Zwischenergebnis

Zusammenfassung
Entsprechend der Zielsetzung des zweiten Hauptteils wurde ein Konzeptionsmodell zur Festlegung wesentlicher Lageberichtskomponenten nach §§ 289 ff., 315 ff. HGB i. V. m. DRS 20 entwickelt. Während der kommunikationstheoretischen Fundierung wurde ersichtlich, dass ein optimales Berichtsystem vorliegen kann, wenn die Empfänger Feedback durch einen Rückkopplungsprozess geben. Damit können sie proaktiv ihre Informationsbedürfnisse an das Unternehmen kommunizieren, die im folgenden Bericht berücksichtigt werden können.
Cristina Müller-Burmeister

Dritter Hauptteil: Vergleichende Untersuchung zum GoL Wesentlichkeit

Frontmatter

Kapitel 10. Normative Inhaltsanalyse

Zusammenfassung
Im zweiten Hauptteil wurde ein Konzeptionsmodell zur Festlegung wesentlicher Lageberichtskomponenten entwickelt. Im ersten Schritt werden die Merkmale des Modells rechtlich theoretisch in Form einer qualitativen Analyse mit internationalen Leitfäden verglichen.
Cristina Müller-Burmeister

Kapitel 11. Empirische Inhaltsanalyse

Zusammenfassung
Die Lageberichtsqualität wurde in der Forschung vielseitig untersucht. Ein vergleichbares Konzeptionsmodell zur inhaltlichen und formellen Wesentlichkeit liegt bisher nicht vor. Die Untersuchung wird zuerst in die empirischen Analysen zur Lageberichtsqualität eingereiht.
Cristina Müller-Burmeister

Kapitel 12. Zwischenfazit

Zusammenfassung
Im dritten Hauptteil wurde das Konzept zur inhaltlichen und formellen Wesentlichkeit auf zwei Wegen untersucht. Zuerst wurde mit der qualitativen Inhaltsanalyse ein Rechtsvergleich des externen Management Reporting durchgeführt. Die Gegenüberstellung der Regelungen umfasste den IFRS PS MC, 17 CFR 229.303 und dem IIRC Framework sowie der Prüfungsstandards des IAASB und SEC und orientierte sich an einem Bewertungskatalog des in dieser Arbeit entwickelten Wesentlichkeitskonzepts.
Cristina Müller-Burmeister

Vierter Hauptteil: Handlungsempfehlungen und Ausblick zur Entwicklung der GoL Wesentlichkeit

Frontmatter

Kapitel 13. Handelsrechtliche Lageberichterstattung

Zusammenfassung
Die detaillierte Untersuchung des HGB i. V. m. dem DRS 20 belegt ein fundiertes Berichtssystem, welches jedoch rechnungslegungspolitische Spielräume und normative Lücken aufweist. Es wurden drei Schwachstellen identifiziert: erstens eine fehlende Definition der Wesentlichkeit, zweitens eine Konkretisierung einzelner Teilberichte der Lageberichterstattung und drittens konzeptionelle Überlegungen zur Diskrepanz zwischen dem HGB und DRS 20. Im Folgenden werden normative Handlungsempfehlungen formuliert.
Cristina Müller-Burmeister

Kapitel 14. Entwicklung zu einem Integrated Reporting

Zusammenfassung
Das Integrated Reporting verknüpft die Finanzberichterstattung, das Corporate Governance Reporting sowie die nichtfinanzielle Erklärung und den Nachhaltigkeitsbericht miteinander und ist so zu begrüßen. Um sämtliche Berichte der Unternehmenskommunikation angemessen miteinander zu verbinden, stellt sich die Herausforderung einer normativen und praktischen Umsetzung. Diese Aufgabe wird vor dem Hintergrund der nicht abgeschlossenen, internationalen Harmonisierungsbestrebung des Management Reporting zusätzlich erschwert, welches aus der qualitativen Inhaltsanalyse im dritten Hauptteil sichtbar wurde.
Cristina Müller-Burmeister

Kapitel 15. Zusammenfassung der Handlungsempfehlungen

Zusammenfassung
Nach der Entwicklung und Analyse der handelsrechtlichen Normen anhand des Konzeptionsmodells im zweiten Hauptteil und nach der qualitativen und empirischen Inhaltsanalyse im dritten Hauptteil dieser Untersuchung wurden in den gegenwärtigen Vorschriften der Lageberichterstattung Normierungslücken festgestellt und in der praktischen Umsetzung ein Ausbau der Entscheidungsnützlichkeit begrüßt.
Cristina Müller-Burmeister

Schlussbetrachtung

Frontmatter

Kapitel 16. Zusammenfassung der Ergebnisse

Zusammenfassung
Die dynamische Normenentwicklung des externen Management Reporting stellt die gegenwärtige Lageberichterstattung in den Fokus. Die Erwartungen an eine entscheidungsrelevante Berichterstattung unter Berücksichtigung des Management Approaches werden durch die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Berichtspraxis nicht vollumfänglich erfüllt.
Cristina Müller-Burmeister

Kapitel 17. Ausblick

Zusammenfassung
Eine vollständige Harmonisierung der Vorschriften zur Lageberichterstattung, welches entscheidungsnützliche Angaben mit werthaltigen, managementorientierten und nichtfinanziellen Informationen umfasst, hat mit der Entwicklung eines Integrated Reporting Dynamik aufgenommen. Vor dem Hintergrund der dargestellten Unterschiede im Management Reporting ist fraglich, inwieweit ein einheitliches Konzept mittelfristig global umsetzbar ist. Wesentliche Meilensteine für eine Etablierung eines integrierten, externen Management Reportingsystem müssen noch bestritten werden und sind in der gegenwärtigen Legislative nicht angemessen berücksichtigt worden. Zentrale Bausteine sind erstens die Informationsverknüpfung und ein allgemeines Verständnis über den GoL Wesentlichkeit.
Cristina Müller-Burmeister

Backmatter

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